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Erster Band.
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Cerate

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Cette

und Geruch, nicht löslich in Wasser, Alkohol undAetherist. Im Wasser quillt das Cerastn auf. Aus demArabin kann ein künstliches Cerasin hergestellt wer-den. Es ist dem Bassorin aus Traganth sehrähnlich. Mit Zinnchlorid bildet das Carasin einesteife Gallerte.

Gerate werden diejenigen Salben genannt,welche durch Beimischung von Wachs eine festereConsistenz erhalten haben und außer diesem noch Oel,Fett und andere Substanzen enthalten. Am meistengebräuchlich sind: das Oeratnin letaoei akbum ausWollrath, Wachs und Mandelöl, 6 eratum simplexaus Wachs und Olivenöl, als Augcnsalbe, Ooratumviride s. aeniginis aus Pech, Wachs, Terpentin mitGrünspan, Oeratum oitrinnm, gelbes Wachspflaster,lloratuni lnbiae, Lippenpomade, ist weiß; aus wei-ßem Wachs Mandelöl, Wallrath und einem ätheri-schen wohlriechenden Oele, und roth durch Alkanna-wurzel gefärbt. (leratum saturni, Wachs, Schweine-fett und Bleiessig enthaltend, ist als Bleisalbe be-kannt rc. Diese Präparate werden in den Apothekenvorräthig gehalten.

Cerigo und Cerigotto, s. JonischeJnseln.

Cerin, s. Wachs. >

Cerithienkakk, s. Kalk. ;

Gethan, eigentlich Cererium, ein seit Anfang 1dieses Jahrhunderts entdecktes Metall, das sich, ob- !gleich selten, als Oxyd und Oxydul in einigen Mi- \ncralien, namentlich in Schweden findet. Es stelltsich als ein graubraunes Metallpulver dar, das ge-!schmolzen weiß und glänzend, sehr hart und sprödeist, in feuchter Luft Wasserstoffgas ausdünstet undsich in verdünnten Säuren leicht auflöst. Das Oxyd .desselben ist ein braunrolhes, geschmackloses Pulver. ■Das Oxydul ist ein weißes Pulver, das an der Lust igelb wird. Mit Chlor verbindet es sich als Cerium-!chlorür zu einer weißen Masse, die an der Lust zer-:fließt und mit grüner, funkelnder Flamme brennt.Mit Schwefel bildet es eine ziegelrothe Masse. DasOxyd ist ziegelroth. Es hat bis jetzt noch keine tech-nische Anwendung gesunden.

Gerogenkerzen werden die aus dem Pflanzen-wachs der Myrica eerifera oder sebifera (s. Wachs -bäum) gefertigten Kerzen genannt.

Cerophansaure, s. Margarinsäure.

Cerofin ist eine Art Wachs, welches sich amStamme und den Blattstielen des Zuckerrohrsfindet. Es schmilzt bei 93°, scheidet aus einer Lösungvon Alkohol in weißen, seidcglänzenden Blättchcn ab.Mit Kalk behandelt, entsteht daraus die C e r o s i n -oder Cerosylsäure.

Gerbten, Cerotin,Cerotinsäure,s. chine-sisches Wachs.

Geroxylin, s. P a l m w a ch s.

Gerreiche oder Cerriseiche, s. Eiche.

Certepartie, s. Fracht.

Gertisieat nennt man im Allgemeinen ein, ge-wöhnlich amtlich ausgefertigtes Beglaubigungs-schreiben. Im Handel kommen für spezielle Fällenamentlich folgende Certificate vor: 1) U r s p r u n g s -certisieate (s. d.) beim Zollwesen. 2) BeiStaatsanleihen stellen große Bankiers mitAutorisation der Regierung zuweilen auf den In-haber lautende Certificate über beliebige Summeneines von ihnen übernommenen Theils der Anleiheaus, besonders in der Absicht, um sie im Auslandeunterzubringen. 3) Bei Falliments wird in Eng-land dem Falliten von den Gütervertretern ein Cer-tificat darüber ausgestellt, daß er sein sämmtliches

Vermögen abgetreten hat und den gesetzlichen Vor-schriften ohne allen Betrug und Umgehung uachge-kommen ist, wodurch er von allen Ansprüchen wegensämmtlicher vor dem Falliment von ihm contrahirtenSchulden befreit wird.

Cerussa, s. Bleiweiß.

Cerussa Antimonii, s. Spießglanz. -7C. Jovis, s. Zinnasche. — C. nativa, s. Blei,kohlensaures.

Cervelatwürste, s. Schlackwürste.

Cesfion ist die Uebertragung oder der Verkaufeiner Forderung, eines Anspruchs oder überhaupteines Rechts an einen Dritten. Derjenige, welcherdas Recht abtritt oder cedirt, heißt der Cedent,Der, an welchen es abgetreten wird, dcrCessio-nar, Der, an welchen der Cedent das Recht oderdie Forderung hatte, der Cessus oder Oolritorcessus. Der Abtretende verpflichtet sich durch dieCesfion, Demjenigen, an den er die Forderung ab-getreten, in Geltendmachung dieser nichts in denWeg zu legen. Er haftet ferner zwar für die Exi-stenz , nicht aber für die Güte der Forderung. DerSchuldner wird znnächst durch die Cesfion garnicht berührt, und er kann nach wie vor durch Zah-lung an den Cedenten sich von der Schuld freimachen. Erst wenn ihm von der Cesfion Nachrichtgegeben, oder der Prozeß aus Bezahlung gegen ihneingeleitet, kann er nur noch an den Cessionar rechts-gültig zahlen. — Die Cesfion ist im Civilrechtmannichfach beschränkt (s. Anastasischcs Gesetz). Esdifferiren jedoch hierüber die Gesetzgebungen verschie-dener Länder. Das Allg. d. H. G. berührt die Ces-sion im allgemeinen nur in Art. 299, wo es die laxLnastasiana aufhebt. Dann in den Art. 902 u. 305(siehe Anweisung) in Art.896,904,905 über Ces-sion von Versicherungspolicen, und Art. 774, wo esbestimmt, daß der Cessionar einer Schiffssracht dasgesetzliche Pfandrecht der Schiffsgläubiger, Art.757—59 auch gegen sich gelten lassen müsse. Uebri-gens hat die civilrechtliche Cesfion im Handelsrechtedurch das Jndossamment und dessen erweiterte An-wendung Art. 301—805 ihre hauptsächlichste Bedeu-tung verloren und nur wenige Kaufleute werden inHandelssachen iu die Lage kommen, sich ihrer zubedienen.

Cestrum, s. Hammerstrauch.

Cetaceum, s. Wallrath.

Ceterach, f. Hirschzunge, kleine.

Cetin nennt man das reine Wallrathfett, welchesman durch Behandeln mit siedendem Alkohol vondem dem Wallrathe beigemischten Oele befreit hat.Es ist eine strahlig krystallinische Masse, harter undweniger fettig anzufühlen als Wallrath, geruchlosund bei 49» schmelzend. Die Cetin säure bildetsich daraus, die farblose, glänzende Blältchen dar-stellt, welche bei 53° schmelzen.

Cetrarin, s. Isländisches Moos.

Cette, befestigte Seestadt, im sranzösischen De-partement Ilerault, 3 Meilen von Montpellierentfernt, auf einer Landzunge, mit einem wichtigenund vollkommen sicheren Hafen, der 400 Schststjeder Größe aufnehmen kann. Die Stadt zählt23,000 Einw., steht durch zwei vom See von Thauausgehende Kanäle mit dein Mittelmeer, durchEisenbahn mit Toulouse, Bordeaux rc. einerseitsund mit Montpellier, Nimes, Tarascon, Lyon rc.anderseits in Verbindung und ist der große Aus-gangspunkt der Erzeugnisse des südlichen Frank-