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Einleitung,
Haltung darinn beobachtet ist. Die Harmonie ge-hört nur für ausgeführte Zusammensetzungen. Mankann kein klärers Beyspiel von derselben setzen, alswenn man den abgenutzten Abdruck einer von einemStümper aufgekrazten Platte mit einem guten altenDrucke eben dieser Platte vergleichet.
Das letzte Stück, worauf die Wirkung des Gan,zen beruht, ist eine geichickte Auscheilungdesstichts.Diese ist bey Kupferstichen insonderheit sehr wichtig.Die Harmonie des Kolorits ersetzt solche einiger-massen in einem Gemählde; aber die Kupferstichehaben diesen Vortheil nicht. Ist die Zeichnung,die Anordnung, und die Haltung gleich noch sovollkommen schön und richtig, und dieser wichtigeTheil fehlt, so erhalten wir, anstatt eines Ganzen,nur Stückwerk. Ja die Austheilung des Lichts thutso viel, daß man durch einen künstlichen Gebrauch,desselben so gar einer schlechten Anordnung eine gu-te Harmonie geben kann.
Die Hauptrcgel bey Austheilung des Lichts ist,grosse Massen davon anzubringen. Dieß erwecktdie Vorstellung des Ganzen. Bey einem grossenGegenstände fällt das Licht auf eine breite Fläche.
Wird