Buch 
Ueber Uferbefestigungen, Reinigung und Durchstechungen der Flüsse; Wiederbewässerung, Gräbenziehung; Teichnutzung und Verbesserungen; Einebnung und Aushebung über Seen, Mühlenbau, und Misbräuche der Müller, als wichtige Theile der landwirthschaftlichen Wasserbaukunst für Gutsbesitzer, Beamte etc : mit einer Kupfertafel in zwey Abtheilungen und zwanzig Figuren / von Jak. Christi. Wilh. von Scheurl
Entstehung
Seite
22
JPEG-Download
 

wer Abfluß/ aber in ein schnelleres verwandeltwerden.

Derjenige Fluß ist aber der zweckmäßigste,wo die Stromrinne, oder das Beet, die Mittestets halt, die Neigung des Stroms also, mitdem Abhänge des Beetes, parallel, und auch dieGeschwindigkeit gleichförmig vertheilt ist.

Nur dann erst darf man, bey Durchstechung,die zu verlassende Strombahn mit Abweisern, undQueerzäunen verbauen, wenn die neue gemachteBahn eine solche Tiefe hat, unh ihre Ufer so be«festigt, und die Weiden und hingepflanzten jun-gen Erlen sich so bewachsen haben, daß ohne de-ren Beschädigungen, der Fluß allein durchstießenkann.

Ist also bald im trocknen Frühjahr (wegenAnpflanzung des Ufers ist dies die beste Zeit) dieDurchstechung geschehen; so ist es Vortheilhaft,erst im andern Frühjahr, nachdem man kein grosesSchneewasser mehr zu fürchten hat, die beschrie-bene

*) Ein» nöthige und nützliche Durchstechung bey demPegnitzstuß, aber nur die einnge in der Gegend, geschah ohngefähr vor >8 Jahren, bey Dooß,gegen Fürth , wo bey einer großen Krümmungund Wcgreißung, eine Fabrik nicht mehr die nö-thige Wasserstärke erhielt; das alte Flußbeet wur«de von einem Wiesenbesitzer iiemlich gut durcheinen sehr nahen Sandhügel eingeebnet, bey ei««ein andern liegt aber solches noch als Sumpf,und wird nur äußerst langsam durch Schlamm,der grosen Wasser, sehr wenig erhöht.