Ich wollte das schöne Wetter nutzen, «nd schrittrnuthig vorwärts, durch die lieblichsten Thäler,mit dem erhabenen Hintergründe der Schneegebirge,welche schreckbar nahe erscheinen; bald über höhereBergrücken, wo die Schneeberge höher und ein-samer hervortreten. Ich ruhte überall, wo esmir gefiel, in dem üppigste» Grase, und labte michaus den vor jedem Hause sprudelnden Brunnen. Einesolche einsame Wanderung durch diese anmuthigen underhabenen Gegenden hat eine geheime innere Lust; sosehr man sich sonst nach Gesellschaft und Mit-genuß sehnt, so dünkt einem doch oft auch das Ge-spräch und Mittheilung über solche Anschaungeu, wo-i» man sich in Gesellschaft getrieben fühlt, zu rohund ungeschickt, und löscht oft den innersten Eindruckaus, der sich doch nicht aussprechen läßt, oderüöhrt ihn doch, kurz, bringt leicht eine gewisse Span-nung und Unruhe hervor. Es ist auch hier, wie mitdem Schatzgraben: es kann nur stillschweigend geschehen.
Der Berg von Liechtensteig, wo es in ein an-deres Thal übergeht, ward mir doch sehr sauer.Das Städtchen und der Gasthof war zwar einladend,doch wollte ich noch etwas weiter, und wandertedurch ein schönes Thal, in dessen Hintergrund eineNeue Reihe von Schneebergc» hervortrat, an einerim Felsen gehauenen Schmiede vorüber, bis in einstilles Dörfchen Wattewyl, wo mir Schcitlin den