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Braunschweig
— 12 Zoll a 12 Linien = 0,2 S54 fränz. Meter;16 Fuß -- 1 Ruthe, 1625 Ruthen --- 1 Meile.1 Elle -- 2 Fuß, -- 0,„°7 Meter.
100 Ellen =
95.121 Ellen in Baden und Darmstadt.
68,s,z „ in Baiern.
98, 6 22 „ in Bremen.
62,416 Aards in England.
104,286 Ellen in Frankfurt a/M.
57,676 Meter in Frankreich.
99,678 Ellen in Hamburg.
97,6ss „ in Hannover.
73,2,4 „ in Oesterreich.
85,674 ,, in Preußen.
80,26» Arschin in Rußland.
100,767 Ellen im Königreich Sachsen.
95.121 „ in der Schweiz.
92,688 „ in Württemberg.
Garnmaß. Die Länge des Fadens ist 3^/4 Ellen.DerLopp oder das Stück hat 10 Gebind zu 90 Fäden,demnach 3375 Ellen. Das Bund Garn hat 20 Lopp.
Getreidemaß. 1 Mispel = 40 Himten ä 4Viersaß ä 4 Metzen; 1 Himten = 31,i 44s franj. Liter.
100 Himten =
20,763 Malter in Baden.
14,067 Scheffel in Baiern.
10,7i6 Jmp. Quarters in England.
31,i4s Hektoliter in Frankreich.
27,146 Malter in Frankfurt a. M.
58,666 Faß in Hamburg.
99,278 Himten in Hannover.
58,666 Scheffel in Preußen.
29.266 „ im Königreich Sachsen.
140,687 Simri in Württemberg.
Flüßig keitsmaß. 1 Oxhoft — IV2 Ohm oder6 Anker ä 40 Quartier; 1 Quartier = 0,23»» franz.Liter. Die Tonne (das Bierfaß) hat 108 Quartier.1 Faß Mumme — 400 Quartier.
100 Quartier =
87,635 Maß in Baiern.
29,681 Stübchen in Bremen.
20,626 Jmp. Gallons in England.
52.266 Aichmaß in Frankfurt a/M.
93,684 Liter in Frankreich.
102,8,6 Quartier in Hamburg.
96,285 „ in Hannover.
66,262 Maß in Oesterreich.
81,818 Quart in Preußen.
98,5,8 Kannen im Königreich Sachsen.
Gewichte wie Hannover <s. d.)
Künftige Maßgrößen s. Deutschland.
Braunschweig , Hauptstadt des gleichnamigenHerzogthnms, an der Ocker, mit 42,000 Einw.,größtentheils schlecht gebaut, mit engen, krummenStraßen und wenigen öffentlichen Plätzen, dagegenmit 8 zum Theil sehr schönen Kirchen und Thürmen.Unter den öffentlichen Gebäuden zeichnen sich beson-ders das in den Jahren 1833—1836 erbaute großeund prachtvolle Residenzschloß, das ganz aus Qua-dern erbaute Theater und das schöne Bahnhofgebäude,in welchem täglich 70 ankommende und abgehendeZüge expedirt werden, aus. Die Stadt ist durchEisenbahnen mit MagdeburgBerlin, Leipzig, Han-nover, Bremen, Hamburg, Köln rc. verbunden; ihreLage ist niedrig und feucht, aber demungeachtet nichtungesund; sie ist von reizenden Spaziergänger, undGärten umgeben, welche meist die Stelle der ehe-maligen Festungswerke einnehmen und mit größten-theils freundlichen, eleganten Häusern bebaut sind.
Die Industrie ist sehr bedeutend; 5 Zuckerfabriken,7 Cichorienfabriken, 18 Cigarrenfabriken, 6 Maschi-nenwagenfabriken, 3 Tuchfabriken, 3 chemische Fabri-ken, 1 Gnßstahlfabrik, 2 Fabriken optischer und musi-kalischer Instrumente, sind meist Etablissements vongroßem Umfange. Außerdem werden lackirte Waaren,Wachstuch, Tapeten, Porzellan, Spielkarten, Leder,Oel, Watte, Stärke, Essig, Würste, Honigkuchen,Gold-, Silber- und Stahlwaaren rc. verfertigt. VonBedeutung sind auch die Bnchdruckereien, die Vier-und Branntweinbrennereien. Der Handel mit Ma-nufaktur- und Colonialwaaren, Wolle, Hopfen, Ge-treide, Sämereien, Branntwein und anderen Ge-werbserzeugnissen ist lebhaft und hat sich besondersseit dem Beitritt des Herzogthnms zum Zollvereingehoben; die früher bedeutende Spedition hat jedochdurch die directen Cisenbahnversendungen viel ver-loren. Es befindet sich hier die herzogliche Münzeund seit 1851 besteht ein Handelsgericht für den KreisBrannschweig.
Wechselpreise. Die Coursverhältnisse sindhier ganz wie in Berlin und Leipzig. Bei Ein-führung der allgemeinen deutschen Wechselordnung(s. Braunschweig, Herzogthum) ist angeordnet wor-den, daß die auf eine hiesige Messe 'gezogenenWechsel am Mittwoch der ersten Meßwochc fälligsind, die Annahme derselben aber früher als amMontage dieser Woche nicht gefordert werden kann.
Banken rc. Die hiesige herzogliche Leihhaus-anstalt wurde durch das Gesetz vorn 7. März 1842mit der Ausgabe von Noten «Papiergeld) beauftragt,von denen schon im vorigen Artikel gesprochen wordenist. Auch wurde diese Anstalt zu einem Landeskredit-institute gemacht, indem sie die Befugniß erhielt,Gelder gegen Verzinsung, sowie Depositen zur Auf-bewahrung anzunehmen und verzinsliche Darlehenzu gewähren. Sie versieht daher die Stelle einerZettel-, Leih- und Depositenbank. Neben derselbenwurde im Mai 1853 die braunschweigischeBank gegründet. Ihr Grundkapital beträgt 3 Mill.Thlr. und zerfällt in 15,000 Actien, kann jedoch aufBeschluß der Actionäre auch über diese Summe ver-mehrt werden. Die Bank ist befugt, bis zur Höhedes eingezahlten Actienkapitals unverzinsliche, aufden Inhaber lautende Banknoten in Rppoints nichtunter 10 Thlr. auszugeben; ferner Wechsel zu dis-contiren, anzukaufen und zu realisiren, Wechsel aus-zustellen, laufende Rechnung zu eröffnen, Gelder undEffecten in Verwahrung zu nehmen, Vorschüsse aufGold und Silber in Barren und Münzen, sowie auchaus Waaren und Werthpapiere zu leisten. In Ham-burg besitzt sie eine Zweiganstalt. Außerdem befindetsich hier noch die braunschweigische allgemeine Ver-sicherungsanstalt für Lebens- und Rentenversiche-rungen.
Messen und Märkte. Es werden hier jährlich2 Meffen, im Februar zu Lichtmeß und im Augustzu Laurentius, gehalten; sie beginnen am Donner-stage der Woche, m welcher die genannten Tage fallenund wenn dies selbst ein Donnerstag ist, ächt Tagevorher, und dauern 14 Tage. Der Großhandel be-ginnt jedoch schon am Montag der ersten Meßwoche.Die Wechselgeschäfte sind während der Messen sehrbedeutend. Am 1. Juli und 7. August findet einWollmarkt statt.
Stückgüter. 1 Last Heringe — 12 Tonnen-1 Last Salz und Butter —18 Tonnen. 1 Pack Tuch—10 Stück zu 22 Tuch ä 32 Ellen. 1 Mandel—15»
11 Stiege = 20, 1 Schock = 60,1 Webe = 72 Ellen-