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Erster Band.
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Deviation

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Diatarsäurr

ihrem ursprünglichen Werthe in seinen Lassen an-nimmt und einwechselt und nach dessen Ablauf erstdie Herabsetzung des Werthes eintritt

Deviation heißt Abweichung vom Wege, in derkaufmännischen Sprache aber besonders die Ab-weichung eines Seeschisses von dem ihm contractlichvorgeschriebenen Wege. Der Schiffer ist nur in fol-genden Fällen dazu befugt: a) wenn es ihm durchden Landungsvertrag erlaubt ist, Escalen ss. d.)zu machen; b) wenn sie, was hin und wieder derFall ist, für die betreffende Reise usanzmaßig ist;c) in Nothfällen und in solchen, welche eine Folgehöherer Gewalt sind, z. B. das Einlaufen in einenNothhafen wegen Sturmes rc., das Angehen einesHafens, um Wasser oder Proviant einzunehmen, dieFlucht vor Kapern oder Seeräubern rc.; geschieht esjedoch, weil das Schiff von Haus aus nicht seetüchtigwar, so kann dadurch in den meisten Fällen dieVerpflichtung der Versicherer präjudicirt werden;ä) wenn das «schiff einem andern, das in Noth ge-rathen ist, beisteht, um Menschen zu retten, nicht aberum die Ladung zu bergen..

Devise bedeutet in der kaufmännischen Spracheüberhaupt Wechsel auf fremde Platze, und zwar be-sonders wenn von einer ganzen Gattung Wechseldie Rede ist. Man bedient sich des Wortes nament-lich in Coursberichten und sagt z. B. „diese Devise(Londner Wechsel rc.) war ausgeboten" und dgl.

Devonshire Plains nennt man in England diein der Grafschaft Devonshire verfertigten grobenwollenen Tücher von verschiedenen Farben, die zuKleidungen der Matrosen und der Neger in West-indien gebraucht werden, sowie auch ordinaireDozeens und Kerfeys (f. d.).

Dextrin oder Stärkegummi heißt der eigent-liche nährende Bestandtheil des Stärkemehls. Dieserist nämlich in den kleinen Kllgelchen enthalten, ausdenen das Stärkemehl besteht, und von einer imWasser unlöslichen und nicht nährenden Hülle um-geben. Diese Hülle zerspringt in der Hitze, entwederdurch trocknes Rösten des Stärkemehls oder durchAutguH von heißem Wasser. Wenn das Stärkemehlin metallenen Trommeln gelinde erhitzt wird, bis dieKügelchen zerspringen und eine gelbbraune Massebilden, so nennt man es Leiokom oder Leco-gomme oder auch geröstete Stärke undStärkegnmmi; durch den Aufguß von heißemWasser entsteht das, was man gewöhnlich Stärke-kleister nennt und der im Wasser ausgelöstes, abernoch mit den Hüllen der Kügelchen vermischtesDextrin ist. Um das letztere rein zu erhalten, müssendie Hüllen davon geschieden werden, und dies ge-schieht entweder, wenn man Stärke in verdünnterSchwefelsäure auslost und dann mit Kreide neutra-lisirt, oder wenn man sie mit 5 bis 10 % gekeimter,dann getrockneter und gemahlener Gerste zusammenin warmem Wasser auflöst, oder auch wenn man demdurch Aufguß von warmem Wasser auf die Stärkeerhaltenen Kleister einen durch warmes Wassererhaltenen Aufguß der geleimten Gerste (Gerstenmalz)in dem angegebenen Quantitätsverhältnisse zusetzt.Beim Keimen der Getreidekörner und besonders derGerste entwickelt sich nämlich in denselben ei» eigenerStoss, Diastase genannt, ein gelblich-weißer, nichtkrystallisirbarer Stoff, ohne Geschmack, in Wasserlöslich, der die Eigenschaft besitzt, jene Wirkung auf'das Stärkemehl auszuüben, d. h. es in Dextrin uin- ;zuwandeln. Wenn man das mit Gerstenmalz ver-!mischte und in Wasser ausgelöste Stärkemehl eine 1

Zeitlang auf einem Wärmegrade von 60 — 65" R-erhält, so wird die Mischung dünnflüssig und esbildet sich Dextrin und später Zucker. Eine Ber-bindung von Dextrin mit Jodlösung gibt keine blaueFärbung. Das Dextrin ist eine harte, feste, weißeMasse von 1,2,, spec. Gewicht, löslich in Wasser, un-löslich in Alkohol und lenkt das polarisirte Licht starknach rechts, weshalb es den Bamen Dextrin erhaltenhat. Es wird auch aus Kartoffeln gewonnen undjetzt fabrikmäßig im Großen dargestellt, und kommtin drei verschiedenen Formen vor: 1) flüssig, inSirupsconststenz, als Dextrinsirup, der leichtFeuchtigkeit an sich zieht, viel Zucker enthält undleicht in Gährung übergeht, sich daher zum Aujbe-wabren und Versenden nicht gut eignet; 2) als einweißes, perlmutterfarbenes, leichtes, glänzendesPulver von sadem Geschmack, das sich jedoch auchnicht so lange aufbewahren läßt, als die dritte Form;3) in festen, gelblichweißen, durchsichtigen, demSenegalgummi ähnlichen brüchigen und zerreiblichenStücken, welche mit dem erwähnten weißen Pulverbestreut sind und sich in kaltem und heißem Wasserleicht auflösen. Das letztere kommt daher amhäusig-sten in den Handel und findet vielfache Anwendung,hauptsächlich zum Verdicke» der Beizen und Farbenbeim Kattun - und Tapeteudruck, zur Weberschlichte,zur Verfertigung von Druck- und Schwärzwalzen,bei der Bierbrauerei uud Branntweinbrennerei, auchin der Chirurgie und Photographie, uud als Ersatz-. mittet des theureren arabischen Gummi. Zu meh-reren dieser Zwecke wird auch das Leiokom ver-wendet und beide Artikel von den nämlichen Fabrikenverfertigt, deren es jetzt au mehreren Orten gibt, inDeutschland namentlich in Eiseuach, Graudenz, Prag,Jungbunzlan rc.

Dextroracemsäure ist eine in der Traubensäureenthaltene, das Licht nach rechts ablenkende Säure. Sieist gewöhnlich an Kali, auch au Kalk gebunden undkrystallistrt in vierseitigen, schiefenSäulen, oder in plat-ten, sechsseitigen Prismen. Mit Basen gibt sie Salze.

Deymenthenvl wird zuweilen dasKrausemünzölgenannt, und ebenso nennt man die daraus bereitetenZnckerküchel Deymenthenküchel.

Dha, ein birmanisches Längenmaß.

Dhraa, s. Draa.

Diagrydimn oder Oaoryckinm nannte mansonst das mit Quittensaft (2. cydoniatum) oder mitRosenblätterdecoct (D. rosatum) zubereitete Scam-monium (s. d.), dessen heftig purgirenve Eigenschaftdadurch gemildert wurde. Auf eine andre Art be-reitete man es, indem man das gepulverte Scam-monium der Berührung von Schwefeldämpsen aus-setzte, und nannte es dann Diagrydium sulphuratum-Jetzt ist nur noch der letzte Name für gutes gepul-vertes Scammonium im Gebrauch.

Diallag oder Smaragdit heißt ein Mineralvon gras -, lauch- oder seladongrüner Farbe, an denKanten durchscheinend und aus einem innigen Ge-menge von Hornblende und Angit bestehend. Esfindet sich in der Gegend von Genua, auf Korsikaund auf dem Fichtelgebirge, in großen eingewachsenenMassen, häufig mit einer Art Feldspath, demSanssurit verwachsen und bildet dann eine Artdes Gabbr o (s. d.), die in Italien Pietra maltescagenannt wird.

Dialursäure , entsteht durch Reduction desAlloxans (s. Mnrexid) neben Alloxantin, und kry-stallisirt in langen, farblosen Nadeln , die nach undnach an der Lust roth werden. Sie gibt mit Basen