Dritter Theil.
Ueber die Verarbeitung der Seide.
Erstes Capitel.
Haspeln.
Einrichtung der Filaturen.
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«Hn den Gegenden, wo die Seide gewonnen wird, wird allge-mein das Geschäft, die Seide von den Cocons abzuwinden, alsein, von der Seidenproduction ganz getrenntes Geschäft betrach-tet, und diese werden, sobald ihre Bewohner durch eines der be-schriebenen Mittel getödtet sind, ein Gegenstand des Handels.Oft auch wird dieses Geschäft dem Käufer überlassen.
Die zu einer Filatur bestimmten Gebäude müssen lustig,von einer Seite den Sonnenstrahlen und der Luft zugänglich,v°n der andern gegen die kalten Winde geschützt sein. DerDampf, welcher aus den Siedegefäßen sich entwickelt, muß einensteten Abzug haben und diese reihenweise in dem Gebäude zubeiden Seiten aufgestellt werden, weil vermittelst dieser Einrich-tung der Obcrauffeher sie alle mit Leichtigkeit übersehen kann.
Ehe man die Cocons abhaspeln kann, ist es erforderlich,ot von der Wattseide zu befreien; was sich leicht bewerkstelligt,^enn man diese an einer Seite öffnet und den harten Seiden-°"ll, den sie einschließt, herausstößt.
„ Obgleich der Verkäufer gesetzlich verpflichtet ist, die Souf-llons und durchlöcherten Cocons, vor dem Verkaufe abzusondern,w laufen doch immer einige mit unter, die, nebst den Dupionsvd Choquetken 10 p.Cent der Gesammtzahl betragen. Sehr^°thwendig wird es nun, die Cocons nach ihrer EintheilungMtgfälcig auszusuchen, da beim Abhaspeln jede Sorte eine bi-edere Behandlung, sowohl hinsichtlich des Hitzegrade«, als derchnelligkeit des Abwinden« erfordert.
Gute Cocons, sowohl weiße als gelbe, lassen sich am leich-tsten abwinden; Cocalons erfordern die größte Sorgfalt und