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Erster Band.
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248
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Buchlcinen

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Buckskin

nur in kleinem Umsange betrieben wird, befindetsich zwar meist in den Händen von Nichtduchhänd-iern, doch befassen sich auch oft Buchhandlungen undTheil in bedeutendem Umfange damit. — DieVier erwähnten Einrichtungen gelten übrigens nurvon dem Buchhandel Deutschlands und der ihm ver-wandten Länder, wie die Schweiz, Holland, Schwe-den, Polen, die russischen Ostseeprovinzen undwenigstens zum Theil Ungarn, das nördliche Italienund Belgien. In Frankreich und England wird erauf andere Weise betrieben, denn namentlich vonunsrem Commissionsgeschäft weiß man dort nochnichts; in den übrigen europäischen Ländern aberfit der Buchhandel meist noch weniger ausgebildet.

Nach dem alljährlich in Leipzig erscheinendenVerzeichnisse aller Buchhändler, welche einen Com-suissionair daselbst haben, betrug die Zahl derselbensui Jahre 1863 ca. 3000, von denen etwa 470 aus-Mießlich Verlagsgeschäfte, ca. 2450 ausschließlichSortimentsgeschäfte und die übrigen beides vereintbetrieben. Davon kamen auf Leipzig selbst über 200,aus Berlin ca. 280, auf Wien 93, aus Stuttgart 80,auf Frankfurt a. M. 48 rc. Im Jahr 1750 gabas in Leipzig nur 31 und in Berlin 6 Buchhand-lungen.

Buchleinen, auch zuweilen Bockleinen ge-kannt , sind eine Gattung locker gewebter fiächsenerkleinen von mittler Qualität, welche ihren Namenvaher haben, weil sie buchsörmig gelegt sind. Siefind meist blau, zuweilen auch roth, gewürfelt odergestreift, und werden in Stücken von 72 EllenLänge und iy s Elle Breite gewebt; diese werden in3 Theile zerschnitten, in etwas breite Buchform plattgelegt, stark gepreßt und auf dem Schaufleck geglättetund fo in den Handel gebracht. In Deutschlandwird der Preis für 3 Drittelstücks gestellt und manversendet sie gewöhnlich in Kisten von 100 solcherStücke oder 33*/s ganze Weben, über Hamburg nachAmerika und Westindien, wohin sich aber der Absatzletzt sehr vermindert hat.

Buchsbaum, Luxus semperyirens, einbekannter Baum mit glänzend dunkelgrünen, leder-urtigen, angenehm riechenden Blättern, die er imWinter nicht verliert, welcher im südlichen Europaund in mehreren Gegenden Asiens und AmerikasV>nheimisch ist. Er wächst entweder als ein ziemlichstarker Baum von 12 bis 16 Fuß Höhe, oder alsuiedriger Strauch, der besonders zu Einfassungenvon Gartenbeeten benutzt wird. Der baumartigebUdet in manchen Gegenden ganze Wälder undk?Mmt bis gegen 3000 Fuß über dem Meere vor." hat ein sehr seines, festes Holz von schöner blaß-Alber Farbe und 0 , 9,2 bis 1,«,, spezifischem Gewicht,vaher es das schwerste unter den europäischen Höl-^rn ist. Am meisten geschätzt ist das l e v a n t i s ch e,welches von Konstantinopel und Smyrna kommt,Mdem es die größten Stücke und eine schöne gelbestarke hat; das spanische ist etwas weicher, hataber vor jenem den Vorzug, daß es weniger knotigw und sich nicht so leicht wirst, weshalb es besonderszu musikalischen Instrumenten benutzt wird. Dasuus Toscana und Corsika ist zu schwach und wirdSW nur selten ausgeführt. In Frankreich findetUch der Buchsbaum besonders im Jura und in denk^spartements der oberen Marne, der Saone und^°we rc.; das Holz ist mehr weißlich und ungleich°°» Farbe und hat oft grüne Linien, erhält abervurch vw Politur ein schönes gewässertes Ansehen.^ie Bauern im Jura verfertigen während der

Wintermonate aus dem Holze des Stammes undder Wurzeln Tabacksdosen, Löffel, Gabeln, Knöpse,Rosenkränze und ähnliche Gegenstände. — DasBuchsbaumholz kommt gewöhnlich in größeren undkleineren runden Stücken oder Scheiten in den Han-del und wird besonders zu hölzernen Blasinstru-menten, zu Weberschiffen, Kämmen, Löffeln, Gabeln,Dosen, Etuis und vielen anderen Drechsler- undSchnitzarbeiten, sowie auch zu Holzschnitten ver-wendet, wozu es fast ausschließlich brauchbar ist.Das geraspelte Holz und die Blätter wurden sonstin der Medizin als schweißtreibendes Mittel be-nutzt. — Buxin, ist die in allen seinen Theilenenthaltene Pflanzenbase, von bitterem Geschmack,krystallisirbar löslich in Alkohol, welche mitSäuren noch bitterere Salze, als die Base selbst ist,liefert.

Buchschuldner, s. Chirographarisch.

Buchstaben, metallene, aus einer der Lettern-masse ähnlichen Composition. werden besonders vonder Fabrik P. I. Thouret in Berlin in allenGrößen und Schriftarten verfertigt und zu Firmen,Jnschristen. auf Denkmäler, Thürschildern undbergt häufig angewendet. Sie sind aus der Rück-seite hohl und mit Stiften versehen, mit denen sieunmittelbar auf den Stein oder das Holz, oder auchauf Wachstuch befestigt werden können; ihre Formbildet theils den Abschnitt eines Cylinders, theils istsie parallelepipedisch, und sie werden vergoldet, inallen Farben lackirt, mit Goldrändern und sonst ver-schiedenartig gemustert verfertigt. Die genannte Fabrikhat in den nieisten großen Städten Commissions-lager. — Gepreßte und vergoldete oder versilbertePapierbuchstaben, besonders lateinische Ver-salien, werden in Berlin, Wien, Leipzig, Paris rc.verfertigt und hauptsächlich benutzt, um auf denSchauenden der Tuchstücke anstatt der sonst üblicheneingestickten Namensbuchstaben des Fabrikantenaufgeklebt zu werden. Sie sind deshalb auf derRückseite mit Schellack bestrichen, so daß sie auf demTuche haften, wenn sie durch eine heiße Platte er-wärmt werden. — Buchstaben für Buchdruckers. Buchdruckerlettern.

Buchstabenholz, s. Lettern holz.

Buchublätter, s. Buccublätter.

Buchweizen, s. Heidekoru.

Bucioche nennt man in der Provence einordiuaires Tuch, das nach Aegypten ausgeführtwird.

Buckelpinnen werden zuweilen die kleinen Nä-gel mit gelben oder weißen halbkugelförmigenKöpfen genannt, die man zum Beschlagen vonSophas, Stühlen, Satteln und dergl. verwendet.

Bucketband, s. Butter.

Buckmusseline, s. B ook s.

Buckskin nennt man eine Gattung tuchartigerStoffe von sehr verschiedener Art, die besonders zuHosen - und Rockzeugen bestimmt sind. Sie werdenmit 2 bis 4 Schästen aus Streichgarn gewebt, dasetwas stärker gedreht ist, als zu dem gewöhnlichenTuch, auch oft aus gezwirntem Garne; gewöhnlichsind sie geköpert oder sonst gemustert und häufig ha-ben sie verschiedenfarbige Muster, sind aber im All-gemeinen weniger gedeckt und glänzend als dasTuch. Doch hat mau auch besonders schwarze,welche ganz dem Tuche gleichen und sich nur durchden seinen Köper von diesem unterscheiden. Dergeköperte, mehrschäftige Grund und die ganze Be-handlung gibt ihnen aber eine größere Elastizität