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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Dritter Theil.

Gleichförmigkeit des Musters unterbrochen und die Arbeit ver->borken sein; und es ist nicht wohl vorauszusetzen, daß Jemand,den der Unterhalt seiner Familie treibt, so schnell als möglichzu arbeiten, seine Aufmerksamkeit so vollkommen auf jede Ein-zelheit seiner Arbeit richten könne, «die jeden Irrthum aus-schlösse.

Die zum Weben sehr schöner und bunter Muster erforder-liche Genauigkeit verlangt deßhalb eine andere Art von Webstuhl,und ward, um jenem Erfordernd zu genügen, der Zugwebstuhlerfunden. Es können mit Hülfe desselben die complicirtestenMuster hervorgebracht werden, ohne von Seiten des Weberseine ungewöhnliche und bedeutend größere Aufmerksamkeit zu er-heischen als das glatte Weben, so daß er, wie bei diesem, seineFüße gleichfalls nur auf zwei Tretschämel zu setzen braucht.Das Arbeiten am Zug-Wcbstuhl erforderte früher die beständigeAufmerksamkeit von 2 Personen, deren eine beschäftigt war, dieverschiedenen Schäfte in der erforderlichen Neihefolge zu erheben,vermittelst der Schnüre, welche an jedem derselben besondersbefestigt sind. Der eigentliche Weber war während dessen mitdem Weben selbst beschäftigt. Seit dem Jahre 1807 wurdeaber eine sehr werthvvlle Erfindung in Ausübung gebracht, welchedie, bis dahin nothwendige Hülfe einer zweiten Person entbehr-lich machte. Dieses aber ist nur der geringere, aus jenem Ap-parat rcsultirende, Vortheil; der größere besteht in der nieabweichenden Sicherheit in den Operationen desselben, und inder Abwendung jedes Irrthums, der durch das Anziehen einerfalschen Schnur durch Menschenhände leicht geschehen könnte, diediesen Dienst früher versehen mußten. Ist der Apparat einmalgehörig aufgestellt, so versieht derselbe selbst alle Operationenund Wechselfälle. Diese Maschine, die nach der Person, derenStelle sie vertritt, der Ziehjunge heißt (s. Fig. 21.), werde ichzunächst beschreiben, und es wird dadurch die Nothwendigkeit zu-gleich beseitigt werden, eine umständliche Darstellung des Aug-Webstuhls, wie er vor dieser wesentlichen Verbesserung im Ge-brauch war, zu geben.

Die Figur 21. giebt die perspektivische Ansicht der Ma-schine; Fig. 22. ist der Grundriß derselben. Die Fig. 2Z. und24. sind Theile derselben, die zur deutlichen Erläuterung dienen-Die gleichnamigen Buchstaben gehören den gleichartigen The^s"an. Der in Fig. 22. dargestellte Apparat wird an der Sei»