Continkiitcükasskk
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Contocorrent
dem Erdkörper, zum Unterschiede von den Inseln.Die europäischen Staaten nennt man im GegensatzeMit England ebenfalls den Eontinent.
Continentaikaffee, s. Cichorien.
Continentaisystem heißt man den Plan Napo-leons I., England von aller Verbindung mit demeuropäischen Festlande auszuschließen, um dadurchden englischen Handel zu vernichten und Englandzum Frieden und zur Anerkennung des im UlrechterFrieden aufgestellten Seerechtes zu zwingen. EinUnter dem 21. November 1806 von Berlin aus er-gangenes Dekret erklärte die englischen Inseln inBlokadestand, jeden englischen Unterthan auf demEoutinent als Kriegsgefangenen, jedes englische Gutuuv Schiff als gute Prise. Rasch und unerbittlichwurdedieserBeschlußgehandhabt; in Bremen, Lübeck,Hamburg, Leipzig u. s. w. suchte man augenblicklichMaaren englischen Ursprungs auf und nahm sie zumBesten des französischen Fiscus weg. Auch die nochunabhängigen Staaten suchte Napoleon zur Ab-sperrung gegen England zu zwingen, allein seinPlan, letzteres dadurch zur Nachgiebigkeit zu nöthigen,gelang ihm nicht, obgleich in den englischen Fabrik-vezirken die größte Noth entstand. England setzte denKrieg fort, seine Waaren fanden neue Wege nachüberseeischen Ländern, und durch den Schmuggel-handel wurden englische Waaren massenhaft auf denEontinent gebracht. Dieses Continentalsystem hatteauch den für den französischen Kaiser unglücklichenRussischen Krieg und seinen Stur; zur Folge.
Conto heißt man eine in den Büchern ausge-lohete Rechnung über das Schuldverhältniß miteinem Geschäftsfreunde, oder über das was man vonsauer Sache empfängt und wieder weggiebt (s. a.Buchhaltung). Das erstere heißt einPersonal-couto oder persönliches Conto, das letztereein unpersönliches, todtes', Hülss- oderSacheonto, welches nur eine eingebildete Sachebetrifft. Jedes Conto hat eine Doppelseite. ^ Dielinke Seite (Debetseite) ist mit Soll oder Debet über-schrieben und enthält Alles, was dem betreffendenEouto zu belasten ist; die rechte Seite (Creditseite) istMit Haben oder Credit überschrieben und nimmt Allesauf, was dem betreffenden Conto gutkommt. DieUnpersönlichen Conten führen Rechnung über die^Mzelnen Theile unseres Besitzes, z. B. das Liegen-lchastenconto über den Grundbesitz; das Wech-' Sconto über die ein- und ausgegangenen undnoch vorhandenen Wechsel; das Cassaconto über°?u baaren Geldvorrats, das Waare nconto überblo Waarenumsätze und Waarenvorräthe u. s. w.;jsrner über die Vermehrung und Verminderung desSitzes. Ihr Zweck ist, die Resultate der auf denpersönlichen Conten verzeichneten Geschäfte undUnternehmungen zu ermitteln und den Gewinn odersPerlust an denselben nachzuweisen. Einzelne diesertonten ergeben aber weder Gewinn noch Verlust, so5-, B. das Cassaconto, welches nur als Controle übervorrälhige Baarschaft dient; andere werden nuryere,„gezogen, um zu einem Debitor einen tempo-rären Creditor und umgekehrt zu einem Creditorvorübergehend einen Debitor zu haben,y Conto oder.Conto de Reis nennt man inP°«ugal und Brasilien 1 Million Reis oder 1000, is; das ContodeContos — 1 Million 6on-os äv Reis oder 1 Billion Reis.
Conto a meta, Rechnung auf halben Antheil,gemeinschaftliche Kosten, wenn zwei Personen ein^bschäft unternehmen, zu welchem die eine so viel
Geld giebt als die andere, und sie dann auch denGewinn oder Verlust zur Hälfte unter sich theilen.
Contocorrent nennt man die fortlaufende Rech-nung,'die man mit einem, besonders auswärtigenGeschäftsfreunde führt, sowie den abgeschlossenen Aus-zug derselben aus den Handlungsbüchern, aus wel-chem man den Saldo ersteht. Bedeutende Hand-lungen senden ihren Geschäftsfreunden häufig zueiner gewissen Zeit. namenllich mit dem Jahresschlüsse,ein Contocorrent, um mit ihnen über den Stand derRechnung in Uebereinstimmung zu bleiben und etwastattfindende Abweichungen in Zeiten ordnen zu kön-nen. Zuweilen geschieht dies auch zu einer anderenZeit, wenn ein Kaufmann mit seinem Geschäfts-freunde über den Saldo nicht einig ist, und dann istes in der Regel der Verkäufer, welcher dem Käuferdas Contocorrent oder den Rechnungsauszug schickt.Ein solches Contocorrent ist nichts als die Abschriftdes Contos mit dem Abschlüsse; der Saldo ist auf dieSeite geschrieben, deren Summe die kleinste ist, dannfind beide Seiten summirt und der Saldo auf der-jenigen Seite, deren Summe vorher die größere war,vorgetragen, ebenso wie dies beim Abschluß einesContos im Haupt- oder Contocorrentbuche geschieht.Besonders ist es aber bei den Bankiers regelmäßigerGebrauch, an jeden ihrer Geschäftsfreunde, mit denensie in laufender Rechnung stehen, am Jahresschlüsse,zuweilen auch halbjährlich, ein Contocorrent zuschicken, dessen Zweck aber nicht allein die Regu-lirung des Saldos ist, sondern auch die Berechnungder gegenseitigen Zinsen und der auf die Geschästedes Jahres zu berechnenden Spesen an Courtage,Provision, Briefporto und dergl. Ueber die zweck-mäßigste Art der Zinsenberechnung vermittelst einesgemeinschaftlichen Divisors (Schlüssels) werden wirin dem Artikel Rechenkunst, kaufmännische,ausführlich sprechen, und dabei auch erwähnen, daßman bei Berechnung der Zinsen aus mehrere Postenmit verschiedenen Zeiten nur nöthig hat, jeden ein-zelnen Geldbetrag mit der Anzahl der Tage zu mul-tipliciren, dann die erhaltenen Produkte zu snmmirenund die Summe durch den zu dem betreffenden Zins-füße gehörigen Divisor (bei 5% durch 7200, bei 4%durch 9000 rc.) zu dividiren. Ebenso braucht man,wenn man Zinsen im Debet und im Credit zu be-rechnen hat, nur die Summen der Produkte beiderSeiten von einander abzuziehen und den Rest durchden Divisor zu dividiren, um den Zinsensaldo zuerhalten. Auf diese Weise werden auch die Conto-correuten der Bankiers ausgefertigt, jedoch nur dann,wenn die Zinsen zu dem nämlichen Fuße berechnetwerden, der Aussteller des Contocorreuts mag vondem anderen Theile zu fordern haben oder ihm schul-dig sein; werden aber, was oft geschieht, im erstenFalle höhere Zinsen berechnet, als im letzten, oderberechnet der Aussteller nur dann Zinsen, wenn erzu fordern hat, schreibt aber gar keine gut, wenn erschuldig ist, so würde die erwähnte Art der Zinsen-berechnung ein unrichtiges Resultat geben, und manmuß dann die Stufen- oder Staffelrechnung anwen-den , von der wir später sprechen werden. Um sichdas Schreiben der vielen Ziffern in den Produktenzu ersparen und die Arbeit etwas zu erleichtern, las-sen die Bankiers auch zuweilen die beiden letztenZiffern jedes Produktes weg, vermehren aber, wenndie vorletzte eine5 oder mehr ist, die letzte stehenbleibende Ziffer um eins. Von dem Divisor streichensie dann ebenfalls die beiden letzten Nullen weg unddividiren anstatt mit 7200 mit 72, anstatt mit 9000
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