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Erster Band.
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Earaonmll'c

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Cadmium

und die weniger Wachsgelbe Farbe verräth; auch istdie verfälschte Butter im Bruche weniger rein undlöst sich leichter und dünnflüssiger auf, als die ächte.Durch Geruch und Geschmack'kann man leicht dieVerfälschung mit andern Fetten erkennen.

Cacaomasse, s. Chokolade.

Cacaoschalen, welche bei der Bereitung derChokolade von den gerösteten Bohnen abgelöst wer-den, enthalten zwar kein Oet, haben aber einenschwachen Geschmack und Geruch nach Cacao. Manmischt sie daher unter Cichoric und ähnliche Kaffee-snrrogate, um ihnen einen der Chokolade ähnlichenGeschmack zu geben, und bereitet durch Auskochenein dünnes Getränk von schwachem, nicht unange-nehmem Geschmack daraus, zu welchem Zweck mansie auch zerkleinert unter dem Namen Cacao theeverkauft; auch benutzt man sie, um dem Branntweineinen Chokoladengeschmack zu ertheilen.

Caceres ist der Name einer geringen Gattungspanischer Schafwolle.

Cachelot, s. Pottfisch.

Cachibou, s. Chibouharz.

Cacholong, s. Calcedon und Opal.

Cache», f. Katechu.

Cactus, eine Pflanzengattung, die viele Arten insich begreift, von sehr verschiedener Form, meist mitprachtvollen Blüthen. Die Früchte, 3—6 Samenenthaltend, sind fast alle eßbar. Das Vaterland istAmerika, sie haben sich jedoch auch in andern heißenLändern verbreitet und dienen in Europa als Zier-pflanzen, während sie wild ost undurchdringlicheHecken bilden. Sie haben einen süßlich-säuerlichenSaft, welchen man von vielen als Medizin gebrauchtgegen Geschwüre, Gicht, Würmer rc. Einige Artendienen für die Zucht der Cochenille. Zu den schön-sten gehört der Oaotus granäiüoruo , dessen Blütheinnen goldgelb, außen schneeweiß, einen starkenVanillegeruch verbreitet, aber nur bei Nacht auf-blüht. Die Früchte des Feigencactns aus Siciliendienen zum Viehsutter.

Cadenes heißt in Frankreich eine geringe Sortewollener Teppiche aus der Levante, die theils ge-messen, theils stückweise verkaust werden.

Cadice, s. Cadis.

Cadicse, s. Cadisse.

Cadillac, ein weißer Bordeauxwein dritter Klasse,von angenehmem Geschmack und Blume, auch vielSüßigkeit, so lange er jung ist.

Cadillon nannte man früher eine Art geringenCadis.

Cadis oder Cadice, ein früher sehr gangbarer,dauerhafter geköperter Wollenzeug, der tuchartigzugerichtet und geschoren war und sowohl schwarz zuKleidungen für Geistliche, als auch farbig zur Win-terkleidung vorkam. Jetzt ist er ganz außer Ge-brauch.

Cadisse oder C adicee, ein dem Cadis ähnlicher,aber leichterer Wollenzeug, der ebenfalls nicht mehrvorkommt.

Cadix oder Cadiz, stark befestigte Stadt,Kriegshafen und bedeutender Handelsplatz auf dersüdwestlichen Küste Spaniens in der Provinz Se-villa, Anfang der über Leres, Utrera, Sevilla nachCordoba ziehenden andalusischeu Bahn, mit 64,000Einw. Die Stadt liegt auf einer, zu der Jsla deLeon gehörenden sandigen Landzunge und wird vonmehreren starken Forts und Verschanzungen ver-theidigt, welche zu beiden Seiten des schmalen,1-/s Meilen langen Meerarmes liegen, der die Inselvom festen Lande trennt, über den aber die alteBrücke de Suaso führt. Diese Meerenge, der KanalSän Pedro genannt, die 25 Fuß tief ist und zurFluthzeit große Schiffe trägt, bildet zwei großeMeerbusen, von denen der größere, die Bai vonCadix oder der Hasen von Sau Catalina, derHandelshafen, die kleinere aber, die Bai von Pun-tales, der Kriegshafcn ist. Dieser kann die größtenLinienschiffe aufnehmen, auch hat der größte Theilder spanischen Flotte hier ihre gewöhnliche Station.An dem Eingänge der oben erwähnten Landzunge,auf deren Äußerster spitze die Stadt Cadix liegt,stehen die beiden, unter dem Namen der SäulendesHercules bekannten Thürme. Von 1829 bis1832 war Cadix Freihafen. Der Handel ist nochimmer wichtig und erstreckt sich fast aus alle Länderder Welt, früher hauptsächlich nach Amerika, der sichaber in der neueren Zeit sehr vermindert hat. Fastalle handeltreibenden Nationen haben hier Consuln,und es befinden sich hier viele englische, französischeund selbst deutsche Handelshäuser. Die Ausfuhrbesteht hauptsächlich in Wein, Oel, Rosinen, Feigen,Mandeln, Seide, Cochenille, Krapp, Salz, Silber,Eisen, Blei, Quecksilber und anderen Bergwerks-produkten. Die wichtigsten Einfuhrartikel sindBaumwollenwaaren, Leinen, Eisen- und stahl-fabrikate, Colonialwaaren rc. Die Totalsumme derim Jahre 1862 in Cadix eiitgelaufenen Handels-schiffe beträgt 4871, worunter 3766 unter spanischerund 1105 unter fremder Flagge segelnde.

Courssystem,auf Amsterdam . .„ Hamburg. . .„ Lissabon . . .,, London . . .„ Paris . . . .„ inländische Plätze

Cadix notirt folgendekCvurse:

... 3 Monate dato in nieder!. Fl. i

... 3 „ „ in Schill. Bo.

... 8 Tage Sicht in Reis ! für 1 Duro.

... 3 Monate dato in Pence Sterl. I

. . . 3 ,, „ oder 8 Tage Sicht in Franken J

. . . 8 Tage Sicht in Duros für 100 Duros des betreffenden Platzes.

Wechselrechtliches,s. Spanien.

Usanz. Deutsche Waaren pflegt man gegenWechsel von 3 Monaten dato zu verkaufen.

Banken und Handelsanstalten. Es isthier eine auf Actien mit einem Kapital von 10 Mill.Realen gegründete Bank, welche Disconto-, Bor-schuß-, Giro- und Depositengeschäste macht undNoten ausgibt. Laut Dekret vom 30. September1851 besteht das Kapital in 50,000 Actien zu 1000Realen aus Namen. Ferner ist hier ein Handels-

verein, Versicherungsanstalten, eine Dampfschiff»fahrtsgesellschaft rc.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichtes. Spanien.

Cadmia, s. G almei.

Cadmia fornacum, s. Ofenbruch.

Cadmium heißt ein im Jahr 1818 im Galmeii entdecktes Metall, das sich, obgleich nur in geringer.Menge, als Oxyd besonders in den ZinkerzenSchlesiens und Böhmens, am Harze und in Eng-land, sowie auch an Schwefel gebunden (Schwe-