Arenga
63 Argentinische Republik
Arengr, Zuckerpalme, Arenga saceharifera,trt Cochiuchina und auf den Molukken wichsend. Ausdem Saft der Blütheukolben macht man sowohlZucker, als auch ein dem Wein ähnliches Getränke.Das Mark wird als Sagomehl benutzt; auch dieFrüchte werden gegessen.
Arenilla, s. Kupfersand.
Argandtsche Dochte, vermittelst einer Maschinegewebte hohle baumwollene Dochte zu den Argan-dischcn Lampen.
Argrndische Lampen, s. Lampen.
Patagonien. Bon den Flüssen im Innern, die sichin Landseen oder Sümpfen verlieren, sind derDulce, der Primero, Secunde, Quarto,Ouinto und der Desaguadero die bedeutend-sten. Viele stehende Gewässer und Sümpfe setzenSalz ab, auch stnd ganze Landflachen mit Salz durch-sind überzogen und selbst mehrere Flüsse haben sal-ziges Wasser. Das Klima ist in den nördlichenEbenen fast tropisch, in den Gebirgen, deren Gipfelmit ewigem Schnee bedeckt sind, kalter, und nachSüden zu nimmt auch in den Ebenen die Tempera-
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Argauöl, ein bitterlich schmeckendes Oel, das im tur ab, so daß unter 30" im Winter gewöhnlich einigesüdlichen Theile von Marokko aus den Früchten des ! Tage lang Schneegestöber und dünnes Eis eintretendaselbst in großer Menge wachsenden Arganbau- und das Klima an der südlichen Grenze dem von
mes, Llaeolenâron Argan, gewonnen und ebensowie das Olivenöl benutzt wird, das es bei den Ein-wohnern des Landes völlig ersetzt.
Argent auf Courszetteln, abgekürzt A., bedeutetGeld oder gesucht; s. Courszettel.
Argent àlamode, A. fin fumé, A. coloré,A. doré, A. verni, A. en lame, A. aplati, A.trait et applati, s. Silberlahn.
Argent de mosaique, s. Musivsilber.
Argent en coquille, s. Muschelsilber.
Argent filé, s. Silbergespinnst.
Argent haché, s. Weißkupfer.
Argent plaqué, s. Blattsilber.
Argent trait, s. Silberdraht.
Arg.ntan, s. Neusilber.
Argentin, s. Britanniametall.
Argentine croisée , ein halbseidener , einfar-biger sranzösischerZeug mit seidener Kette und baum-wollenem Einschlag.
Argentinische Republik, Bereinigte SchaatendesRiodelaPlata, Staatenbund in Süd-amerika, in 14 Staaten (Provinzcnl eingetheilt,dessen Gebiet westlich an Chili, nördlich an Bolivia,östlich an Paraguay, Brasilien, Uruguay und dasatlantische Meer, südlich an Patagonien grenzt, miteinem Umfang von 33,000 sZMeilen und l'f 2 Mil-lionen Eiuw. Das Land ist größtentheils, besondersim Westen und Rvrdwesten, gebirgig, hat aber imInnern große unbebaute, theils sandige und morastige,theils mit 10—l2 Fuß hohen Disteln, Gras undKlee bedeckte Ebenen, Pampas genannt. Diese sindvon mehreren Flüssen durchschnitten, die aber meist,wegen der ganz unmerklichen Abdachung des Landesdie Hauptströme und das Meer nicht erreichen kön-nen , sondern sich in Seen und Morästen verlierenund von denen auch mehrere im Sommer ganz aus-Der Hauptfluß, welcher die südliche undöstliche Grenze vonParaguay bildet, ist der P ar an a ;er nimmt zuerst den Paraguay auf, der das Landdieses Namens im Westen begrenzt und in den sichder Pilcomaiv und der Bermejo ergießen, dannden Salado und endlich den Uruguay, weicherdas Land von der gleichnamigen Republik und zumAhcil von Brasilien scheidet, und ergießt sich dannNamen Rio de la Plata mit einer bisda« ^breiten, meerbuseuahnlichen Mündung inLaufe ?.?^chs.Meer. Obgleich er in seinem oberenWasferkaN m § OTt> ist und viele Inseln, Klippen,bis 200 hat, kann er doch
werde» swn tt auswärts ohne Hinderniß befahrenkrà ZIs îa * nur -hngefähr bis 31° 12' fürfahrbar. WertergegenSüdenfließenderfei»rÄ, Uttb ber Diamantenfluß. nachCusu oder Regrv ge-st urs Meer, der letztere bildet die Grenze gegen
Deutschland ähnlich ist. In den südlichen Ebenenist die Lust sehr feucht aber dennoch nicht ungesund.In den weiten Pampas leben Millionen verwil-derter und zahmer Rinder und Pferde; erstere mehrim Süden, letztere im Norden des Laplata, welchevon den europäischen Thieren, die von den Spa-niern im 16. Jahrhunderte hierher gebracht wurden,abstammen. Auch die zahmen sind säst wild, ob-gleich sie Heerden bilden, die unter der Aufsichtvon Hirten, Gauchos genannt, stehen, welche,ebenfalls halb verwildert, in zerstreuten Erdhüttenin den Pampas wohnen. Man schlachtet sie mehrder Haut und des Fettes, als des Fleisches wegen;doch ist das letztere, gewöhnlich in Riemen geschnittenund an der Luft getrocknet, fast das einzige Nahrungs-mittel der Gauchos; die Knochen müssen ihnen dieStelle der Hausgeräthe ersetzen und das Fett ist inden baumlosen Ebenen oft ihr einziges Brenn-material. Die Kühe werden nur selten gemolken undButter ist in Buenos-Ayres eine sehr theure Waare.Dagegen liefern diese Heerden die Hauptausfuhr-artikei des Landes: Häute, Talg, Hörner, Roßhaareund Fleisch. Maulthiere, Schweine, Schafe undZiegen werden viel gehalten und von wilden Thierengibt es Jaguare, Kuguare, Stinkthiere, Chinchillas,Gürtelthiere, Ameisenfresser, Assen, Hirsche, Tapire,Tayassus, Erdeichhörnchen oder Biscachos, sehr bösewilde Hunde, Kaimans, Strauße, Geier und andereswildes Geflügel, viele Kröten, aber wenig Schlangen,dagegen giftige Spinnen und vieles andere quälendeUngeziefer; in den nördlichen Ebenen leben Gua-nacos, Lamas und Bieunnas und das Meer istreich an Fischen, Walisischen, Seeelephanten undSeelöwen; in den westlichen Gegenden wird vielBienenzucht getrieben, aber es gibt auch Bienen,weiche ^ betäubenden und giftigen Honig bereiten.Die nördliche Hälfte des Landes liefert die Produkteder heißen Zone: Baumwolle, Zuckerrohr, Maniok,Bataten, Agaven, Oliven und andere Südfrüchte,Kaffee und Indigo, doch wird keines dieser Gewächsein hinreichender Menge erbaut, um Ausfuhrartikelzu geben; ferner Paraguaythee, Kautschuk und inden großen Waldungen der Gebirge eine MengeBaumarten, welche nutzbare Hölzer, Färbe- undGärbestoffe, Gummi und andere Droguen liefern.In den Ebenen ist großer Holzmangel und besonderssüdlich vom Laplata gibt es keinen Baum und lecke»
ein Gebüsch. Die südlicheren Gegenden haben Ge-treide, besonders Weizen, Gerste und Mais, Reis,Taback, Gemüse, Hans und Flachs, »k«in den fruchtbaren Landstreckenbau nur sehr nachläßig betrieben. Im -Westen wirdziemlich viel Wein gebaut.
die nördlichen Gebirge etwas Gold und Plattn,mehr Silber, Kupfer und Blei, doch auch von diesen