Drittes Capitel.
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besonders im ersten Lebensalter zuwider ist. Die Zimmer wer-den fest verschlossen gehalten, die Thüren sind stets in südlicherRichtung angebracht. Jedes derselben ist mit 9 — 10 Reihenvon Gestellen und diese mit Binsenhürden versehen, welche inMehren Schichten über einander liegen. Auf diesen Hürdenwerden die Raupen alle 'ihre fünf Lebensalter hindurch, gefüttert.Die Zimmerwärme wird vermittelst Oefen, die in den Ecken derZimmer angebracht sind, oder durch Kohlenpfannen ununterbro-chen in gleicher Temperatur erhalten. Letztere trägt man vonZeit zu Zeit in den Zimmern umher. Flamme und RauchMüssen sorgfältig vermieden werden. Als Heizungsmaterial zie-hen die Chinesen den an der Sonne getrockneten Kuhmist allemandern vor.
Die Chinesen verwenden eine ununterbrochene Aufmerksam-keit auf die Bedürfnisse der Seidenraupen. An ihrem erstenLebenstage erhalten sie 40 Mal Futter, am zweiten 30 Mal,
, während und nach dem dritten seltener. Die Chinesen glauben,daß durch frisches, reichliches Futter die Raupen schneller wachseni Und einen größcrn Ertrag liefern; wenn daher bei trübem Wet-ter dieselben von dieser Beschaffenheit der Atmosphäre angegrif-fen sind, sucht man ihren Appetit zu erregen, indem man rechttrockne, angezündete Strohwische über sie hält, um die nebligekalte Luft zu verbessern.
! Die genauen Beobachter behaupten, daß, je schneller das-Insekt zu seiner Reife gelangt, um so reichlicher sei der Sei-dcnertrag. Sie sagen, daß — wenn die Raupe binnen 20 —Tagen ausgewachsen sei, jede Drachme Eier 25 Unzen Seideurfere. Beende sie ihren Wachsthum erst in 28 Tagen, so^ssere das gleiche Eiergewicht nur 20 Unzen. Gebrauche sieaber 30 Tage, bis sie den Cocon zu spinnen beginnt, so rebucireuch das Seidengewicht auf 10 Unzen. Die Chinesen verwen»j hohe Sorgfalt auf die Erhaltung der größten Reinlichkeit,sie als . ein wesentliches Erforderniß der Seidenzucht an-sehen. —
So wie die Raupe im Wachsthum vorschreitet, versetztAan sie in einen größer» Raum, so daß auf die ausgewachsene^aupe ein 4 mal größerer gerechnet wird, als auf die eben auS-Aekommene. Wenn die Periode des Einspinnens naht, werden-Ratten hcrbeigebracht, in deren Mitte ein von Binsen gestechte,> er Srteife von 1 Zoll Breite befestigt ist, der, schneckenförmig in"en Mittelpunkt zusammenlaufend, auf der ganzen Oberfläche(V,id,nmayuf»ttur.> 8