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Naturhistorische Alpenreise : vorgelesen der Naturforschenden Gesellschaft in Solothurn / von ihrem Vorsteher Fr. Jos. Hugi
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172
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allen Fragen und Erkundigungen auszuweichen. Erentfernte sich von der Karavane; und wenn ich be-fahl, sich anzuschliessen, schlich er, nichts achtend,etwa einer Firnspalte nach, und schien zeigen zuwollen, dass er herzhaft sei. Wie wir endlich vomRothhornsattel nordwestlich hinabgestiegen, verlangteich bestimmte Auskunft, wo er vom Finsteraarhornherabgestiegen. Er zeigte mir rechts den herabhän-genden Firn, und das dort oben, sagte er, sei dasFinsteraarhorn. Ohne Notiz davon zu nehmen, zogich lachend von diesem südlichen Grate zu dem west-lichen empor. Ueber jenes Horn thürmte bald eineganze Reihe noch höherer sich auf, und wie wirendlich die Höhe erreicht, wollte er das Finsteraar-horn nicht mehr erstiegen haben. Hr. Mejer wardamals mit seinen 4 Gefährten um i Uhr auf demOberaarhornsattel. Von hier in 3 Stunden über denGrat, wo Horn über Horn sich aufthürmt, bis nachder höchsten Höhe wäre durchaus unmöglich, wennauch ein gangbarer Weg wäre (man sehe doch selbstdie Karte der Herren Mejer an!). Allein die EiStei-gung des Finsteraarhorns ist von dieser Seite fürmenschliche Wesen durchaus unmöglich. Als That-sache geht bei näherer Kenntniss hervor, dass jenerArnold mit den zwei Wallisern vom Oberaar- aufden Rothhorngrat gestiegen, die, bald vereint, nachdem Finsteraarhorn auslaufen. Sie erreichten einsder mittlern Hörner, stiegen westlich hinab, und dannempor zum Nachtlager, und erzählten die Ersteigungdes Finsteraarhorns. Uebrigens ist in jener Reise,von Zchohke geschrieben, manches sehr dunkel undmanches widersprechend. Zum Beispiel: der südlicheAbhang des Mönchs auf dem Lötschgletscher; dass