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Dritter Theil.
Die Dunkelheit, worin im Allgemeinen der Ursprung derSpinn - und Webkunst gehüllt ist, gestattet gleichfalls nicht, ir-gend eine Meinung über den ersten Gebrauch der Seide anzu-nehmen. Das Alterthum der Scidcnzucht im Osten ist bereitserwiesen worden, und es würde eine nutzlose Speculation sein,erforschen zu wollen, wie bald in diesem Theile unserer Weltku-gel die Seidenzucht der Webkunst folgte. Es ist allgemein be-kannt, daß in den europäischen Ländern das Weben leinener undwollener Stoffe lange schon betrieben und bedeutend vorgeschrit-ten war, ehe man die entfernteste Kenntniß von dem Daseinder Seide hatte. Als daher bei den Griechen zuerst Fabrikatevon diesem feinen und schönen Gespinnste erschienen, machtendieselben ein Geschäft daraus, diese kostbaren Stoffe in mindertheure umzugestalten. Als sie daher spater das rohe Materialerhielten, war schon die Schwierigkeit, dasselbe auf schöne undnützliche Weise anzuwenden, im voraus beseitigt.
Die Maschine, deren sich die Weber bedienen, ist, bis ganzvor Kurzem, wenig verändert worden. In England, wo schonseit langer Zeit die Mechanik in fast allen Zweigen der Indu-strie dienstbar, sind dennoch die Verbesserungen des Web-stuhls neu, und wir verdanken dieselben viel mehr dem frem-den, als heimischen Scharfsinn. Webstühle in ihren Einzelhei-ten, wie im Ganzen, den ältesten, die man kennt, ganz ähnlich,sieht man noch jetzt, wie vor undenklichen Zeiten in Thätigkeit,und wo es der Stoff nur irgend erlaubt, werden sie sogar vonden Webern vorgezogen. Einfach wie der Mechanismus diesttWebstühle ist, contrastirt er doch, auf eben so vortheilhafte a!Sauffallende Weile, mit dem der indischen. Unter Bäumen, derenSchatten ihn vor den sengenden Strahlen der Sonne schütze» ,soll, verrichtet der elende indische Weber sein Geschäft in freierLuft. Hier spannt er den Aufzug seines Gewebes der Länge ^nach zwischen zwei Rollen Bambusrohr aus, diezwei hölzernen Pflöcken auf dem Nasen befestigt sind. N^r»gräbt er ein Loch in die Erde, welches tief genug ist, um Rau>»für seine Schenkel zu gewähren, und in dieses setzt er sich b"der Arbeit. Dann hängt er die Schnüre, die das Aufhebe»und Niederdrücken der Fäden seines Gewebes bewirken solle»,an dem Zweige eines Baumes aus. Unter demselben und >»*Zusammenhang mit den Schnüren, befestigt er zwei SchlinAt»-in die er von jedem Fuße die große Zehe steckt, unddiesen Vorbereitungen ist er zum Beginne der Arbeit bere> -