Boublins
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Bourbon
nächster Umgebung eine Bamnwoll- und Filosellfpin-nerei, eine Decken-, und eine Steingutfabrik, einigeSeidenfilanden, Färberei, Gerberei, und Fell - undHolzhandel von Bedeutung; eine Eisenbahn gehtvon hier über Trient nach Verona, eine zweite vonhier über den Brenner zum Anschlüsse an die süd-deutschen Bahnen ist in Angriff genommen. In Be-zog auf den Handel ist sie die wichtigste StadtTirols, denn sie ist ein Stapelplatz des HandelsZwischen Deutschland und Italien. Es werden hierjährlich 4 Messen gehalten, zu Oculi, Frohnleichnam,Maria-Geburt und Andreas, von denen jede 15Tage dauert, und die hauptsächlich für den Handelmit Manufakturwaaren von Bedeutung sind; ferner4 Biehmärkte, und wöchentlich ein Getreidemarkt,wodurch der Handel mit Italien vermittelt wird.
Geldwährnng, Maße und Gewichte s.Oesterreich <Tirol).
Boublins, s. Bublins.
Boucaffin nennt man in Frankreich ordinairenbaumwollenen Futterbarchent.
Boucassine wird in Frankreich eine Art gefärbterSteisleinwand genannt.
Boucaud nennt man ein großes, bauchiges Faßzu Kaffee (von dem es ca. 1200 Psd. enthält), Zucker,Gewürznelken rc.
Beuche heißt ein feiner, glatter, ungefärbterWollenzeug, der im südlichen Frankreich verfertigtwird und besonders nach Spanien und Italien zuHemden für manche Klostergeistlichen geht.
Beuche oder Bouchon, ein seines englischesKammwollengarn, das in kleine Zäpfchen gedreht ist,welche in runde Bündel gebunden sind.
Boudot heißt eine Sorte Burgunderwein ausdem französischen Departement Cöte d' o r, der erstnach 2—3 Jahren trinkbar wird. l
Boudryweine sind gute rothe und weiße Weine ■aus der Gegend des gleichnainigen Städtchens im jSchweizerkantou Neufchatel, von denen besonders dierothen aus den Gemeinden Cortaillod und Faverge!den guten Oberburgunderweiuen an Güte gleich-kommen. Die weißen sind zwar weniger geschätztals die rothen, haben aber ebenfalls einen angeneh-men Geschmack.
Bougrams oder Bong ran heißt eine grobe,locker gewebte Steisleinwand aus Hanfgarn und mitGummi oder Leim überzogen, die ursprünglich inFrankreich, aber auch in England und Deutschlandan mehreren Orten verfertigt wird.
Bouillon, s. K a n t i l l en.
Bouillon heißt in Frankreich ein jordiuairerEtamin, der als Beuteltuch benutzt wird.
Bouillon, s. T a f e l b o u i l l o n. ;
Boulange de Campos, eine Art französischer^Serge, die besonders im Departement der beidenSevres verfertigt und auch Cariso und Tire-taine genannt wird.
Bouloires nennt man in Frankreich verschiedene!rohe, theils flächscne, theils hänfene Leinen, die inund umjdie gleichnamige Stadt im Departement derSarthe gewebt werden. Sie gehen meist über Angersund Nantes nach den Colonien.
Boulogne, Boulogne snr mer, alte aberiehr schöne, befestigte Seestadt im französischen De-partement Pas de Calais, an der Mündung derLiane in den Kanal, durch Eisenbahnen mit Amiensund Calais verbunden, mit einem für die größtenHandelsschiffe zugänglichen, durch die regelmäßigenDampfschifsfahrts- und Paketbootsverbindungen mit
England und durch die zahlreichen Schiffsansrnstnn-gen zum Fischfang (hauptsächlich Herings-, Mak-relen- und Stockfischfang) stets sehr belebten Hasenund 36,500 Einw. Im Jahre 1861 sind im Ganzen850, und 1860: 643 Schisie von 69,836 Tonnen,1859: 642 Schiffe von 67,789 Tonnen eingelaufen;davon waren 1861: 580 englische, 108 französische,42 norwegische, 12 verschiedene handelsthätig inLadung, die übrigen theils handelsunthätig und tbeilsin Ballast. Unter den verschiedenen Einfuhr-waaren behaupten englische Kohlen und Holz ausdem Norden fortan den ersten Rang; außerdeniwerden importirt: Getreide, englischer Schiefer,Flachs, Hanf, Wein, Branntwein, Zucker, Kaffeeu.s.w. — Ausfuhrartikel sind: Guß-und Glas-waaren, Erzeugnisse des Ackerbaues, Kalk, Steine,Cement, leinene und baumwollene Gewebe, PariserArtikel, Eisen, Wein, Spirituosen rc. Die Heriugs-fischerei in der Zeit vom Juli 1860 bis März1861 lieferte einen Werth von 2,586,140 Frs.— Boulogne hat eine Handelskammer und einHandelstribunal, eine Navigationsschule, Schifss-werfte, Seebäder und seine Industrie befindet sichin einem blühenden Zustande, namentlich die Flachs-spinnereien und Stahlsederfabriken. Ferner besitztes Fabriken für Segeltuch, Tauwerk, Töpfer- undFayencewaaren, Oel, Feilen, Glas^, Bouteillen,hydraulischen Kalk rc., Bortenwirkerei, Schmelzereien,Salzraffinerien, Bierbrauereien, Gerbereien, Dampf-sägemühlen und liefert Kunsttischlerarbeiten. — Am5. August und 11. November beginnen 15 Tagedauernde Messen.
Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,s. Frankreich.
Boulvardses, Toiles bonlvardses, werdenin Frankreich überhaupt die nur halbgebleichten undhalb zugerichteten Leinen genannt.
Bouquct, f. Blume.
Bourbon, während der ersten französischen Re-volution Jlede la Röunion und von1809—1814Jle Bonaparte genannt, ist die größte und süd-lichste deck im indischen Meere östlich von Madagascarliegenden Mascareneninseln. Seit der Februar-revolution von 1848 hat man ihr den Namen wie-dergegeben, den sie während der ersten Revolutionführte, und es steht dahin, ob und wie lange sie ihnbehalten wird. Sie ist 42 Meilen groß, bestehtdurchgängig aus hohen Gebirgen (bis über 9000 Fuß),unter denen sich mehrere erloichene und auch noch einthätiger Vulkan befinden, und im Innern ist sie mitWäldern bedeckt. In den Thälern und niederen Ge-genden herrscht üppige Fruchtbarkeit, doch ist die Inselnur an der Küste aus eine gewisse Strecke weit ange-baut und liefert zahlreiche Produkte der heißen Zone.Die Einwohner, 167,000 an der Zahl, leben meistan der Küste zerstreut, die in Quartiere getheilt ist,und erzeugen besonders Zucker, Kaffee, Gewürznelken;außerdem Reis, Tabak, Mais, Getreide, Manioc,Cacao, Indigo, Zimmt, Muskatnüsse, Südfrüchte,Kampher rc. Das Thierreich liefert mehrere Haus-thiere, Papageien, Schildkröten, Korallen, Fische,Ambra rc.; Schlachtvieh wird jedoch aus Madagas-car bezogen. Die Insel ist ganz von Klippen umge-ben und leidet viel durch heftige Stürme; sie hat kei-nen einzigen Hafen, aber mehrere ziemlich gute Rhe-den. Die bedeutendste Stadt ist Saint-T>enrs auder Nordküste, mit 12,000 Einw. und einer Mede;außerdem St. Paul im Süden, mit 10,600 Emw.Der Handel mit den Erzeugnisien der Insel, beson-