28
Systems. Macht man aber dieses den Forstwirthen im Allge-meinen zum Vorwurf, so ist das unrichtig. Das Bestrebeneines jeden Forstverwalters soll und darf kein anderes sein,als die höchste Holzproduction. Er mag immerhin in dieserRichtung einseitig vorgehen. Aber für die höher« Staatsforst-beamten würde diese Ansicht nicht gebilligt werden können. Siesind berufen die Mangel des Physiokratismus zu beseitigen unddie Wälder aus einem höhern Gesichtspunkte zu betrachten unddanach den Wirthschafte zu leiten.
8 - 8 .
Das Adam Smith'sche System.
Die Unrichtigkeit der beiden vorerwähnten Systeme liegtvorzüglich in deren Einseitigkeit; die Unhaltbarkeit ihrerHauptgrundsätze zog ihnen nicht nur vielfache Angriffe derNationalöconomen zu, sondern sie stellte sich auch bei derenpraktischen Ausführung heraus. Daher fand auch das Sy-stem des großen schottischen Gelehrten Adam Smith (geb.zu Kirkcaldy am 5. Juni 1723, gest. 1790) so vielen Bei-fall und bei der Wahrheit seiner Grundsätze hat es sich,wenn auch mit mannichfachen Abänderungen und Berichti-gungen bis jetzt im Wesentlichen herrschend erhalten. Mannennt es gewöhnlich nach seinem Urheber, oder auch das I n-dustriesystem, welches indessen, da Smith Landbau, Fa-brikthätigkeit und Handel als Quelle des Reichthums derNation darstellte, nicht richtig ist. Rau') gibt die Grund-gedanken des Systems in folgenden Sätzen, welche wol voll-ständig hier einen Platz verdienen, weil sie für die forstlichenVerhältnisse der Staaten in ihrer Mehrzahl entweder schonpraktische Geltung erlangt haben, oder sie doch allmälig er-langen müssen.