Buttcrliaum
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sirmarkt in Friesland ist das Städtchen Sneek; dieirländische wird besonders von Cork aus versandt.In England wird zwar ziemlich viel Butter erzeugt,aber demohngeachtet bezieht es noch einen großenTheil seines Bedarfs aus Holland und Hamburg;allerdings verbraucht London allein jährlich gegen50 Will. Pfd. Das nördliche Frankreich, besondersdie Normandie, führt ebenfalls viel Butter aus, meistnach den Colonien, doch auch nach dem nördlichenEuropa. Am meisten geschätzt ist die Jsignybutter.— Von Schmelzbutter gebt besonders viel von Bam-berg aus nach den umliegenden Ländern, meist inTonnen von 125—150 Pfd., aber auch in kleinerenFässern. Außerdem kommt dergleichen auch ausRußland und Frankreich. — In den südlichen Län-dern wird weniger Butter verbraucht, als in dennördlichen, indem dort häufig das Oel die Stellederselben vertritt. In Indien und überhaupt inden beißen Ländern zwischen den Wendekreisen, istdie Butter in stüssiger Gestalt und bildet in vielenGegenden unter dem Namen Ghi einen bedeuten-den Handelsartikel. Besonders die Araber verbrau-chen sehr viel davon, indem sie sie des Morgens zumFrühstück trinken und auch sonst aus vielerlei Artconsumiren. — Die Butter ist ein Gemisch verschie-dener Fette, Stearin, Margarin, Olein, Butyrin,Caprin und'Capronin. Das Butyrin ist ein schwachgelb gefärbtes oder farbloses Oel, nach erwärmterButter riechend. Aus demselben bildet sich dieButtersäure, Acidum butyricum, die also mitdem Butyrin zugleich in der Butter schon vorhandenist. Durch das Ranzigwerden der Butter wird dieButtersäure frei. Sie kommt außerdem in derNatur vielfach vor, bildet sich auch aus andernSäuren, wie z. B. der Apfelsäure. Die Buttersänreist flüssig, farblos, ätzend sauer, mit einem starkenGeruch nach ranziger Butter; ibr Gas brennt mitblauer Flamme. Sie bildet mit Basen verschiedeneSalze und ist daher für die Chemie wichtig, stiebender Buttersäure tritt die Capronsäure, (Acidumcapronicum) eine ölige, wasscrhelle Flüssigkeit, auf,schmeckt stark sauer, binterher etwas süßlich und riechtwie Schweiß. Die daneben auftretende Caprinsäureist eine weiße krystallinische Masse die auch im Rau-tenöl vorkommt. Der Buttersäureäther, wel-cher durch Destillatiou von Schwefelsäure, Alkoholund Buttersäure gewonnen wird, ist eine sehr klare,farblose Flüssigkeit von 0,g„ spec. Gew. und einemwhr seinen, aromatischen Geruch nach Ananas, findet°aher in neuester Zeit bei Darstellung der Liqueureund Punschcssenzen eine große Verwendung. But-ieressigsäure ist eine Verbindung von Butter undEssigsäure.
Buttcrbamn, ein in Afrika wachsender Baum,Thea Thulu. Die Frucht ist der Olive ähnlich undschließt Kerne ein, welche an der Sonne oder inDefen getrocknet und nachher in Wasser ausgekochtwerden. Bei dieser Procedur erhalt man ein Fett,welches weißer als Butter ist, fettig und von größererDicke und Härte als gewöbnliche Butter. Es hältsich ungesalzen ein Jahr lang und wird in Afrikawwobl als Nahrungsmittel wie auch als Heilmittelbenutzt, f. Galambutter.
Butterblume oder Dotterblume, CalthaPalustris, eine bekannte, auf feuchten Wiesen,an Bächen rc. häufig wachsende Pflanze, zum Ge-lchlecht der Ranunkeln gehörend, mit schönen, glän-zend gelben Blumen. Die letzteren geben, mitAlaun gekocht, eine schöne gelbe Farbe, und die
grünen Knospen derselben werden zuweilen in Essigeingelegt, wie Kapern benutzt, auch wohl unter diesegemischt, sollen aber der Gesundheit nachtheilig sein,da die Pflanze eigentlich gistig ist. Der gelbblühendeLöwenzahn, Leontodon taraxacum, wird inmanchen Gegenden ebenfalls Butterblume ge-nannt.
Buttermilchessig wird aus den Alpen zuweilenbereitet, indem man die Buttermilch durch Kochenin Molken verwandelt, diese filtrirt und zu einerfesten, zähen Masse einkocht. Diese löst man inWasser auf und läßt die Flüssigkeit gährcn, wodurchman einen sehr scharfen, aber brandig schmeckendenEssig erhält.
Buttersalz nennt man das in Holland gereinigtespanische und französische Seesalz, welches weiß undkleinkörnig ist und zum Tischgebrauch dient. Esgeht den Rhein aufwärts nach mehreren Gegendendes westlichen Deutschlands.
Buttleder oder Butts heißt das beste englischeSohlenleder.
Butyl, ein Zersetznngsprodnkt des baldrian-fauren Kalis, zu den Kohlenwasserstoffen gehörend,ist ein farbloses, ätherisch riechendes Oel von 0,«,spec. Gewicht, das bei 108" siedet und leicht sich ent-zündet. Eine Berbindung des Butyl mit Cyan,das Cyanbutyl. ist eine farblose, dünne Flüssigkeitvon 0, sl spec. Gewicht, die mit weißer Flammebrennt.
Butylalkvhol wird aus Fuselöl gewonnen, isteine farblose, das Licht stark brechende Flüssigkeit,die leichter als Wasser ist und durch Schmelzen desKali Buttersäure gibt. Mit Phosphorchlorid,Phosphvrbromid und Phosphorjodid behandelt,entstehen Butylchlorid, Butylbromür undButyljodür.
Butylamin, ein Destillationsprodukt von butyl-schwefelsaurem mit cyansaurem Kali. Es ist einearomatisch, etwas nach Ammoniak riechende, entzünd-liche , mit weißer Flamme brennende Flüssigkeit, diebei 70° siedet. Diese drei chemischen Produkte gebengroße Reihen neuer Verbindungen und sind daherfür die Chemie wichtig.
Butyrum Antimonii, s. Spießglanz-butter.
Butyrum de Gacao, s. Cacaobntter.
Butzelleinwand nannte man besonders frühereine stärke weißgarnige oder im Stück gebleichteLeinwand, die in der sächsischen Oberlausitz, inBöhmen und auch in der Gegend von Linz inOesterreich verfertigt wurde und von der viel nachHamburg und Bremen, sowie auch »ach Italienging. Sie ist wie die Crea« in rund gebundenenund gepreßten ganzen und halben Stücken. Diesächsische wurde anS Garlix, die böhmische Crcz-leinwand genannt und in Italien nennt man sie'feie greggie.
Buyse nennt man ein zweimastiges Schiff von50—70 Tonnen Gehalt, dessen man sich besondersbeim holländischen und englischen Heringsfange be-dient. Der Schiffer heißt der beste Knecht, dieBesatzung die Schiffskinder, das Fangnetz dieWand und die beim Fange mit demselben beschäf-tigten Leute W a n d f ch i c ß e r.
Byrampauts heißt eine Art Zeuge aus Baum-wolle und Leinengarn, die in Lancashire für denafrikanischen Handel verfertigt werden. In Mozam-bique werden sie Zu arte genannt.
Byffus, s. Muschclseide.