Braunschrvnger Alaun
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Bremen
Platzgebräuche. Die Preise der Gewichtswaarenwerden pr. Psund oder pr. Centner gestellt. Spiritusivnd entweder nach preußischen Oxhosten oder zu 180s^vart von 80 p. Ct. nach Dralles oder nach braun-Ichweigischen Oxhosten zu 240 Quartier von ebenfallsM p. Ct. Dralles gehandelt. Rüböl wird pr. Pipevon 820 Pfund, Baumöl pr. Ctr. verkauft. Tara inder Regel die wirkliche. Courtage Vo V- ®. für denÄdufer und Verkäufer.
Braunschweiger Alaun, eine Nachahmung desrömischen Alauns von röthlicher Farbe; er wird inder chemischen Fabrik zu Braunschweig verfertigt.
Braunschweiger Garn, das in und um Braun-schweig gesponnene sehr gute uud seine Leinengarn,von welchem viel ins Ausland versandt wird. Mantheilt es gewöhnlich in Dreikronengarn, dasfeinste und gleichförmigste, aus Frühlein gesponnen,das Bund von 1^2 bis 13 Pfd. schwer; doppeltesoder Zweikronengarn, aus Spätslachs, 4—13Pfd., und Eiukronengarn, von geringerer Qua-lität, ebenfalls 4—13 Pfd. schwer.
Braunschweiger Grün, eine schöne grüne Ma-lerfarbe , die von den Gebrüdern Gravenhorst inBraunschweig zuerst bereitet wurde, indem sie Kupfervermittelst einer Salmiakauflösung behandelten undin basisches Chlorkupser verwandelten. Jetzt bereitetMan es jedoch, indem man eine eisensreie Auslösungvon Kupfervitriol und Alaun vermittelst kohlensau-rer Ammoniakflüssigkeit fällt, und es besteht daheraus kohlensaurem Kupferoxyd und Thon oder Kreide.Es sind halbharte Klumpen und Stücke von unbe-stimmter Form und man benutzt es besonders alsseine Anstrichfarbe in Oel und zur Malerei. Alanverfertigt es jetzt in allen Farbenfabriken.
Braunstein oder Pyrolusit, ein natürlichesManganerz oder Mangansuperoxyd, Uanxannmllvporox) datnm, das sich an mehreren Orten inDeutschland uud anderen Ländern in der Erde findet,namentlich bei Ilmenau und Elgersburg am Thü-ringerwalde, bei Jhleseld am Harz, in der Gegendvon Saarbrück, im sächsischen Erzgebirge, Böhmen,Ungarn, Frankreich rc. Es sind theils derbe, theilskrystallinische, blätterige oder strahlige Massen voneisen- oder stahlgrauer Farbe, metallischem Glanzund abfärbend, zuweilen auch in traubiger oder nie-renförmiger Gestalt; oft ist er auch mit Kalk undanderen Mineralien verwachsen. Er muß gepulverteine rein schwarzgraue Farbe haben, wodurch er sichvon anderen Manganerzen, deren Pulver mehr braunund roth ist und die viel geringhaltiger sind, unter-scheidet. Er kommt auch nicht selten mit diesen Erzen,nämlich dem Hartmauganerz und dem Glanzman-ganerz vermischt vor. Bon dem ächten Braunstein,auch Grau- oder Weichmanganerz genannt,giebt es jedoch auch mehrere Sorten, von denen derblätterige und strahlige der beste ist. Seine vielfacheVerwendung gründet sich vorzüglich auf seinen rei-chen Sauerstoffgehalt, der 37 % beträgt, und vondem das Pfund Braunstein, wenn er geglüht wird,gegen 10 Quart giebt. Man benutzt ihn besonderszur Bereitung des Chlors und seiner Verbindungen,zur Darstellung von Sauerstofigas, zum Entfärbendes Glases <als Glasseife) und in größerer Mengezum Violettfärben desselben, zur Töpferglasur, zumFärben des Einails, der Glasperlen und künstlichenEdelsteine, als dauerhafte Oclfarbe, auch als Arznei-stoff rc. Kennzeichen von gutem Braunstein sind,wenn er ein schwarzgraues Pulver giebt, mit Salpe-tersäure wenig oder gar nicht brauset und beim Auf-
lösen in Salzsäure nur wenig Rückstand giebt. Außer-dem läßt sich seine Güte noch genauer durch einchemisches aber ziemlich cvmplicirtes VerfahrenPrüfen.
Braunwurzel, Radix Scrophulariae, vonder knotigen Braunwurzel, auch Kropf-wurzel und Skrofelkraut genannt, Scrophula-ria nodosa, einer an feuchten und schattigen Orten2—3 Fuß hoch wachsenden Pflanze, mit herzförmi-gen, dreirippigen Blättern und purpurrothen undgrünen Blumen. Die Wurzel ist weißlicht, von bitte-rem und scharfe'mGeschmack; getrocknet wird sie grau.Sie wurde früher als Heilmittel gegen Skrofelkrank-heiten angewendet, ist aber jetzt nur noch selten imGebrauch.
Brausepulver, Pulvis aerophorus, ist eine Mi-schung von einem kohlensauren Alkali und einerSäure. Wird dieselbe in Wasser gethan, so enttveichtdie freiwerdende Kohlensäure unter Ausschäumen derFlüssigkeit. Gewöhnlich wird dazu doppeltkohlensau-res Natron und Weinsteinsäure genommen, auchCitronen oder Essigsäure. Bleibt eine Mischung die-ser Pulver zu lange vorräthig, so neutralisiren siesich, verlieren also die Kraft. Man nimmt daher dieBrausepulver gern in gesonderten Kapseln, wo siesich besser halten. Die beste Vorschrift für ein solchesPulver ist: Doppeltkohlensaures Natron Ys Scrupelmit einem gleichen Theile weißen Zucker; dieses wirdin ein blaues Papier gethan und beim Gebrauch zu-erst mir den: Wasser gemischt; dann Weinsteinsäure8 Grau mit eineui halben Scrupel Zucker («: weißesPapier) dem Wasser zugesetzt, wobei sogleich Auf-brausen erfolgt. Es ist als ein die Nerven anregendes,die Magensäure tilgendes, sehr wirksames Mittel zuempfehlen, das bei mancherlei Leiden, besondersMagenbeschwerden die besten Dienste thut.
Brawls, Browls oder Boraals, ostindischeblau- und weißgestreifte baumwollene Zeuge, dienach den Küsten von Asrika gehen.
Bray nennt man in Frankreich mit Fischthranvermischtes Colophonium, das zum Kalfatern derSchisse dient und daher in bedeutenden Quantitätennach den Seehasen geht.
Braza, früheres Längenmaß in Spanien.
Brazetto, Längenmaß im SchweizerkantouTcssin.
Brazza, ein sehr guter rother Wein, der auf dergleichnamigen, zu Dalmatien gehörenden Insel ge-wonnen wird und besonders nach Italien geht.
Breannes sind locker, gewebte gebleichte Leinen,die besonders im französischen Departement Eureverfertigt werden.
Brebas heißt eine Art sehr früh reifender spani-scher Feigen, welche jährlich zwei Ernten geben.
Brechbohnen, s. Jgnatiusbohnen.
Brechhanf nennt man den Hanf, der in Bündelgebunden in den Handel kommt.
Brechkörner, s. Ricinusbaumsamen.
Brechnuß, s. Krähenaugen.
Brechweinstein, s. Spießglanzblumen.
Brechwurzel, s. Ipecacuanha.
Breiapfelvaum, s. Sapotillbaum.
Breiter Schrot nennt man das breite Stangen-eisen, welches zum Schmieden der Beile bestimmt ist.
Breitfisch, s. Kabliau. „ „ „
Breitgvld wird das Blattgold zuweilen genannt.
Breitling, s. Sprotte. ,
Bremen, eine der vier fielen Städte, an derWeser, deren Gebiet zwischen Hannover und Olden-