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Erster Band.
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Cettrr Weine

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Ccyion

vtlchs. Leite hat ein Handelstribunal, ein Oonsoilprnä'domines, eine Schissfahrtsschule, Schiffs-werste, einen Leuchtthurm, stark besuchte Seebäder,Assekuranzgesellschaslen, große Magazine und mas-senhafte Seesalzbereitung an der Küste; auch werdenhier viele Sardellen eingesalzen, eine Menge vor-züglicher Fässer, so wie Korken, Seife, Extrait d'Ab-shnthe, Parsllmerien, Grünspan rc. verfertigt. Sehrbedeutend ist der Handel mit Wein und Brannt-wein ; von ersterem werden jährlich ca. 50,000 Faß,von diesem ca. 4000 Faß verführt, daher auch dasBöttcherhandwerk zu den Hauptbranchen des Platzesgehört. Im Jahre 1860 tiefen 789 handelsthätigeSchiffe mit 93,100 Tonnengehalt, 1861 aber 1082Schiffe mit 116,780 Tonnengehalt in den Hasenein, wozu noch 496 andere Schiffe kommen, diedurch ungünstigen Wind handelsunthätig zurück-gehalten wurden. — Am 25. August findet alljähr-lich eine 15 Tage dauernde Messe statt.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte^Frankreich.

Cetter Weine, nennt man die in der Umgegendvon Montpellier und Leite wachsenden Weine, dieüber die letztgenannte Stadt ausgeführt werden.

Cetylalkvhol, A etha l, ist ein festes durchschei-nendes , glänzendes, krystallinisches, geruch- und ge-schmackloses Fett, welches aus dem Wallrath ge-wonnen wird. Es schmilzt bei 48° und geht ver-schiedene Verbindungen ein. Bei der Oxydationdesselben bildet sich Aethal Irder Palmitinsäure, diesich auch in altem Palmöl findet, krystallisirt inRadeln, ist farblos und sauer. Bei trockner Destil-lation des Aethals mit Phosphorsäurc bildet sicheine farbige ölige Flüssigkeit Leten genannt. DerLeiylä eher, krystallisirt in glänzenden Blättern,schmilzt bei 551 Diese Verbindungen sind für dieLhemie wichtig.

Ceylanit, s. Spinell.

Ceylon, Ceylan oder Selan in der Landes-sprache Sihala-Diva, bedeutende Insel südöst-lich von der Siidspitze Vorderindiens, 24,700 engl.CD SOieilen, mit 1,792,000 Einw. Die 15—20Meilen breite Palksstraße und weiter südlich derMeerbusen von Manaar trennen die Insel voniWfien Lande; zwischen beiden befindet sich die 14Meilen lange Adamsbrücke, die lleberreste einer ehe-maligen Landzunge, durchweiche die Insel mit demsesten Lande zusammenhing und die jetzt eine Reiheueiner Inseln und Sandbänke bildet, welche dieMhrt durch die Straße sehr erschweren. Die Inselm an den Küsten flach, mit schönen Baien, die Ost-jüste aber weniger angebaut als die Westküste; imInnern hat sie bis 8000 Fuß hohe Gebirge, vonVenen mehrere größere und kleinere Flüsse herab-wtnmen; auch giebt es niedrere Leen. Das Klimafit im Innern nicht überall gesund, auch ist das Landnicht hinlänglich angebaut; aber es ist reich an Pro-vuklen und der Boden meist sehr fruchtbar. Diewichtigsten Produkte des Pflanzenreichs sind Zimmt,vessen eigentliches Vaterland die Insel ist, wo auchNoch der beste erzeugt wird; srruer Kaffee, Pfeffer,4-aback , Färberröthe, Cocosuüsse, Südfrüchte, Reisn>cht hinlänglich für den eigenen Bedarf u. a. UnterviN Tbieren ist der Elephant, welcher auch als Haus-chler dient, das wichtigste; außerdem giebt es viele^>ger, Bären, Hyänen, Scbakals, Füchse, Affen,Gazellen, Elenthiere, wilde Schweine, PapageienNnd anderes wildes Geflügel, Krokodile, prächtigeSchmetterlinge und Käfer, Chankmuscheln und

Perlen, deren Fang früher noch bedeutender war alsjetzt, sowie noch viele andere. Außerdem finden sichviele Edelsteine, namentlich Rubine, Topase, Ame-thyste, Granaten. Camielsteine, Katzenaugen nndTurmaline, auch Saphire, etwas Quecksilber, Kupferund Eisen. Die Industrie ist außer in den wich-tigeren Seestädten noch wenig ausgebildet; derHaupterwerbszweig ist der Anbau und die Gewinnungder zahlreichen Landesprodukte und der Handel da-mit. Die Anpflanzung und die Ausfuhr desKaffees, der erst seit 1815 in den Kafseedistrikten imInnern kunstmäßig angebaut wird, hat besondersin der neuesten Zeit bedeutend zugenomnien und auchdieOualität hat sich sehr gebessert. Man unterscheidetPlantation, der in regelmäßigen Pflanzungengewonnen wird, und N ati v e, welcher halb oder ganzwild wächst; der erstere ist bedeutend besser als derletztere. Die Ausfuhr von Zimmt, der früherStapelartikel war, jetzt aber zum Gegenstände einergewinnlosen Spekulation herabgesunken ist, beträgtjährlich ca. 300,000 Ctr.; Cocosnußoel, Coir, Ta-back, Arekanüsse und Arrack werden viel nach Indienausgeführt; Cardamomen, Eben-und Sapanholzund einige ätherische Oele gehen nach Europa. Diejährlich exportirte Quantität Oel der Cocosnußschätzt man aus 1 bis 1% Mill. Pfund Sterling;von Coir werden alljährlich 30 bis 40,000 Ctr. imWerthe von 200 bis 250,000 Pfd. Lterting ausge-führt. Der Anbau des Zuckers hat nicht ange-schlagen , weil der Boden nicht fruchtbar genug zusein scheint; auch der von amerikanischer Baumwolle,der ein gutes Produkt lieferte, hat wieder aufgehört,weil er zu kostspielig war, oder weil er den'Bodenzu sehr erschöpfte. Nach den dem englischen Parla-mente vorgelegten Tabellen betrug im Jahre 1859der Werth aller Einfuhren 3,474,487 Psv.Sterling; der der Ausfuhren 2,524,752 Psd.Sterling. Der gesammte Tonnengehalt der ein-und ausgelaufenen Schiffe ist 781,392 Tons. DieInsel Ceylon ist Eigenthum der britischen Krone.Früher gehörte das Küstenland den Niederländern;sie wurden jedoch in den Jahren 1795 und 96 vonden Engländern vertrieben, welche hierauf die Inselbesetzten, den einheimischen König aber im Innernregieren ließen. Der letzte dieser Regenten wurde1815 in Folge seiner Grausamkeit von den Einge-borenen gefangen genommen und an die Engländerausgeliefert, worauf diese 2 Jahre später, als eineEmpörung gegen sie ausbrach, sich die ganze Inselunterwarfen. Die frühere Hauptstadt derselben istdas fast in der Mitte in reizender Gegend gelegeneKandi mit 3000 Einwohnern und einem berühmtengroßen Zinmltgarten. Der König regierte jedochgewöhnlich in der weiter nördlich gelegenen heiligenStadt Anaradhepuru, welche früher einenaußerordentlichen Umfang hatte, denn die vorhan-denen Ruinen bedecken ein Viereck von 6H, Stundenin der Länge und Breite. Sie war früher Haupt-sitz des Buddhadienstes und die hier besiudlichenTempel werden noch jetzt von den Eingeborenen hochverehrt. — Die jetzige Hauptstadt und Sitz desGouverneurs ist Colombo an der Westküste, mit50,000 Einw., eine regelmäßig gebaute Stadt, welchemehr europäisches Aussehen hat, als irgend eineandre Stadt in Indien. Sie hat jedoch nur einenschlechten Hafen und eine Rhede, die nur von An-fang October bis Ende März, während des nordöst-lichen Monsuns, einen sicheren Ankerplatz gewährt.Die Stadt wird von einem starken, vom Meere fast