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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Zweites Capitel,

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Menge von Blattern, als sonst bei einer langsamern Entwicke-lung. Er ließ bei dem zweiten Versuch (in der zweiten Lebens-periode) die Wärme auf 82° sinken und — merkwürdig genug,brauchte die Raupe nur 5 Tage zu ihrer dritten und viertenVerwandlung; andere, welche von ihrer Geburt an in diesemgeringeren Wärmegrade gewesen waren, brauchten zu jeder dieserHäutungen 7 Tage, auch wohl acht. Es scheint daher, daßuur bei der ersten Belebung des Insekts dessen EonstitutionUnd seine Lebens-Functionen ein stärkerer Antrieb gegeben wer-den könne, der bei allen nachfolgenden Abstufungen seines Da-seins nachwirkt. Weit entfernt, daß dieses Treibhaussystem denRaupen, wie Hr. v. Sauvages fürchtete, geschadet habenkönne, fand er, daß sie ganz besonders gesund waren, und, in-dem die Arbeiten sich verkürzten, viele der sie begleitenden UebelWegsielen.

Gleich andern Insekten, ist die Seidenraupe kein warm-blütiges Thier; ihre körperliche Temperatur ist daher derjenigengleich, worin sie sich befindet. In den Ländern, wo Seidenbaugetrieben wird und das durch künstliche Wärme bewirkte Ver-fahren noch nicht — wie neuerdings in England — wissenschaft-lich und praktisch studirt worden ist, muß sich der allgemeinenAnnahme desselben eine große Schwierigkeit sowohl darin, alsw der dazu erforderlichen Ausgabe entgegenstellen. Die großeEmpfänglichkeit des Insekts für atmosphärische Einflüsse würdeauch die gewöhnlichen Einrichtungen zu diesem Zweck unstatthaftWachen. Der Vorschlag, die Zimmer durch Kohlentöpfe zu erwär-wen, hat den Nachtheil, daß ein Theil der Zimmerluft stark er-bltzt wird, ehe er sich mit der übrigen gleichmäßig vermischt undbie so bereitete Atmosphäre der, zum Athmen erforderlichen Le-benslust verlustig wird. Eine Wirkung, die jedem leicht bcmerk-k>ch werden wird, der dieselbe einzuathmen versucht. Ein besse-^ Heizungsverfahrcn ist kürzlich erfunden und sogleich in Aus-führung gebracht worden. Es besteht darin, die Gebäude vcrmit-^Utelst eines Stromes heißen Wassers zu heizen. Dieses wirdburch eine sehr einfache Vorrichtung in stetem Fließen in ver-schlossenen Röhren durch die Raume geleitet, wo es einen Wär-fwgrad ausströmt, der nie bis zu dem, die Lebenslust absorbicen-

Hitzegrad steigt, und wodurch mithin der Uebelstand der er-stem Heizungsmethode vermieden wird. Wenn die Feurung beier Wafserheizungsmethode nicht zu groß im Vergleich der da-"rch zu ersparenden Arbeit wäre, so würde dieselbe sich in allen