Buch 
Die Staatsforstwirthschaftslehre : ein Handbuch für Staats- und Forstwirthe / von Karl Heinrich Edmund von Berg
Entstehung
Seite
46
JPEG-Download
 

46

der Rinde etwa die Hälfte des Erlöses für dieselbe. Für diegewöhnliche Wirthschaft im Nadelholze mag folgende Verhält-nißzahl dienen, welche aus der Forstrechnung der königl. jach-fischen Grüllenburger Amtswaldung, über eine Waldfläche vonetwas über 20,000 Morgen entnommen ist. Im Jahre 1846,welches gewählt ist, weil die folgenden Jahre wegen Theuerungrc. ein richtiges Bild nicht gewähren, waren bei einer Brutto-Einnahme von 75155 Rthlr. folgende Ausgaben:

1881 Rthlr. für Culturen.

341 „ „ Entwässerungen.

003 „ „ Wegebauten.

8095 „ „ Holzschlägerlühnc.

789 „ „ Nebenkosten und

7249 „ „ Verwaltungskosten.

In Procenten der Gesammtausgabe stellen sich die einzel-nen Posten nach vorstehender Reihenfolge: 9,24.— 1,77 —4,68 — 42,08 — 4,09 — 37,64.

4) Bei dem Landtransport, selbst auf guten We-gen, ist eine Entfernung von 5 Meilen schon fast dasMaximum, was Brennholz ertragen kann. Bau- und Nutz-holz kann je nach der Kostbarkeit des Stückes und je nachdem größeren Werthe, welchen es im Verhältnisse zu seinemGewichte hat, weiter, selbst bis zu >0 Meilen auf der Areverfahren werden. Die Beantwortung der Frage, wie weitsich Holz mit Vortheil überhaupt transportiren läßt, richtet sichnach der Differenz zwischen dem Wald- und Marktpreise. DerTransport auf der Eisenbahn ist in den meisten Fällen nochzu kostbar. Am weitesten ist das Holz durch das Flößen zutransportiren. Die Hauplkosten erwachsen nämlich durch dasHeranschaffen an das Flößwasser, durch das Einwerfen, dasNachstößen und Ausziehen, und diese bleiben gleich, .wenn dasHolz auch einige Meilen weiter geflößt wird, so bezieht z. B.Leipzig zum Theil seinen Brennholzbedarf auf eine Entfernungvon über 40 Meilen; Berlin wohl 40 bis 50 Meilen, unddas Bauholz aus Polen oder Rußland, wie Holland einen