Batavia
Batzen
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Geschäfte betrieben. Der Handel ist theils in denHänden der „Niederländischen Handels-gesellschaft" theils in denen von Privatkaufleu-ten. Die Hauptgegenstände der Ausfuhr sind:Reis, Kafsee, Zucker, Arak, Gummi, Damar,Gummi elasticum, Benzoe, Haute, Büffelhörner,Stuhlrvhr, Sapanholz, Pfeffer, Zinn, Guttapercha,Muskatnüsse und Macisblüthe: die der Einsuhr:baumwollene, leinene und wollene Manufakturwaa-ren, Wein, Metallwaaren, Kleidungsstücke Mund-borräthe rc.
We chselco urse. Niederlande (Amsterdam undRotterdam), 6 Monate dato 102°/« m o. w.,d. i. 102 Gulden hier für 100 Gulden Wechselbelauf.
England (London), 6 Monate nach Sicht, 11 Gul-den 4t) Cents m. o. w. für 1 Pfd, Sterl.
China und Singapore 2 Gulden 65 Cents m. o.w, für 1 Compagnie-Rupie.
Calcutta, 2 Monate u. S. 1 Gulden 24 Centsm. o. w. für 1 Compagnie-Rupie.
Platzgebräuche. Gewichtswaarenwerdenmei-stens pr. Pikol; Thee, Zimmt, Nelken und Tabakpr. Troy-Psund verkauft. Die Verkäufe von Waa-ren aus Europa geschehen in der Regel auf 3,4, 5,6 und 9 Monate Kredit, indem der Käufer eineneigenen Wechsel an Ordre ausstellt. — Tara. Beiden Erzeugnissen des Inlandes wird die Netto- oderwirkliche Tara, bei Zucker 45 Pfund pr. Korb oderKanaster angenommen.
Bank. Die Bank von Java, deren HauptsitzBatavia ist, wurde im Jahre 1829, mit einem Ka-pital von 2 Millionen Gulden errichtet und befindetsich fortwährend in einem ungemein blühenden Zu-stand. Sie ist hauptsächlich Disconto - und Zettel-bank und ihre Noten (Billets- lauten über 25, 50,100, 200,300, 500 und 1000, deren Maximum derGeneralgouverneur von Java von Zeit zu Zeit fest-setzt. Zweigbanken sind in Samarang und Su-rabaya.
Handelsanstalten. Faktorei der nieder-ländischen Handelsgesellschaft, eine Schraubendampf-schifsfahrtsgesellschast zur Verbindung von Java,Sumatra, Celebes,Bvrneo und den Molukten; Ver-sicherungsgesellschaften rc.
Rechnung, Münzen, Maße und Ge-wichtes. Java.
Batavia, ein früher gebräuchlicher, leinwandartiggewebter Zeug, theils ganz von Wolle oder ganz vonSeide, theils von Beiden: gemischt, meist glatt, zu-weilen jedoch auch gestreift und mit eingewebtenBlumen.
Batavischgrün oder Friesischgrün, eine demBraunschweigergrün ähnliche, aus Kupfervitriolund Ammoniak bereitete Farbe.
Bathcoathings, eine Art englischer kurzhaari-ger Tüfiel, der besonders nach Amerika geht.
Bathengel, s. G a m a n d e r.
Bathymeter, Tiefenmesser zur Ergründung derMeerestiefen gebrauchte, verschieden eingerichtete In-strumente. Das gewöhnliche ist das Senkblei. DieSchnur ist in Klafter eingetheilt. Es gibt auchsolche, welche das Meerwasser oder Boden vomGrunde des Meeres heraufholen.
Batist, oder Battist, das feinste leinene Ge-webe, das aus dem feinsten, ganz gleichen, nur mitder Hand gesponnenen Flachsgarn gewebt ist. Mauverwendet dazu den besten Flachs, der mit der größ-ten Sorgfalt zubereitet und mit einer besonderen Ge-schicklichkeit gesponnen wird. Das Vaterland der
Batistweberei sind die Städte Valenciennes undCambray im französischen Norddepartement, odereigentlich die zwischen diesen beiden Städten liegen-den Dörfer der Kantone Selesmes und Garniöres;doch hat die dortige Fabrikation, welche früher jähr-lich 100,000 Stück lieferte, in der neuesten Zeit fastganz aufgehört, weil sich die dortigen Weber fast all-gemein auf die einträglichere-Wollenweberei und na-mentlich auf die Merinofabrikation gelegt haben.Die Feinheit der französischen Batiste wird nach derAnzahl der Gänge (oomptos) von 200 Kettenfädenbestimult; die feinsten Sorten haben 30, die gering-sten 20 Gänge. Nach der Art des Gewebes unter-scheidet man drei Gattungen: Batistes elaires, dielockersten, demi elaires, fester geschlagen, und hollan-dees, besonders dicht und kernig gewebt, mit fest an-liegenden Fäden. Meist sind sie glatt, zuweilen jedochauch gestreift und gemustert. Die Breite ist in derRegel % Stab, doch hat man sie auch, namentlichdie klaren, zu % und y 4 Stab breit. Die Stückesind 12 Stab, einige Sorten auch 14 Stab lang;der Weber verfertigt sie jedoch 12y 2 bis 15 Stablang und der Kausmauu schneidet das Ueberflüssigeab. Diese Coupons werden, wem: sie wenigstens1 Stab lang sind, einzeln verkauft; die kürzeren nähtman zusammen und verkauft sie nach der Elle. DieStücke werden entweder viereckig oder lang zusam-mengelegt, in blaues, gelbes oder schieferschwarzesPapier geschlagen und mit Bindfaden gebunden; diehalben Stücke bekonnnen einen besonderen Umschlagund werden dann zu 2 nnd 2 zusammengepackt; 25Stücke sind ein Sortiment. Außer in Cambrayuud Valenciennes werden auch noch in andere::Städten undOrtschaften des nördlichen Frankreichs,namentlich in St. Quentin, Troyes, Noyvn, Pe-ronne, Bapaume, Vervins, Sitte rc. Batiste gewebt.Auch in allen Gegenden Deutschlands, welche feineLeinen verfertigen, wie Schlesien, die Oberlausitz,Böhmen, Oesterreich, Westphalen, sowie auch in Jr-, land, werden ähnliche Gewebe unter dem Namen! B a t: st oder B a t i st leinen fabrizirt, und beson-i ders die Bieleselder aus feinem Handgespiunst gebenden französischen nur wenig nach. — Die feinen' dichten Baumwollenmusseliue werden ebenfalls häu-fig Batist genannt und sie haben sogar den: Gebrauchdes ächten Leinenbatists vielen Abbruch gethan, weilsie wegen der vollkornmeuen Gleichheit und der gro-ßen Feinheit des Fadens ein schöneres Ansehen ha-ben, und dabei bedeutend wohlfeiler, wenn auch vielweniger dauerhaft sind.
Batiste a livret oder Batiste unie wird inFrankreich zuweilen die schlesische Schleierleinwandgenannt.
Batkstmusselin, s Cambric.
Batman, 1) ein Handelsgewicht und Feldmaß inPersien; 2) ein größeres morgenländisches, haupt-sächlich in der Türkei, in Buchara und Khiw üblichesHandelsgewicht,-das in Ostindien und auch ander-wärts Mahnd (Maund) oder Man geheißen wird.
Batnas nennt man eine Gattnug der in Ober-österreich verfertigten dreifarbigen Kattune.
Batten, s. Bast er s.
Battist, s. Batist. , . c •
Batzen, eine in der Schweiz und früher auch :::Süddeutschland gebräuchliche Münze, me aber :nDeutschland nur wenig geprägt worden :st; sie w:rddaselbstzul Kreuzer, 15 Batzen-- IGulden, gerechnetund wird im kleinen Verkehr h:er und da noch jetzthäufig genannt. In der Schwer; hatte sie in den