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Butter
Bursa
Bursa, s. Brussa.
Burundjuks nennt man in der Türkei seideneHemben, weiche daselbst häufig getragen werden unddie man besonders in Konstantinopel fabricirt.
Buschir, s. Ab »schär.
Busennadeln, die bekannten, theils goldenen,theils vergoldeten Nadeln, .welche zum Schmuck indas Hemd oder Halstuch gesteckt werden und häufigmit Edelsteinen, Perlen, Korallen, ober auch mitunächteu Steinen besetzt find. Die goldenen werdenin den unter Bijouterien angegebenen Ortenverfertigt; die unächten besonders in SchwäbischGmünd, Nürnberg, Fürth rc.
Bushet, Hohlmaß für Getreide, Salz, Kohlen rc.in England, s. d.
Buso heißt eine Art Madeirawein von vorzüg-licher Qualität.
Butscher Stahl ist eine Art englischer Messer-stahl, der in Deutschland gewöhnlich Krampfstahlgenannt wird.
Butter, das bekannte, durch Schütteln undSchlagen aus dem Rahme der Milch abgesonderteFett, welches einer der wichtigsten Verbranchsgcgen-stände in der Haushaltung ist. Sie ist in mäßigerWärme von gleichmäßig weicher, in der Kälte vonhärterer Eonsistenz, wird aber bei 31°Röaum. flüssigund ölartig. Bei weitem die meiste Butter wirdaus der Kubmilch gewonnen, aus der sie flcki amreichlichsten und leichtesten ansscheidet, was ebensomit der Milch der Ziegen, der Schafe und der Frauender Fall ist; dagegen läßt sie sich aus der Milchvieler anderer Thiere, namentlich der Stuten undder Eselinnen, nur mit großer Mübe gewinnen.Sehr viel Butter wird von den Landleuten auf denMärkten verkauft; in Gegenden aber, die besondersstarke Rindviehzucht treiben, wird sie auch weiterversendet und besonders in den Seestädten, aberauch in mehreren größeren Städten der Binnen-länder bildet fie einen nicht unwichtigen Gegenstanddes Großhandels. Die Qualität der Butter ist lehrverschieden, indem sowohl die Art des Liehes, alsauch besonders die Nahrung desselben den größtenEinfluß aus die Güte der Milch und mithin auch aufdie Güte der Butter haben. Außerdem kommt auchviel auf die Art der Bearbeitung an. Gute Butter,besonders wenn sie zur längeren Aufbewahrungoder zum Versenden bestimmt ist, muß möglichst freivon Milch- und Käsetheilen sein, was aber selbstdurch das sorgfältigste Durchkneten nur zum Theilerreicht wird. Vollkommener geschieht die Reini-gung , wenn man sie über gelindem Feuer schmelztund den sich bildenden Schaum abnimmt. Dadurchaber verliert sie allerdings einen Theil ihres ange-nehmen, frischen Geschmacks, und dies in um sohöherem Grade, je größere Wärme beim Schmelzenangewendet wird. Man nennt die so zubereiteteButter Schmelzbutter oder Schmalz, unddiejenige, welche durch den Handel versendet wird,ist meist von dieser Art. Das Salzen trägt ebenfallszur Conservirung der Butter bei, wird aber über-haupt nicht überall angewendet, indem man invielen Gegenden, namentlich im südwestlichenDeutschland, keine gesalzene Butter ißt. Man mußdie Butter so viel als möglich an einem kühlen Orteaufbewahren und vor dem Luftzutritt schützen, auchalle fremdartigen Gerüche davon abhalten, die sieaußerordentlich leicht annimmt. Die für den sofor-tigen Gebrauch in der Haushaltung bestimmte Buttertheilt man hauptsächlich in Sommer- und Win-
ter butter ein; die erstere ist fetter und von bes-serem Geschmack als die letztere, weil die Kühe imSommer meist frisches Grünfutter bekommen, imWinter aber sich hauptsächlich mit trockneni begnügenmüssen. Am besten ist die Maibutter, welche zuder Zeit bereitet wird, wenn die Wiesenlräuter undder Klee in voller Blüthe stehen, weshalb auch Ge-birgsländer, welche an sanften Bergabhängen meistvorzügliche Wiesen haben» in der Regel vortrefflicheButter liefern. Die Sommerbutter, welche imJuli und August verfertigt wird, ist weicher undweniger gehaltreich, auch in der Regel am wenigstenhaltbar. Besser und kernichter ist die Herbst - oderStoppelbutter, die sich gewöhnlich sehr gut hält,wogegen die im Winter bereitete sogenannte S tr o l> -butter in der Regel am schlechtesten ist. Zur Auf-bewahrung während des Winters wird die Butteram besten, nachdem sie gehörig gesalzen ist, in Stein-töpfe gedrückt und diese fest zugebunden au einenkühlen, völlig geruchlosen und besonders nicht dum-pfigen Ort gestellt. Da sich jedoch irdene Gesäßezur Versendung nicht eignen, so muß man sich zudiesem Zweck hölzerner Fässer oder Tonnen be-diene». — Die meiste Butter für den größerenHandel liefern Holland und besonders Ostsriesland,Holstein, Mecklenburg, die preußischen und russischenOstsecprovinzen, Dänemark, Irland, Norwegenund Finnland; ferner Baiern, namentlich Frankenund Frankreich. Den hauptsächlichsten Handel,besonders zur Berproviantirung der Schiffe, treibendie Seestädte daniit, und namentlich in Hamburg istsie ein bedeutender Handelsartikel. Die beste vonallen ist die seeländische, welche deshalb auch amtheuersten bezahlt wird; doch hält sie sich nicht solange, als namentlich die holsteiner. H ofebutteroder Havebuttcr kommt aus den größeren hol-steinischen Landwirthschaften, mit deren Besitzerndie Buttcrhändler in Hamburg, Altona, Lübeck,Kiel rc. gewöhnlich Verträge aus Lieferung allerwährend des ganzen Jahres von ihnen erzeugtenButter zu einem festgesetzten Preise abschließen. DieButter kommt nach den Seeplätzen meist in ganzen,halben rc. Tonnen, zuweilen bis zu Vic herab ge-theilt, aber von verschiedenem Gewicht, und dieUsaucen beim Verkauf sind sehr verschieden. InHamburg unterscheidet man in Bezug auf die Ge-binde Schmalband und Groß- oder Bucket-band (eigentlich bauchiges Gebind); von ersterem,nach welchem die meisten Sorten verkauft werden,soll die Tonne 224 Psd. Netto enthalten, dieUnterabtheilungen nach Verhältniß; Tara wirdauf die ganze Tonne 42 Psd.; auf die halbe 28,auf das Viertel 14, auf das Achtel 8 und zu-weilen 9 Psd. gegeben. Die Tonne Bucketbandsoll Netto 280 Psd. wiegen, und man gibtauf die ganze 40, auf die halbe 26, auf dasViertel 16 und auf das Achtel 8 Psd. Tara.Ueber- oder Untergewicht wird besonders vergütet.Für norwegische oder Berger Butter wird auf dieganze Tonne 35, auf die kalbe 21 und auf den soge-nannten Loop 6 Psd. Tara berechnet, auf irländischeund auf mehrere andere Sorten 22°/«. Die letzterekommt in Fässern von 80—250 Psd.; die friesläi>>dische und gröningensche wird in Amsterdam nachTonnen von 328 Psd., gewöhnlich aber etwas weni-ger haltend, verkauft; die Mastenbroeker Tonnewiegt 4k 0 Pfd. Die flandrische, von der die D.>k-muydener die beste ist, wird in Kübeln oder Töpfe"von 20—60 Psd. Inhalt versandt. Der Hauptbur-