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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Zweites Capitel

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und Behinderung, daß er in zwölf Stunden mühseliger Arbeitnicht erreicht, was er bei guter Seide in sechs gefördert habenwürde, und ist der ihm daraus erwachsende Schaden von nichtgeringer Bedeutung.

Nach dem Kochen wird die Seife in fließendem Wasservon der Seide rein abgespült. Ist diese nun getrocknet, so hatsie freilich an Gewicht sehr verloren, aber an Volumen sehr zu-genommen, und sie hat den Glanz und die Weichheit erhal-ten, die ihre hauptsächliche und charakteristische Schönheit aus-machen. Der Gummi diente bisher dazu, die Faden derSeide, wie sie ursprünglich vom Cocon abgewunden sind, zu ver-einigen und an einander zu befestigen. Dieses ist jetzt nun voll-kommen durch das Zwirnen erreicht. Der Gummi würde vonjetzt an ein unnützer und fremder Bestandtheil in der Seidesein, der die Schönheit derselben und die Weichheit ihres Gewe-bes benachtheiligen würde. Geschähe das Kochen vor dem Zwir-nen, so würde man im glücklichsten Fall nur eine wollige, zurVerarbeitung ganz untaugliche Masse erhalten. Wollte manaus diesem Gewirre einen tauglichen Faden erhalten, so könntees nur auf dem Wege des Spinnens geschehen und in der Art,wie man die Baumwolle spinnt, oder den Scidenabfall, denMan beim Haspeln von schadhaften oder zur Brüt bestimmtenCocons erhält, oder der in den Filaturen, von nicht abzuwin-denden erfolgt.

Man behauptet — und es wäre, wofern es gegründet,d>n chcr.kwürdiges Factum — daß die englischen, um so vielesvvllkvmmneren Maschinen, die Organsin bei weitem nicht so8Ut, als die italienischen produciren, und diese mit geringerenKosten und geringerem Abfall dieselbe liefern. Man glaubteeine geraume Zeit hindurch — und noch jetzt sind Viele davonüberzeugt, — daß der italienische Zwirncr, der gewöhnlich auchManufacturist ist, die feinste Qualität zu eigner Verarbeitungverwende und nur die geringere eppvrtire. Setzen wir vor-aus, daß der Unterschied in der gezwirnten Seide wirklich vor-handen sei, so dürfte derselbe dem Einflüsse des Klima zuzu-schreiben sein, welches wohl auf eine so zarte Substanz von Ein-wirkung sein möchte, da man häufig bemerkt hat, wie gewisseAtmosphärische Einflüsse auf das Zwirnen der Seide einwirken.Vielleicht mögen auch die feinen Seidenfäden durch da« Verpacken"wen, oder durch die weite Reise, die sie nach England zu ma-Hen haben. Denn schon der Vorzug, den die Zwirner der neu