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Ueber Uferbefestigungen, Reinigung und Durchstechungen der Flüsse; Wiederbewässerung, Gräbenziehung; Teichnutzung und Verbesserungen; Einebnung und Aushebung über Seen, Mühlenbau, und Misbräuche der Müller, als wichtige Theile der landwirthschaftlichen Wasserbaukunst für Gutsbesitzer, Beamte etc : mit einer Kupfertafel in zwey Abtheilungen und zwanzig Figuren / von Jak. Christi. Wilh. von Scheurl
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oder den andern ähnlichen Fallen, seine Weyherdurch gänzliche Einebnung, oder Aushebung, oderVerminderung beßer zu benutzen.

Vl. Abhandlung.

Von Teichbenutzung.

Der Boden unten, wo das Wasser in einemWeyherdamm ruht, heißt der Teichgrund oder dieSohle; ist an selben unten Erdreich durch dengroßen Wasserdruck herausgewühlt, so ist eseinGrundbruch. Die Seiten des Weyhers nenntman die Wiederlagen. Der Raum, wo in gehö-riger Tiefe, das Wasser zum Wachsthum, oderZucht der Fische sich befindet, wird der Leichraum;die Ebene aber, oben auf dem Weyherdamm, dieDammskappe genannt. Ein Damm muß höherals die höchste Wasserhöhe gemacht werden; auchbey sehr langen oder breiten Weyhern muß manauf die große Gewalt des Windstoßes und der beymöglichen starken Windstrich dadurch entstehendenWellen rechnen. Die Seite des Damms, wo derAbzug ist, wird theils innen vom Wasser wegge-spült, theils thun die Fische selbst solchen durch-wühlen, wie kiA. i2. zeigt, a ist der Damm, bdie Seite wo der Abfluß der Rinne ist, c die in-nere