Band 
Erster Band.
Seite
240
JPEG-Download
 

Buchhaltung

253

Buchhaltung

Specification.

Gewinne.

Verluste.

Actienconto .

_

—

s

10

Zinsenconto.

—

—

23

—

Handlungsunkostenconto.

. . . .

—

—

86

14

Haushaltungsconto.

—

—

92

10

Agioeonto ..

—

—

5

18

Waaren conto.

289

—

—

—

Schade & So. in Chemnitz Commissions - Conto ....

;>

—

—

19

15

Lagerconto in Magdeburg.

30

19

—

—

Wechselconto.

. . . . „

2

2

—

—

Commissionsconto.

. . ,,

37

ii

—

—

Martens & So. in Hamburg.

—

—

10

14

Handlungsmobilienconto.

—

—

1

28

Heiner Gewinn wie oben. . .

• • • ■ „

—

—

116

13

LA.

359

2

359

2

Wir baben nun noch das Nöthige über verschiedene besondere Fälle zu sagen, welche in dem von unsausgestellten Beispiele einer einmonatlichen Geschäftsführung nicht berücksichtigt sind.

Wenn ein Geschäft mehr als einen Besitzer hat, von denen jeder ein gewisses Kapital znm Geschäfts-wnd gibt, so ist es am besten, man betrachtet jeden Theilnehmer sür seinen Beitrag als Gläubiger desGeschäfts, indem man annimmt, daß dieses beim Beginn desselben gar nichts besessen hat. Jeder Associebekommt daher ein Conto im Hauptbuchs, wogegen das Kapitalconto wegfällt. Da sich aber die Theil-Uehmer im Laufe des Jahres zur Bestreitung ihrer Bedürsnisse wahrscheinlich Geld aus der Handlungscassegeben lassen, svielleicht auch Waaren von der Handlung entnehmen, in der Voraussetzung, daß dies durchben zu erreichenden Gewinn am Geschäft gedeckt werden wird, so werden ihnen diese Entnehmungen aufeinem besonderen Conto debitirt und zum Unterschiede von diesem das zuerst erwähnte Conto, auf welchemuur ihre Kapitaleinlage steht, durch Kapitalconto bezeichnet; auch kann man das zweite ContoPrivatconto nennen. Ein Haushaltungsconto kommt dabei natürlich nicht vor. Bei der Inventurdas Kapitalconto jedes Theilnehmers mitunter die Passiva, sein Privatconto aber, wie andereAußenstände, unter die Activa, er müßte denn etwas daraus guthaben, was bei späteren Inventuren der Fallsein kann. Betragen dann die Activa mehr als die Pafstva, so ist der Ueberschuß reiner Gewinn, im ent-gegengesetzten Falle Verlust. Dieser wird nun der getroffenen Uebereinkunft gemäß unter die Associe'«bertheilt und jedem sein Gewinnantheil auf sein Privatconto gutgeschrieben, oder wenn verloren wordenist, wird demselben der nach gleichem Verhältnisse vertheilte Verlust debitirt. Hat ein Associe im Lause desJahres weniger von der Handlung bekommen, als sein Gewinnantheil beträgt, so hat er eigentlich denUeberschuß baar zu fordern, aber er wird ihn wahrscheinlich lieber stehen lassen, da sich das Verhältniß ineinem andern Jahre vielleicht anders gestaltet. Auf das Kapitalconto könnte aber nur dann derSaldoernes Privatcontos übergetragen werden, wenn dies von jedem Theilnehmer mit einer gleichen L-umme°der mit einer Summe rm Verhältniß zu seiner Einlage und zu dem ihn nach diesem Verhältniß treffen-den Gewinnantheile geschähe, denn wenn dem einen Associe mehr aus sein Kapitalconto gutgeschriebenwitbe als dem andern, oder eine verhältnißmäßig größere oder geringere Summe, als sein Antheil amGeschäft mit sich bringt, so würde das ursprüngliche Verhältniß seines Antheils verändert und er hättedann auch mehr oder weniger vom Gewinn zu fordern, als ihm von Haus aus zukomnit.

. Wenn man bei der Inventur zweiselhaste Außenstände hat, die man nicht für voll rechnen kann, soUunmt man sie zwar unter den Activen zu einem verminderten Betrage auf, schreibt aber deshalb dieVerminderung auf ihrem Conto nicht ab. Diese kommt dann aber nicht mit auf das Gewinn- und Ber-wstconto und bei der doppelten Buchhaltung würde daher der Saldo der einzelnen Gewinne und Verlusted>cht mit dem Unterschiede zwischen den Activen und Passiven übereinstimmen. Man muß daher in derHauptbilanz die Verminderung, um welche man die zweifelhaften Außenstände niedriger angeschlagen hat,Unter den Verlusten besonders aufführen.

^ , Wenn man einen Geschäftsreisenden hat, so sührt man sür denselben ein Conto, welches man bl. N.Anscconto nennt. Diesem Conto debitirt man alle Zahlungen, die der Reisende unterwegs sür dasGeschäft erhält, sowie auch das Geld, das man ihm gewöhnlich beim Beginn seiner Reise mitgibt; dagegenDebitirt man demselben das Geld, das der Reisende einschickt und bei seiner Zurückkauft mitbringt, sowievle Spesen die er berechnet, und damit muß. sich das Reiseconto ausgleichen.

^ Hat man neben dem Engrosgeschäft ein Detailgeschäft, so muß man dieses von ersterem trennen.S# wird dann auch bei der einfachen Buchhaltung ein Conto für das Detailgeschäft führen, dem manWes debitirt, was man sür dasselbe bezahlt, sowie auch die Waaren, die man ihm vom Engroslagerübergibt, und zwar zum Einkaufspreise. Dagegen creditirt man dem Detailconto das Geld, welches,^ueicht allwöchentlich, an die Lasse des Engrosgeschäfts abgeliefert wird. Am besten ist es, das Detail-Uchäst macht gar keine Passiva, indem ihm alle Waaren rc. vom Engrosgeschäst geliefert werden; seineAußenstände aber, wenn es Waaren auf Credit verkauft, überläßt man ihm allein unv nimmt in denSuchern des Engrosgeschäfts keine Notiz davon. Das Detailgeschäft muß daher besondere Bücher dar-uer sührm, und zwar gewöhnlich eine Strazze, Kladde oder Primanote, in welche Alles was auf Creditdkaust wird, auf der Stelle nach der Reihe eingetragen wirb, und wenn ein solcher Posten vielleicht in,,uu^m bezahlt wird, so streicht man ihn in der Strazze ohne Weiteres durch oder setzt „bezahlt" dazu undVUt das Geld zur Losungskasse. Denjenigen Schuldnern aber, welche längere Zeit schuldig bleiben oder