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Die Staatsforstwirthschaftslehre : ein Handbuch für Staats- und Forstwirthe / von Karl Heinrich Edmund von Berg
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Elftes Capitel.

Erhaltung und zweckmäßige Vertheilungaller Forsten im Staate, in Beziehung aufdas physische Klima, die Sicherheit derBewohner, Fruchtbarkeit, Gesundheit undSchönheit des Landes.

§. 109 .

Das physische Klima.

Die Berechtigung der Forstwohlfahrtspolizei, diesenTheil des Einflusses der Wälder auf die Länder in denKreis ihrer Betrachtungen zu ziehen, ist ebenso wohl begrün-det, als die Einwirkung der Polizei auf die Gesundheits-pflege, oder ihre Sorge für Abwendung von Unglücksfällen.

Das Klima eines Landes wird außer der Lage, welchees auf der Erde einnimmt, auch von den Witterungsver-hältnissen bedingt, welche Folge der örtlichen Lage sind.Nächst Gebirgen mit ihren Einsenkungen und die, die Thä-ler durchströmenden Flüsse, nächst großen Wassermassen,haben die Waldungen nach ihrer Masse und ihrer Verthei-lung im Lande einen überwiegend großen Einfluß auf dasKlima. Alle Gewächse haben die Eigenschaft, die Feuch-tigkeit des Bodens durch ihre Decke zu erhalten, die Bäumeaber halten zugleich die vorübereilenden Wolken an undladen sie zur Entladung ihres feuchten Inhalts ein. DieEinwirkung des Waldes auf das Klima zeigt sich:

1. in Beziehung auf die Temperatur der Luft;

2. in dem Feuchtigkeitszustande der Erde, dem Wasser-stande der Flüsse, dem Versiegen der Quellen;