Band 
Erster Band.
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und heitersten Tage/ den wir auf der ganzen Reisegehabt haben. Die Schneebcrge standen überall indem sonnigsten Lichte/ und die Appenzeller schroffenSteinrücken mit Schneerippen/ der Alpstein ge-nannt/ und ihrem höchsten Schneegipsel/ dem Sän-tiS/ die mir an den vorigen Tagen furchtbare fin-stere Mauern geschienen/ sahen prächtig und anmu-thig aus. Der Weg^ geht meist zwischen Bergenaufwärts im Thale der Gitter/ über eine präch-tige lange Brücke/ womit die reich und mächtig ge-wordenen St. Galler eine tiefe Bergschlucht ausge-füllt haben.

In Herisau machte ich Mittag und ruhte. ESist ein freundliches Fabrik-Städtchen/ ähnlich St.Gallen/ aber kleiner und auf der Höhe/ hat einenAltrömischen Thurm mit einer der größten Glocken/die kürzlich aus einem Schwäbischen Kloster erkauft/über den Bodensee geschifft und mit 24 Pferden her-gefahren worden. Ich habe sie nicht gesehen/ abwohlich sonst gern einen Gang nach solchen Glocken thue/ihr Bildwerk zu schauen und ihre meist so bedeut-samen Inschriften zu lesen. Wie oft hörte ich densinn- und klangvollen Denkspruch läute«/ welchenmein Vater seliger auf eine neue Glocke unseres lie-ben Schmiedeberg hat gießen lassen:

In -Freud und Leid bin ich bereit.

In Noth und Tod bin ich der Bot!