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Erster Band.
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Baden.

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Baden.

reiches Lager mit einem alten, wahrscheinlich von denRömern herrührenden Bergwerke entdeckt wurde),Braunstein, Steinkohlen, Schwefel, Schwerspath,Marmor, Mühl-, Schleif- und Sandsteine, Thon,einige Edelsteine, und außerdem wird Salz, Alaunund Vitriol erzeugt. Die Einwohner beschäftigensich mit Ackerbau und Viehzucht, Wein-, Tabacks-Garten- und Bergbau und Fischerei. Die Industriehat im Allgemeinen große Fortschritte gemacht, wo-von die im Jahre 1861 stattgehabte Industrieaus-stellung in Karlsruhe ein glänzendes Zeugniß gab.Sie erstreckt sich auf Bearbeitung des Holzes zu Bau-holz und zu verschiedenen Geräthschaften, unterdenen besonders die hölzernen Wanduhren auf deniSchwarzwalde von Wichtigkeit sind, wo über 700Werkstätten jährlich gegen 120,oOO Uhren liefern,die fast in der ganzen Welt Absatz finden; auch dieStrohflechterei ist daselbst nicht unbedeutend; fernerbeschäftigt die Leinenwcberci viele Menschen, undaußerdem giebt es bedeutende Baumwollen- undFlachsspinnereien, Maschinenwebereien, Papier-,chemische, Tabacks-, Gold- und Silber-, Runkel-rübenzucker-, Maschinen-, Glasfabriken, Eisen-werke rc. Die wichtigsten Fabrikstädte sind Pforz-heim (besonders für Gold- und Silberwaaren undPapier), Mannheim und Lahr. Der Handel be-steht hauptsächlich in dem Vertriebe der Landes-erzeugnissc und im Transit und Spedition nach derSchweiz, Frankreich und den Niederlanden. Eisen-bahnen gehen von Heidelberg aus (in dessen Nähesich die Main-Neckarbahn anschließt), nach Biosbach(Odenwaldbahn), sodann die Hauptlinie von Mann-heim über Heidelberg, Bruchsal (allwo sich die wiirt-temb. Bahn anschließt), Durlach, Karlsruhe, Ra-statt, Freiburg bis Waldshut, mit Seitenbahnen vonDurlach nach Pforzheim und Mühlacker, von Oosnach Baden-Baden, von Appenweihcr nach Kehl,von Waldshut über Schafihausen nach Constanz rc.Die wichtigsten Städte sind: Karlsruhe, Mann-heim, Pforzheim (s.d.Art.)ferner: Heidelbergam Neckar, 16,300 Einw., Schiffsahrt, Fabriken vonTaback, Cigarren, Ultramarin, Firniß, Nudeln,Wagen, Feuerspritzen und Maschinenbestandtheiien,Schneid- u. Alkoholisirmühlen; Universität. Werth-heim am Main und an der Tauber, 4000 Einw.,Weinbau, Schiffsahrt und Spedition. Baden,7800 Einw., in einem Thäte des Schwarzwaldes,berühmter Badeort. Ettlingen, 5000 Einw.,Gesellschaft für Spinnerei und Weberei (Biber, Vel-vets, Plüsch, baumwollene Futterstofie), Papier-,Stärke- und a. Fabriken. Lahr, an der Schütter,7200 Einw., bedeutende Saffian- und Lcdergerbe-reien, wichtige Fabriken und Manufakturen vonSchnupftabak, Cigarren, Cickwrien, Essig, Seidcn-bändern, Leinwand-, Barchent-, Zwillich- und Jac-quardwestenstoffen, Handel in Hanf und Roßhaar.Offenbnrg, an der Kinzig, 5000 Einw., Spin-nerei und Weberei, Glas- und Tabakssäbrik rc.Wein- und Getreidebau. Emmendingcn, an derElz, 3000 Einw., eine mechanische Hanfspinnereiund Weberei, Papier-, Cartonage-, Kattun- undLeimfabrikcn. Freiburg (f. d.). L ö r r a ch, an derWiese, 4070 Einw., bedeutender Handel, Woll- undBanmwollspinnereicn, mechanische Weberei, wichtigeFabriken von Kattun, 2 Seidenbandsabriken, 1 Ca-sinetfabrik und 2 größere mechanische Werkstätten.Constanz (Kostnitz), am Bodensee, 8000 Einw.,Fabrikation von Seiden„Baumwollcnwaaren, Leder,Seife, Leim, Pianoforte, Papier und Tapeten, Koch-

L. Fort'? Ilniv.-dericon.

geschirr; Glockengießerei, Druckereien und Färbe-reien.

Rechnungsart und Zahlwerth. Man rechnetnach Gulden zu 60 Kreuzer, der Kreuzer noch inHalbe getheilt, in dem Zahlwerthe des 52Vs Gul-denfußes. (s. Baiern.) Vor dem Mai 1857 warder Zahlwerth der 24-/2 Guldcnfuß.

Münzen. 1) In Golde: Kronen und halbeKronen (nach dem Münzvertrag von 187)7) wieBaiern. Vor 1857 Dukaten aus Rheingold,145,2685 Stück aus dem Pfund sein, im Feingehaltevon 037 Vs Tausendtheilen; Fünf- und Zehnthaler-stücke oder einfache und doppelte Ludwigsd'or zu 500und 1000 Kreuzern, im Feingehalte von 902'/gTausendtheilen; von ersteren 48,8,4 Stück aus dasPfund fein Gold, von letzteren nach Verhältniß;Fünf- und Zehngnldenstücke, in demselben Feinge-halte wie dieLudwigsd'or, von ersteren 40,26,5 Stückaus das Pfund fein Gold; 10 Guldenstücke nach Ver-hältniß. 2) In Silber: wie Baiern, nur werdenkeine Silberstücke zu 1 Kreuzer geprägt. Von 1828bis 1831 prägte Baden auch Thaler zu 100 Kreuzer,im Feingehalte von 875 Tausendtheilen, 31,.,,, Stückauf das Pfund s. S.; V2 und y 4 Thaler nach Ver-hältniß. 3) In Kupfer: Stücke zu 1 und zu (/.,Kreuzer.

Papiergeld. 3 Millionen Gulden, in Kassen-scheinen zu 2,1.0 und 50 Gulden, die bei allen öffent-lichen Kassen zum Nominalwerthe angenommen wer-den. Einlösungskasse in Karlsruhe.

Course. Man richtet sich hauptsächlich nachFrankfurt a/M.

Wechsclrechtliches. Seit 1849 ist die allge-meine deutsche Wechselordnung in Kraft. Dem Ein-sührungsgesetz zufolge, hat die Hinterlegung derWechselsnmme (Art. 25, 40, 73 der d. W. O.) auf• den Grund einer vom zuständigen Gericht erfolgtenVerfügung oder einer von dem zuständigen Staats-schreiber aufgenommenen Hinterlegungsurkunde nachdem Gesetz von: 3. August 1837 zu geschehen.

Handelsrecht, s/Deutschland.

Staatspapiere und Anlehen. 1) Partial-obligationen »der Loose zu 50 Fl. der Anleihe von1840 von 5 Will. Fl., welche durch alljährliche, mitGewinnsten verbundene Ziehungen bis zum Jahre1865 getilgt werden sollen. Am 1. Febr. u. 1. Aug.werden eine gewisse Anzahl Serien von 100 Loosengezogen, welche jedenfalls Gewinne erhalten, und am1. L>ept. werden dann die auf die Serienloose fallen-den Gewinne gezogen. 2) Partialobligationen oderLoose ä 35 Fl. der Anleihe von 1845 von 14 Mill.Fl., von denen alle 3 Monate eine gewisse AnzahlSerien von 50 Loosen und 1 Monat später die dar-auf fallenden Gewinne gezogen werden, so daß dieAnleihe bis zum Jahre 1885 getilgt wird. 3) 3V2procentige Rentenfcheinc in Stücken von 500 Fl. und100 Fl. 4) 31/2 Procentige Eisenbahnanieihe von1842 in Obligationen ä 10ÜO, 500 und 100 Fl.,Zinsen an: 1. Jan. und 1. Juli. 5) 4^ Procentige,im Jahre 1862 in 4 procentige umgewanoelteAnleihen von 1851 und 1854 — 56 in Stückenzu 1000, 500 und 100 Fl. 6) 4procentige Anleihenvon 1859 und 1860 in Stücken zu 1000, 500 und100 Fl.

Maße und Gewichte. Längenmaß.1 Fuß ----- 10 Zoll ä 10 Linien h 10 Punkte= 0,3 franz. Meter; 1 Elle == 2 Fuß, = 0,6Meter; die Ruthe -- 10 Fuß; die Klafter --6 Fuß)

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