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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Erstes Capitel.

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letzte Rad dreht sich auf einer, in dem Gestell befindlichen An-gel und hat nahe an seinem äußern Rande eine Schraube, wo-mit der Leger er befestigt ist. Das entgegengesetzte Ende des-selben bewegt sich in einem Einschnitt (Oeffnung), der in demGestell -§ angebracht ist. Dieser Leger ist, in gleicher Entfer-nung von dem Gestelle, mit zwei Drahtringen oder Oehren ver-sehen, durch welche man den seidnen Faden einfädelt, wenn erabgewunden wird. Wenn man nun das horizontale Kammrad»ermittelst der andern Räder und der senkrechten Achse in Be-wegung setzt, so verursacht dieses natürlich, daß der Leger sichgleichfalls hin und her bewegt und die Fäden, welche durch seineDrahtöhre gefädelt sind, rechts und links richtet und zwar durcheinen Raum, der denselben Umfang hat, wie das horizontaleKammrad, woran er befestigt ist.

Durch die eiserne Barre, die über dem Mittelpunkt deSSiedcrs befestigt ist, sind zwei Löcher gebohrt, durch welche die8äden, wenn sie von dem Sieder in den Leger laufen, ge-legt sind.

Wenn der Faden jedes einzelnen Cocons besonders abge-haspelt würde, so würde es wegen seiner ungemeine» Feineganz unmöglich sein, ihn zu verarbeiten, deshalb haspelt manMehrere Faden zusammen.

Dadurch, daß man die Cocons, welche abgewunden werdensollen, in heißes Wasser wirft, welches der Sieder enthält, wird"" Gummistoff erweicht, welcher in ihnen enthalten ist, daSAbwinden der Fäden wird erleichtert und die einzelnen feinenLade« kleben zusammen und bilden einen einzigen starken undglatten Faden. So oft beim Haspeln der Cocons ein Fadeniu Ende geht oder reißt, wird er gleich durch einen andern er«ssht, so daß stets die gleiche Fädenzahl fortläuft und ein ziem-lich langer Faden von derselben Stärke gewonnen wird. Die'M dem genannten Falle hinzugefügten Fäden werden nicht durchAnknüpfen befestigt, sondern nur an die übrigen Fäden angelegt,sie sich durch die Gummisubstanz von selbst ankleben und, daEnden so erstaunlich fein sind, keine bemerkbare Unebenheit""Ursachen.

Sehr wichtig ist es, daß das Wasser, wo hinein man die"-"ons legt, Regenwasser sei oder aus Teichen und langsamM-ßenden Gewässern genommen werde. Das sogenannte harteNasser, wie man eö aus Brunnen und Pumpen schöpft, ent«