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Dritter Theil.
Einschlag, woraus glatte Stoffe bestehen, hat der Sammetnoch einen weichen hangen Plüsch, welcher dadurch hervorge-bracht wird, daß kurze Enden Seidenfaden doppelt unter demEinschlag eingefügt werden und aufrecht auf der Oberfläche her-vorstehen, und zwar in solcher Menge und so dicht gedrängt,daß sie gänzlich die Fäden des Aufzugs und Einschlags verde-cken. Dieser Plüsch giebt dem Sammet sein eigenthümlichesAnsehn; und die auffallende Weichheit beim Anfühlen, welcheihn von allen andern Stoffen unterscheidet, würde schwer durchirgend einen verständlichen Ausdruck zu beschreiben sein, indemsie selbst zum Vergleich oder zur Bezeichnung gebraucht wird,um andere Körper zu beschreiben, die dem Blick oder dem Ge-fühl ähnlich erscheinen. Die weiche Oberfläche (Plüsch) wirdzwischen dem Aufzug und Einschlag auf folgende Weise einge-schoben.
Nachdem der Webstuhl wie zu glatten Zeugen eingerichtetist, wird ein andrer Satz (oder Reihe) von Fäden eingerichtet,um, gleich den Aufzugsfäden, in der Richtung der Länge zulaufen. Diese beiden Garnituren von Fäden werden dadurch ver-hindert, sich mit einander zu vermengen, daß die, welche den Plüschbilden sollen, diagonal durch den ganzen Raum, vom Brust-baume zum Ketlbaume, lausen. Ueber dem Kettbaume befindetsich eine andere Walze, und mit dieser sind die Fäden des Plüscheben so verbunden, wie die Aufzugsfädcn mit dem Äettbaum.Die Plüschfädcn werden von ihrer Walze, eben wie die Aufzugs-fäden von dem Kettbaum, durch ein Gewicht abgewunden. Eineunerläßliche Nothwendigkeit ist: daß die Aufzugsfädcn, und die,wovon der Plüsch sich bilden soll, ganz getrennt gehalten werden,was sehr einleuchtend ist, wenn man bedenkt, daß die zu einemStück Sammet gehörige Länge der Plüschfädcn weit größersein muß, als die, der zum Aufzug bestimmten. Zu jeder Yardfertigem Sammet sind 6 Yard Länge der Plüschfädcn erfor-derlich.
Fig. 34. Die Zeichnung stellt die Natur des Sammet-gewebes und die Art, wie die Fäden des Einschlags sich n»'tdem Plüsch verbinden, dar. Das Gewebe wird als aufgelöstgezeigt, damit die verschiedenen Theile desselben anschaulicherwerden. «a sind die Aufzugsfäden; die Punkte oder kleine»Kreise, welche sich in den Schlingen befinden, und die gewebtenTheile darstellen, sind Abtheilungen der Fäden, welche den Ein-schlag bilden, ü zeigt die Plüschfäden, die sich in einem Winkel