II. Abhandlung.
Erklärung und Beschreibung der Faschinen,verschiedener Flechrzeuge, Pfähle rc. Dannvon Stromreinigung, Uferbewallung undStromkörben.
»-) Maschinen bestehen aus Neißern von Laub-holz, oder Nadelholz, wo nur Tannen oder Fichtenvon leztern tauglich sind, da die Forren zu langeNadeln haben und bald brechen würden. Weidenfind am besten; auch Pappeln, Eschen, Lindenund Eichenaste sind hiezu dienlich. Jede FaschineWird meist dreymal gebunden, nemlich in der Mit-te und dann Z oder i Schuh weit vornen an jedemEnde; sie sind oft 10—12 Schuh lang, und eo—12Zoll, am Stürzende dick. Allzulange Faschinenmüssen aber zwenmal in der Mitte zu, also viermalgebunden werden. Die Z k-g. zeigte a eine kurze Fa-schine, so zweymal, und b so dreymal gebunden ist.Die Faschinen sind entweder Vorleg oder Bundfa-schinen; bey erster» ist gut, wenn die Seite so ge-gen die Gewalt des Wassers und Eises kommt, oderdavon abgespült wird, nicht von den Spizen vorngleich abgeschnitten wird, sondern wo solche wiebey b rechts zeigt, spitzig zu bleiben; die Gewalt desWassers kann ihnen so weniger schaden. Gewöhn-lich macht man solche, daß die Helfte der Spizender Weiden oder sonstigen Aeste untereinander aufeiner, und die Helfte von dicksten Ende zusammen
kommen.