gen, für die Naturwissenschaften und die Mathematik auchfür das zweite Examen Männer zu wählen, welche keineforstliche Techniker sind, so sind darüber besondere Bestim-mungen erforderlich.
Die Frage, ob die mündlichen Prüfungen öffentlichsein sollen oder nicht, muß verneint werden. Einmalwürde das im Walde selbst nicht möglich sein oder dochdas Geschäft wesentlich hemmen, dann aber ist es offenbarfür die Candidatcn ein so beengendes Gefühl, daß dieängstlichen Gemüther darunter leiden und ihre zum Gut-antworten so nöthige Unbefangenheit verlieren. Da nunin der That ein Vortheil von dieser Oeffcntlichkeit nichtabzusehen ist, so erscheint es besser, sie nicht einzuführen.Höchstens ist sie bei der akademischen Abgangsprüfung zugestatten, weil dabei ein größeres Publicum das Interessehaben kann, die Methode des akademischen Lehrers kennenzu lernen, weil sich von der, bei der Prüfung befolg-ten, ein ziemlich richtiger Begriff von seiner Lehrmethodemachen läßt.
Bei der großen Wichtigkeit, welche der Ausspruch derPrüfungscommission hat, ist vor Allem von ihr die höchsteGewissenhaftigkeit und die strengste Unparteilichkeit zu for-dern. Zu dem Ende hat man bei dem schriftlichen Examendie Arbeiten unter sämmtliche Mitglieder der Prüfungs-commission in Umlauf zu setzen, und über jede ist vonJedem das schriftliche Urtheil zu fällen, woraus sodannnach Stimmenmehrheit der Schluß zu ziehen ist. Bei dermündlichen Prüfung haben sich die Mitglieder der Commis-sion am Schlüsse eines jeden Prüfungstages über ihrUrtheil zu Protokoll zu vereinigen.