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Erster Band.
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Brasilien

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Brasilien

Paraguay), Goya; (östlich von voriger) und77 na .£ Geraes (östlich von Goyaz).— Die wich-tigsten Städte des Landes sind folgende: RioJa-neiro (f. b.), Hauptstadt des ganzen Landes.Ferner: Para oberhalb der Mündung des GranPara, 32,000 ©int»., Arsenal, Schiffswerft-, vor-treffliches Schiffbauholz, bedeutender Handel undAusfuhr von Gewürzen, Tabak, Zucker, Baumwolle,Gummi elasticum rc. San Luis auf einer kleinenKüsteninsel gl. N., 28,000 Einw., Hafen, lebhafterHandel. Aleantar a an der Küste, der Insel Ma-ranhao gegenüber, 8000 Cinw., Plantagenbau, See-falzbereitung, Fort, Hasen. Aracati, 26,000Einw., Hasen. Ceara an der Mündung desFlusses gl. Si. 15,000 Einw., Hafen. Natal amRio Grande do Norte, 19,000 Einw., Fort, Hafen.P arahiba an der Mündung des gleichn. Flusses,16,000 Einw., Hafen. Pernambuco oder Re-dise (s. d.). Dos Alagoas, 15,000 Einw.,Hafen. Porto Calvo, 6 O 0 O Einw., Hafen, Han-del mit Blau- und Brasilienholz. Sergipe delRey, 20,000 Einw., Hafenstadt mit einigen Fa-briken. Caxoeira am schiffbaren Paraguassu,16,000 Einw., blühender Plantagenbau und lebhaf-ter Handel. Bahia oder San Salvador (s. d.).Vittoria, 10,000 Einw., Hafen. San Jozedo Porto Alegre au der Mündung des Mucuriins Meer, 12,000 Einw., lebhafter Küstenhandel.Porto Alegre unweit der Lagune de los Patosam Jacuhy, 16,000 Einw., lebhafte Handelsstadt.San Francisco de Paula, neu gegründeteStadt, unweit des Patos-Sees, die im raschen Auf-blühen begriffen ist; Bereitung des gedörrten Rind-fleisches (Charque), wovon jährlich über 20 Mill.Pfund ausgeführt werden. San Paulo, 25,000Einw., Mittelpunkt der brasilianischen Bergwerke,wichtige Goldgruben, Woll- und Baumwollweberei,k. Gewehrfabnk, Handel. Der Seehafen von SauPaulo ist S autos, am Meere, 7000 Einw., Reis-ausfuhr. San Francisco, Hafen, wichtigerHandel mit Schiffsbauholz. Jguape, Hafenstadt,7000 Einw., Reisausfuhr. Desterro, Hafenstadttust 8000 Einw., Wallfischfang, Töpfereien, Gerbe-reien, Baumwollweberei. San Pedro doSul,erster Seehandelsplatz der Provinz gl. N., unweitder Mündung des gleichn. Stromes in das atlan-tische Meer, aus 2 Städten bestehend, 7000 Einw.Villa Bella am Guapore, 10,000 Einw,, ohnedie Sklaven, in der Nahe Goldgruben und Gvid-tväschereien. Villa Impériale del OiroPreto sd. h. kaiserliche Stadt vom schwarzen Goldeisonst Villa Rica genannt, 9000 Einw. TejucoFlusse Sau Antonio, 6000 Einw., Sitz desGeneralintendanten der Diamantenwäschen in derGomarca von Serro do Frio, die jetzt in Privat-handel! sind; von 1772 bis 1818 wurden in diesemDistrict für 44 Mill. Thlr. Diamanten gewonnen;die reichsten Diamantenflüsse sind der JequetinhonhaUnd der Pardo. — In einiger Entfernung von derAllste liegen die Inseln: Sau Fernando doRoronha, 40 Meilen nordöstlich von Cap SauRoque, wird besonders als Straf- und Verban-uungsort gebraucht, und Trinidade, 150 Meilendon der Küste, mit nur wenigen Einwohnern.

Rechnung und Zahlwerth. Die hiesigeGeld Währung ist die portugiesische, deren Einheitdir Rek oder Rea ist, der aber einen viel geringerenàth a(z à Portugal hat. Eine Million Reis oder1000 Mittels nennt man wie in Portugal ein Conto

oder Conto de Reis. Beim Schreiben deutet mandie Milrels durch das zwischen die Ziffern gesetzteZeichen $ oder |] und die Contos durch ein: an,und es bedeutet daher z. B. 8 : 7236 $ 600 Reis8 Contos 7236 Milrels 600 Reis. Der Milrelwird auch Peso oder Piaster genannt. Der Werthdes Rel ist sehr schwer zu bestimmen, da das Hanpt-circulationsmittel des Landes Papiergeld und dessenWerth beständigen Schwankungen unterworfen ist.Gesetzlich steht letzteres mit der im Jahre 1849 ein-geführten Goldvaluta gleich. Als Werthmesser fürdas Gold dient der Cours auf London, 27 Pence =1 Milrels, eine Gleichstellung, die man als dasPari zwischen der brasil. und der engt. Währunganzusehen pflegt. Da auf die brasilische Markrauhes Gold 256 und auf die deutsche Vereinsmark284% Milrels gehen, so hat der brasil. Milrelseinen Werth von:

22 Sgr. 7 Pfg. in Preußen.

1 Gulden 13 Nkr. in Oesterreich.

1 Gulden 19 Kr. im 52%Guldenfuß.

2 Franken 79 Centimen.

50 Grot in Bremen.

Münzen. 1) In Golde. Seit 1849: Stückezu 20 Milrels, 5 Oitavas — 17, 030 Gramm schwerund «/>- oder 916% Tausendtheile fein; Feingewicht16,4sss Gramm; Werth l^ss deutsche Kronen.Stücke zu 10 Milrels nach Verhältniß. AeltereMünzen seit ,1833: Stücke zu 16 Milrels, ganz inden gegenwärtigen Ausprägungsverhältnissen. Bis1833: Doppelte, ganze und halbe Dobras oder Jo-hannes (Joäos), wovon die einfachen ursprünglich6400 Reis galten, aber durch das Gesetz vom 11.Septbr. 1846 auf den Werth von 16,000 Rels oder16 Milrels erhöht wurden. — 2> In Silbe r. Seit1849: Stücke zu 1 Milrels, 12% Gramm schwerund "% oder 916% Tausendtheile fein; Feinge-wicht 11,6875 Gramm; Werth 21 Sgr. %Pf. preuß.— 1 Fl. 5,2 Nkr. im 45 Guldensuß ---- 1 Fl.13% Kr. im 52% Guldenfuß. Stücke zu 2 Mil-rels und zu % Milrels oder 500 Rels nach Ver-hältniß. Aeltere Münzen seit 1846: Patacaos zu1920 Rels, 26,8945 Gramm schwer, 916% Tausend-theile sein: Feingewicht 24,65» Gramm; Werth1 Thlr. 14 Sgr. 4% Pfg. preuß. = 2 Fl. 21,g Nkr.im 45 Guldensuß = 2 Fl. 35 , 3 Kr. im 52% Gulden-fuß; doppelte, einfache, halbe und % Patacas zu1280, 640, 320 und 160 Rels nach Verhältniß.Von 1833—1845: Neue Crusados zu 480 Rels;halbe zu 240 Rels; Patacas zu 320 Rels, halbe,viertel und doppelte Patacas. — Kupfermünzenwerden nicht mehr geprägt.

Papiergeld. Dasselbe besteht theils in älterenStaatsscheinen, die nach und nach eingezogen wer-den, theils in den Noten der brasilischen Banken,hauptsächlich der „Bank von Brasilien", die in Riode Janeiro (s.d.) ihren Sitz hat und eine Actienbankist. Die Menge der von letzterer umlaufendenNoten, die bei ihren innigen Beziehungen zur Regie-rung als Staatspapiergeld angesehen werben kön-nen, darf den dreifachen Betrag ihrer disponiblenFonds nicht übersteigen. Sie haben den Borzug,daß diejenigen der Hauptbank in den öffentlichenKassen der Stadt und Provinz Rio de 3 a,ne>ro, dw-

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Papiere zu 100-1000 Psd. Sterl., Zinsen ,e am