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Hypothek.
hältm'ß des Betrags der Feuchtigkeit der Lust zu dem Sättigungspunkte an-zeigen; so wie sie beim lOOsten Grade die äußerste Verminderung der Wär-me bewirken muß, daß sich Feuchtigkeit in der Form von Thau absetzt;beim 50sten Grade muß die Lust die Hälfte des Wassers enthalten vondem, was sie enthält, wenn sie gesättigt ist. — Die Lust pflegt in ver-schiedenen Höhen verschiedene Temperatur zu haben; unsere hygrometrischenInstrumente werden in der Regel nur in der untersten Luftschicht in An-wendung gebracht. Der Unterschied der verschiedenen Luftschichten in Anst:hung der Temperatur ist hauptsächlich stark und abwechselnd bei elcckrischenStörungen des Gleichgewichts, bei entstehenden Gewittern und bei Vorbe-reitungen zu heftigen Regengüssen, oder Entladungen von Hagel u. bergt.,dabei kann die untere Luftschicht von der Beschaffenheit sein, baß die Dünstekeine Neigung haben, in tropfbarer Gestalt sich zu bilden, was nothwendigist, um einen Körper feucht zu machen und somit auf den Hygrometer zuwirken, und gleichwohl kann in der höhern Region jene Verwandlung derDünste in Regen u. bergt, statt finden; daher jene scheinbaren Widersprücheder Anzeigen, wenn der Darmsaitenhygrometcr etwa kurz vor einem Ge-witterregen bisweilen noch Trockenheit anzeigt.
Hypothek, ist die mit obrigkeitlicher Einwilligung geschehene Pfand-verschreibung einer unbeweglichen Sache oder eines Grundstücks an denGläubiger, um ihn wegen seines Darlchns sicher zu stellen.
Ende des vierten Bandes.