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Erster Band.
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Bahamaschwämme

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Baiern

2600 (gini».; Lrooked oder Miraporros,Gruppe, 1000 Einw., mit der Stadt Pittstown;E l a n a s, Gruppe; S a i f o §, Gruppe, 1300 Eiuw.,fruchtbar; Hogsties, unbewohnte Gruppe; Jna-gua oder Henagoa, Gruppe; Turks-Jnseln,Gruppe, 1200 Eiuw., viel Satz; Anguilla rc.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichtef. Westind ieit.

Bayamaschwämme, s. Badeschwämme.

Bahar, s. Baar.

Bahia oder San Salvador, Hauptstadt dergleichnamigen Provinz Brasiliens, auf einem 600Fuß hohen Berge, an der Allerheiligenbai, welchegroß genug ist, um alle Schiffe der Erde aufzuneh-men und einen vortrefflichen Hafen bildet, hat185,000 Eiuw., mit prächtigen Kirchen, Klöstern,öffentlichen Gebäuden, Pallästen rc. besonders inder oberen Stadt; dagegen ist die untere Stadt, einschmaler Streifen längs des Meeres, aber dereigentliche Sitz des Verkehrs, eng und häßlich. DieStadt hat viele Schulen und mehrere Wohlthätigkeits-anstalten, Universität, Börse, Seezeughaus, Münze,Bauinwollweberei, Glasfabriken, Zuckerrasfinerien,Rumbrennereien, einige Seifenfabriken uild Spinne-reien. Bedeutend ist die Fabrikindustrie nicht; am wich-tigsten ist eine Schnupftabakssabrik. Aeußerst wichtigund lebhaft aber ist der Seehandel, besonders mitZucker, Baumwolle, Tabak, Farbeholz, Kaffee,Rindshäuten, Metallen, Diamanten rc; sie ist über-haupt der wichtigste Handelsplatz nicht allein Brasi-liens, sondern von ganz Südamerika. In demFinanzjahre 1861—62 belief sich der Werth derGesammt-Einfnhr in Bahia aus 17,385,100Mittels oder zum Course von 26 Pcnce berechnetauf 1,883,385 Pfd. Sterlg. Während des Finanz-jahres 18ti0—61 wurde für 14,042,992 Mittelsoder für 1.521,324 Pfd. Sterlg. importirt. Vom1. Oktober 1861 bis 30. September 1862 wurdennach dem Kanal, England, Holland, Bremen, Ham-burg, Schweden, Spanien, Portugal, Frankreich,Gibraltar, Genua, Trieft; ferner nach Nordamerika,Rio de la Plata und Afrika im Ganzen exportirt:

56,737 Tons Zucker;

93,585 Ballen Tabak;

6,286 „ Baumwolle;

60,219 „ Kaffee;

11,352 Sack Cacao;

10,904 Pipcn Rum;

119,020 Stück Häute.

Die Gesammtzahl der im Jahre 1862 eingekom-menen fremden Schiffe beträgt 402 mit 113,810Tons und es gehörten die meisten Großbritauien,Portugal, der nordamerikanischen Union, Kränk-lich, Bremen, Spanien, Dänemark, Schweden,Hamburg und Holland an.

Wechselcourse. Man notirt in der Regel nurAnise auf London, Hamburg und Paris wie inRio de Janeiro. Der erstere versteht sich in PenceSterling für 1 Mittels, der letztere in Reis für 1Franken und derjenige aus Hamburg in Reis für* Bankomark.

Banken. Es gibt hier eine Zettelbank, derenRoten das hauptsächlichste Circulationsmittel sind,aber gewöhnlich bedeutend unter ihrem Nominal-lverthe stehen und selbst noch mehr verlieren, als dieder Bank von Rio-Janeiro.

. Pfl atz geb rauche. Die Waarenpreise werdenur Papiergeld notirt, die des Zuckers pr. Aroba.Die Zuckersorten werden folgendermaßen bezeichnet:

B., branco oder weiß; B. E., braneo redondo, Mit-telweiß; B. B., branco batido, ordiuair weiß; M.,mo3covado, braun; M, M., moscovado macho, seinbraun; M. B., moscovado redondo, Mittel braun;M. B., moscovado batido, ordinair braun. Landes-

Prvdukte kauft man gegen baar. — Commissionaus Verkäufe 5%, auf Einkäufe 2-/z %. Delcre-dere 27s bis 4%. Courtage V 2 %, auf Kaffeein der Regel keine. — Tara rechnet man gewöhn-lich die wirkliche; bei Baumwolle 3 Pfd. pr. Ballen;bei Tabak in großen Rollen 20 Pfd., in kleinenRollen 8 Pfd.

Münzen, Maße und Gewichte s. Bra-silien.

Bahn, ein Feldmaß auf der Insel Java.

Bai, Beh, ein kleines Gewicht in Birma.

Baiern, Bayern, deutsches Königreich von1387 n> Meilen, (am 3. December 1861) mit4.690,000 Einw., besteht aus zwei Theilen: demHauptlande, welches nördlich an das KönigreichSachsen, die sächsischen Herzogthümer, das Fürsten-thum Reuß und Kurhessen, östlich und südlich anOesterreich und westlich an Württemberg, Baden unddas Großherzogthum Hessen grenzt, und demRheinkreise, Rheinbaiern oder der Rhein-pfalz, die im Süden von Frankreich, im Nord-westen von Preußen, im Nordosten vom Großher-zogthum Hessen eingeschlossen ist und gegen Ostendurch den Rhein von Baden getrennt wird. DasLand ist größtentheils gebirgig; im südlichen Theilegehört ein Theil der tyroler und salzburger Alpen,im nördlichen des Böhmer- utid Thüringerwaldesund des Rhöngebirges, sowie der Spessart undSteigerwald dazu; die Rheinpfalz enthält einengroßen Theil der Vogesen. In den südlichen Alpenliegen bedeutende Landseen, namentlich der Ammer-,Würni-, Chiem- und Königssee, sowie mehrere klei-nere Gebirgsseen; auch stößt eilte kleine Strecke desLandes an den Bodensee. Von den Alpen bis zurDonau besteht das Land meist aus großen Ebenen,von denen ein großer Theil Moore (Moose) sind.Mehr als der 4. Theil des Bodens ist mit Waldbedeckt und 7>o ganz unangebaut, namentlich liegenzwischen Donau und Main große, schlecht bewässerteSaudflächen. Doch gibt es, besonders in den Donau-nnd unteren Maingegendcn, sowie in der Rheinpfalzviel fruchtbares Land und die Thäler dieser Haupt-flüsse erfreuen sich eines milden Klima's, währenddieses auf den Gebirgen rauh ist und die Hochalpensogar mit ewigem Schnee bedeckt sind. — Die zahl-reichen Flüsse Baierns gehören zu den Gebieten derDonau und des Rheins, nur im Norden entspringenauf dem Fichtelgebirge die Eger und die sächsischeSaale, nebst mehreren Nebenflüssen, welche der Elbezufließen. Der Hauptfluß, die Donau, welchedurch das ganze Land schiffbar ist, nimmt von Südenher die Jller (Grenze gegen Württemberg), den Lech,die Jsar und den Jnn (mit der Salzach die Grenzegegen Oesterreich bildend) auf, welche sämmtlichschiffbar sind, von Norden her die Altmühl, Raabund den Regen. Der auf dem Fichtelgebirge ent-springende Main gehört bis auf 10 Meilen vonseiner Mündung dem Lande ausschließlich an; seineNebenflüsse sind nördlich die Jtz, Rodach und diefränkische Saale, südlich die Regnitz und die nur aufeinige Meilen von ihrer Quelle an dem Lande ge-hörende Tauber. Die Rheinpfalz hat außer demRhein nur die kleinen Fliisse Lauter, Queich, Nahe,Glan, Blies rc. Den Main und die Donau ver-