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hier nur um den Grundsatz handeln, die specielle Erwägungmuß dem jedesmaligen Falle vorbehalten bleiben. Die forst-lichen Schriftsteller haben sich fast alle mit diesem hochwichtigenGegenstand beschäftigt. Hartig, Cotta, Hundeshagen, Linz,v. Wedekind, v. Uslar u. m. sind nicht für den kurzen Umtrieb,Pfeil dagegen vertheidigt ihn in dem vorliegenden Falle. Rau,
1. c. S. 511. spricht sich gegen den kurzen Umtrieb aus, aberseine Gründe sind vorzugsweise aus der Ansicht entsprungen,als ob man dabei beabsichtige, auf ein Mal in sämmtlichenWäldern den Umtrieb zu verkürzen, wo dann die größere aufden Markt gebrachte Holzmasse nur die Holzpreise für eine Zeiterniedrigen würde, und die unproduktive Verzchrung des Holzeszunimmt. Daß dieses aber nicht die Absicht ist, folgt aus demFrühern. (Pfeil, krit. Blätter VIII. 2. Hft. S. >7t> und XXVII.
2. S. >35). — Man kann wol einwenden, daß es bei Staats-sorsten weniger als bei Privatwäldern darauf ankomme, daß dasBetriebscapital geringer sei, und daß es eher nutzbar gemachtwerde, allein es ist der Einwand deshalb nicht stichhaltig, weilallerdings der Staat das früher eingehende Capital zu nutzenvermag, z. B- durch Bezahlung von Schulden. Dann aberwird auch bei dem kurzen Umtriebe mehr Arbeitsgewinn ver-schafft, besonders durch den vermehrten Anbau. — Was dieMasse des Holzertrages anbelangt, so sind darüber die Ansich-ten getheilt. So wenig aber allgemeine für ganz Deutschlandz. B. geltende Erfahrungstafcln aufgestellt werden können,ebensowenig kann man darüber ein allgemeines Urtheil fällen.Es verdient indessen in staatswirthschaftlicher Hinsicht der Um-stand die vollste Beachtung, daß in den jungen Hochwaldsbe-ständen eine weit größere Erzeugung von Leseholz stattfindet,als in älteren, eine Holzmasse, welche zwar die Ertragstafelnnicht angeben, welche aber doch nothwendig §ur Berechnunggezogen werden muß.