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Erster Band.
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Champgachot

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Chapelets

utib in diesem Zustande hält man ihn gewöhnlich fürbndorben. Die trockenen, scharfen und wenig süßenWeine, wie namentlich der Sillery, sind dieser Krank-heit jedoch nicht unterworfen. Ist sie noch nicht be-ventend, so kann man den Wein durch starkes Schüt-teln wenigstens trinkbar machen. Außerdem kanntti«n ihn davon heilen, wenn man ihn ganz ruhigläßt, bis der Nicderschlag eine dunkelbraune, fastIchwarze Farbe angenommen bat, wozu je nach denUmständen, ein halbes bis 5 Jahre erforderlich seinkönnen, und ibn dann vorsichtig abfüllt. — Mantheilt die Champagnerweine, sowohl die weiße» alsdie rothen, in 3—4Classen; znrl. Classe gehören:

weiße: Sillery, als der vorzüglichste, der beidem gleichnamigen Orte, 2 Stunden von Rheims,wächst; er hat eine Bernsteinfarbe, trocknen (etwasherben) Geschmack, viel Geist und vortreffliche Blume,erhält den Mund rein, stärkt den Magen und verur-sacht keine Unbequemlichkeiten. Die Weine von A y,welche in der Nähe von Epernay, 5 Stunden südlichvon Rheims wachsen, sind zwar weniger geistig undwagenstärkend als der Sillery, auch nicht ganz sohaltbar, aber leichter und markiger, dabeisein, delikat,sprudelnd und haben eine gute Blume. Die WeinePo» Marenil bei Ay, Bonzy und Dizy kommenchne» fast gleich und werden auch häufig für Ay ver-täust. Elwas geringer ist der von Hantvilliers,der jetzt weniger gut ist als früher, und Pierry,welcher einenFlintensteingeschmack hat. d) Rothe:Berzy, Mailly, Merzenay, Saint-Basle,haben sämmtlich schöne Farbe, Körper, Geist, vielFeinheit, Göhr und Blume; Bonzy ist ebenfallssehr delikat; Saint-Thierry vereinigt die Farbeund Blume des Oberbnrgmiders mit der Leichtigkeitde« Champagners. 2. Classe, a) Weiße: Cra-manr, Avise, Angers, lc Menil, Oyer,Epernay rc. sind fein, leicht, süß und angenehm,d) Rothe: Hantvilliers, Marenil, Dizy,Pierry, Epernay,Taissy, Lud es,Chigny,Rilly, Billes-Allerand (Oeil de Perdrix);Turnieres ist sehr gut, hat aber weniger Körper undGeist und ist auch nur 3—4 Jahre haltbar. 3. und^ Classe, a) weiße: Chenilly, Monthelon,GranveS, Mangrimand, Molins, Bean-wont, Billars, Chablis, Troispnits rc.stnd sämmtlich angenehm, aber schwach und werdenweist im Lande getrunken; eine der geringsten SortenWerd Tisane de Champagne genannt, h) Rothe:^illedemange, Ecneil, Chamery sind sehrMerhast; ferner von mehreren Bergen bei Saint-.. hierry, die angenehm von Geschmack, aber nicht"9 gefärbt sind; dann die von Avenay, Cham-p^guonnnd Damery; noch geringer sind mehrereWu Rheims und Epernay wachsende Sorten. DieHouptplätze des Champagnerhandels sind Chalonsan der Lltarne, Epernay und Rheims, in deren Kel-wrn sich Durchschnittlich immer gegen 19 MillionenFlasche» befinden. In der neueren Zeit aber habenstch die Borrälhe in Folge mehrerer guter Weinjahre,vesondcrs aber der Berfertignng anderer Schaum-weme in Frankreich, Deutschland rc. bedeutend ver-land 3 e ^ 'wch Rußland und Eng-

r , ^hampgachvt, ein guter rother BurgunderweinWKlasse, der in der Gegend von Annay imDcparte-weut der Nonne gewonnen wird.

..Champignon, Heiderliug oder Dreisch '2 "3 , Agaricus eampestris, ein Pilz mit 1—2Zoll hohem und 7s Zoll dickem, meist weißem Stiele

! und fleischigem, gewölbtem, in der Mitte verflachtem,seidenartig glattem Hute, der meist weiß, zuweilenaber auch gelblich, bräunlich oder ganz braun ist undein weiches weißes oder röthliches Fleisch von ange-nehmem ^Geruch und Geschmack hat. Er wächst inganz Europa in Baumgärten, auf feuchten Brach-äckern und Tristen, kann aber auch aus besonders zu-gerichteten Beeten erzeugt und gezogen werde». Diesgeschieht besonders im südlichen Frankreich, wo dieChampignons theils getrocknet, theils gepulvert(Champigiioiipulver) einen bedeutenden Han-delsartikel bilden, der auch ins Ausland versandtwird. Außer aus Frankreich kommen auch viel Cham-pignons und dergleichen Pulver in Blechbüchsen oderFlaschen aus Savoyen, Genua und aus Neuenburgin der Schweiz. Man verwendet sie zu Saucen undan Speisen als Gewürz und kann auch eine der ost-indischen ähnliche Soya (f. b.) daraus bereiten. InEngland verkauft man eine dergleichen Sauce unterdem Namen Catohup. Zuweilen sind den getrock-neten Champignons Stücke des Kaiserlings,Agaricus caesareus, und des gewöhnlichen Stein-oder Herrenpilzes, Boletus edulis, beigemischt,die wenigstens unschädlich sind. — Champignonsnennt man auch eine Art Badeschwämme, s. d.

Champs heißt ein feiner, geistiger weißer Bur-gunderwein aus der Gegend von Auxerre.

Chanas, ein dem Burgunder ähnlicher rotherWein aus der Gegend von Bieniic im DepartementJsöre.

Chance, in dem Sinne, in welchem es im Deut-schen zuweilen gebraucht wird, heißt wahrscheinlicherErfolg, Wechselfall, Zusammentreffen oder Eintretenzufälliger Umstände, Wagniß, Risiko, Gefahr rc.

Change heißt Tausch oder Baratt (s. b); daher:cha n giren, i n Change gebe »oder nehmen,f. v. a. tauschen.

Changeanttafft, s. Schillertafft.

Chanks oder Chankmnschein heißt eine Arttrichterförmig gewundener Muscheln, lllurexlritonisoder Tritonium variegatum (nach Anderen jedoch Va-luta gravis), die besonders an den Küsten von Ceylonund in einigen anderen Gegenden Ostindiens in gro-ßer Menge durch Taucher gefischt werden und in Ost-indien einen bedeutenden Handelsartikel bilden. Siewerden daselbst in Ringe gesägt und von den Hindu-frauen zur Zierde an Armen'und Füßen, Fingernund Zehen getragen. Die Hanptbank bei Ceylon istvon der englischen Regiening für 00,000 Doll. ver-pachtet. Die größten sind über einen Fuß lang; dieWindungen haben starke Qnernäthe und die ovaleOeffnnng ist am Rande mit p.iarweis stehenden wei-ßen Zähuchen besetzt. Die schönsten haben auf weiß-lichem Grunde deutliche mondsörpiige brannrotheFlecken; doch ist die Zeichnung verschieden. Manfindet sie auch linksgewnndcn, welche höher als diercchtsgewnndcneii bezahlt werden. Man unterschei-det grüne, in denen das Thier beim Fange nochlebendig war, und weiße, welche nach dem Todedes Thieres gefangen sind und durch das Hin- undHerwerfen in den See, Glanz und Farbe ganz oderzum Theil verloren haben. Die ersteren sind vielmebr geschätzt als die letzteren.

Chapeaux Gibus, f. H ü t e.

Chapelets, s. Rosenkränze. Auch nennt manin Frankreich eine Art Glaskoralleu so, welche aufSchnüre gereiht sind und besonders nach der Küste.| von Guinea gehen.