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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Zweiter Theil.

zahl Raupen, die eben ausgekommen waren, in drei verschiedeneBüchsen, die er 1.2. 3. numerirte. Die in Nr. I. fütterteer ausschließend mit weißen Maulbeerblättern, die in Nr. 2-mit Blättern des schwarzen Maulbecedaums, die in Nr. 3. an-fänglich mit Latlichblättern und später mir denen des schwarzenMaulbeerbaums. Die auf die letztere Weise gefütterten Rau-pen hatten eine blässere Farbe und wuchsen schneller als dieübrigen. Der Erfolg scheint indessen zu ergeben, daß die Lat-tichblätter zwar zur körperlichen Ernährung des Insekts, nichtaber zur Absonderung des eigenthümlichen Stoffs beitragen, derden Werth desselben ausmacht. Als das Gespinnst beendigtwar, nahm man aus jeder der drei Büchsen zwölf der schönstenEocens und fand folgendes Gewicht: i

Cocons Nro. 1. wogen 7 Pfcnniggcwicht 2 Gran*)Dito — 2. — ti — 3

Dito -3.-0 — 0 ^

Keines dieser drei Resultate wäre für den Anbauer seht!befriedigend, aber es erwies sich daraus klar, daß das weißtMaulbeerblatt jede andere Nahrung weit übertrifft.

Man findet in den Werken, worin die Abhandlungen detGesellschaft zur Ermunterung der Künste gesammelt sind, vieltMittheilungen über diesen Gegenstand. Ein Brief der Miß Rho'des sagt: daß sie im Jahre 1783 mehrere Tausende voURaupen, drei Wachen hindurch, gänzlich mit Laltichblättern «t-nährc und ihnen ihre natürliche Nahrung nur die kurze nochübrige Zeit ihres Lebens gegeben habe. Nach Verlauf ein^Monats, vom Ausbrüten an gerechnet, singen sie an zu sp>u'ne», 4000 Cocons lieferten 11 Unzen Seide und, nach wie*verholten Proben gewann Miß Rhodes die Ueberzeugungdaß die Seidenraupen, ohne Nachtheil für ihre Gesundheitnicht länger als drei Wochen mit Latlichblättern gefüttert wer'den können; denn als sie noch länger fortfuhr dieselben zuden, starb der größte Theil der Raupen, ohne seine Coconzu bilden. Einige zwar waren stark genug, um vollkowweund wohlgebildete Cocons anzufertigen, obgleich die Lattichbiä,ter ihre einzige Nahrung gewesen waren. AuS diesem "Wstände folgerte Miß Rhodes, daß die Sterblichkeit ihrer R«pen nicht ausschließend die Folge der ihnen gereichten Nahru"gewesen sei, sondern noch irgend einer äußern Veranlassung i

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