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Naturhistorische Alpenreise : vorgelesen der Naturforschenden Gesellschaft in Solothurn / von ihrem Vorsteher Fr. Jos. Hugi
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1. Jede Gebirgsbildung ist ursprünglich aus einem,flüssigen Medium in mehr horizontaler Schichtunghervorgegangen.

2 . Wir haben in unserm Alpengebirge nur zweiHauptreihen urspiinglicher Gebirgsglieder. Die einebesteht aus den Formationen des Gneises und Glim-mers, die andere aber aus jenen des Muschelkalkesund des Lias, dem stellenweise noch der Jurakalkfolgt.

3. Die erste Reihe, theils aus zarten, übereinan-der gelegten Blättchen, theils aus mehr kristallini-scher, doch schichtenweise geordneter Masse bestehend,mag, nach manchen Andeutungen zu schliessen, inihrer Bildung von Aussen nach Innen fortgeschrittensein. Die zweite Reihe hingegen, nicht kristallinisch,schritt, in ihrer Bildung mehr den Gesetzen der Schwereunterworfen, von Innen nach Aussen.

4- Beide Reihen, im Gange der Entwickelungeinander entgegengesetzt, scheinen, mehr, als manglaubt, eine gleichzeitige Bildung zu habenj denn inihrer Begrenzung verschmelzen sie nicht nur oft in-einander, sondern wechseln auch ihre Schichten.

5. Die erste Reihe, häufig wechselnd zwischenGneis und Glimmer, die ineinander übergehen, hatkeine bestimmte Grenzperiode, kein eigenes Ueber-gangsgebilde. Alles vielmehr deutet auf eine unddieselbe fortschreitende Entwickelung hin. Wechsel-weise mögen die Glimmerhlättchen, vielleicht auf demFlüssigen schwimmend, sich ausgeschieden, und demkristallinischen Gneise dann als Anhaltspunkte ge-dient haben. Die zweite Reihe hingegen, obwohl hieund da ihre Formationen zu wechseln scheinen, undoft bestimmt übereinander sich wiederholen, ist in