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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Dritter Theil.

Man wird bemerken, wie die Streifen so durchlöchertsind, daß außer den leeren Räumen, welche zu dem Muster er-forderlich sind, sich gleichfalls leere Räume ihrer ganzen Ausdeh-nung entlang zwischen jeder Reihe, zwischen den Nadeln im Ge-stelle c/ befinden, welche sich der gegenüber stehenden ReiheNadeln entgegenstellen. Wenn die Karte Nro. 1. gänzlich dieerste, dritte, fünfte und siebente Reihe Löcher in der umwäl-zenden Barre bedeckt, so wird die Karte Nro. 2. auf gleicheWeise die 2, 4, 6, 8te Reihe bedecken, wodurch die erforderlicheNeihefolge des Geschirres übereinstimmend erhalten wird. DieNothwendigkeit, die Zwischenräume der Löcher zu bedecken, hatHr. I. Hughes von Bethnal-Green benutzt, indem er sehrscharfsinnig vorgeschlagen, die nämlichen Reihen Kartenstcei-fen zu zwei verschiedenen Mustern anzuwenden, indem man sichder leeren Zwischenräume bediente und, vermittelst anderer Kar-ten, die erforderliche Neihefolge des Geschirrs bewirkte. Diese,welche dem zu Folge durchlöchert sein müßten, würden in dieserAbsicht an den verschiedenen Flächen der drehbaren Barre befe-stigt werden, so daß die erste und dritte Fläche, ihre erste, dritte,fünfte und siebente Durchlöcherung bedeckt erhielte, während diezweite und vierte Fläche ihre andern vier abwechselnden Reihenbedeckt bekäme. Die Karlen ersetzten mithin auf diese Weisedie weißen Zwischenräume an den sich drehenden Kactenstreifen,wodurch ein bedeutender Theil der Kosten und Arbeit beimzweiten Muster erspart sein würde.

Der Jacquard sehe Webstuhl hat sich für die Weber da-durch so ungemein wohlthätig erwiesen, daß er ihnen bei dervorbereitenden, für sie ganz nutzlosen Arbeit, bedeutende Zeitund Mühe erspart und ihnen das Aufstellen des Webstuhls un-gemein erleichtert. Es findet daher jetzt keine gegründete Klagemehr über die Anstrengung statt, die das Niederdrücken derTcetschämel erforderte, obwohl sie dennoch auch jetzt nicht ganzunerheblich durch die Friction der einzelnen Theile, den Wider-stand der Federn und das Erheben sehr zahlreicher Gewichte ist,durch deren Reaction das Geschirr des WebstuhIS herabgedrücklwird. Der Weber bedarf jedoch immer einiger Zeit, wenn eranfängt, sich dieses wahrhaft schönen und sinnreichen Apparatszu bedienen, ehe er so weit mit demselben vertraut wird, daß ^sich desselben mit befriedigender Schnelligkeit der Förderung s"-ner Arbeit bedienen kann. Hat er diese Schwierigkeit über-wunden, so entschädigt die Erleichterung, welche aus dem erwähn-