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Erster Band.
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Dintenslsch

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Discipiinargrwait

Alles zerrieben, V« Loth ausgelöstes arab. Gummihinzugesetzt und mit Weinessig einige Tage digerirenlassen. c) Eine sehr schone grüne Dinte bekommtMan, wenn man Pikrinsäure, welche gelb ist, und in-digoblauschwefelsaures Kali (Jndigcarminblauer Kar-min) mischt, die wegen der Reinheit ihrer Farbendas schönste Grün geben. Je nach der Mischungkann man es in sehr verschiedenen Tonen darstellen.4) G elbe Dinte kann durch Auflösung vonGum-migutti mit etwas arab. Gummi in Wasser, oderdurch einen wässerigen Auszug von Safran mitetwas Alaun und arab. Gummi verfertigt werden.Ein andres Verfahren ist folgendes: 10 Theile kry-stallisirtes chromsaures Kali in 30 Th. Wasser auf-gelöst und mit 2V 2 Th. concentrirter Schwefelsäurevermischt. 5)Golddinte. Eine beliebige Mengeächtes Blattgold mit weißem Honig auf einem Reib-steine möglichst sein zerrieben, die Masse mit so vielreinem, kochenden Wasser aufgelöst, daß das fein ge-riebene Gold zu Boden fallen kann, die Flüssigkeitvorsichtig abgegossen, das Pulver auf Papier getrock-net und dann in einem Serpentinsteinmörser mit soviel Gummiwasser abgerieben, daß mau es als Dintebrauchen kann. Die damit geschriebenen Züge wer-den nach dem Trocknen mit einem Wolsszahne polirt.6) Es ist gegenwärtig eine Dinte unter dem NamenAlizarindiute vielfach in Gebrauch, welche nachverschiedenartigen Recepten bereitet wjrd. Manempfiehlt besonders folgendes: 42 Theile Galläpfelvon Aleppo und ZTHeile Holland. Krapp werden mitso viel Wasser als ersorderlich ist, warm ausgezogen.Nachdem man filtrirt hat, werden 5V.-, Theil Eisen-vitriol, 2 Theile holzessigsaure Eisenlösung, nebstl'/s Theil Jndigolösung dazu genommen. In Preu-ßen wird zu der Dinte, mit welcher die Nummernder Staatsobligationen eingetragen werden, eineLösung von salpetersaurem Silberoxyd und Pyro-gallussäure genommen, da andre Dinten sich durchchemische oder mechanische Mittel wieder wegschaffenlassen. Eine solche Dinte könnte durch die bei derPhotographie vorkommenden Absälle in großerMenge hergestellt werden. — Um Wäsche und dgl.mit einer unauslöschlichen Dinte (chemischen oderZeichnendiute) zu zeichnen, befeuchtet man dieStelle mit einer Auflösung von kohlensaurem Natronin dellillirtem Wasser und schreibt dann mit einerandern Auflösung von salpetersaurem Silber, arabi-schem Gummi und Saftgrün in destillirtem Wasserdaraus. Jede dieser Flüssigkeiten muß in einem gutverstopften Fläschchen aufbewahrt werden. Eineandere gute Dinte zu diesem Zweck giebt eine Auf-lösung von mineralischem Chamäleon in Wasser; siebringt braune, aber unverlöschbare Züge auf derLeinwand hervor, ohne diese anzugreifen. — Sym-pathetische Dinten sind Flüssigkeiten, mit denenman eine unsichtbare Schrift auf dem Papiere her-vorbringen kann, welche aber auf verschiedene Art,durch Einwirkung von Wärme, Säuren oder ande-ren Stoffen sichtbar wird. Man bedient sich ihrerzu Geheimschriften, besonders aber zu verschiedenenmagischen Kunststücken und ähnlichen Spielereien. —Obgleich die Dinte eben kein sehr wichtiger Handels-artikel ist, so haben wir doch besonders die Bereitungder schwarzen etwas ausführlich besprochen, zumNutzen derjenigen unserer Leser, welche sich die Dintezu ihrem Gebrauch selbst anfertigen wollen.

Dintenfisch, s. Blacksischbein.

Dintenpulver ist ein gröbliches Pulver, welchesaus den festen Bestandtheilen der schwarzen Dinte

besteht und durch einen bloßen Wasseraufguß einebrauchbare Dinte gibt, weshalb es zuweilen zumMitnehmen auf Reisen benutzt wird. Es kann be-reitet werden durch Vermischung von 16 Theilen feingestoßenen Gallapfeln, 9 Th. weiß gebranntem undgepulvertem Eisenvitriol, 15 Th. gestoßenem arab-Gummi und 5 Th. gestoßenem Kandiszucker.

Diochrit, s. Peliom.

Diopsid oder Baikalith, ein grünlichweißer,lauch- oder schwärzlichgrüner Stein, der sich derbund krystallisirt in Piemont und im Zillerthale inTyrol findet. Die schönen lichtgrünen Krystallewerden zuweilen als Schmuckstein geschliffen.

Diorit, s. Grün st ein.

Diosmin, s. Buccublätter.

Dipleidoskop ist eine Art Sonnenuhr, auswelcher man vermittelst eines auf 2 Seiten amalga-mirten Prismas, welches genau im Meridian auf-gestellt ist, durch das Zusammenfallen der durch dasSonnenlicht hervorgebrachten Bilder die Mittagszeitgenau bestimmen kann, besonders wenn diese Beob-achtungen mit einem Handmikroskope gemachtwerden.

Dippels thierisches Del, s. Hir s ch h 0 r nö 1.

Diptam, kretischer und spanischer Hop-fen, OriZannm «rotiouin, eine Art Dosten mitlangen weißen Blütenähren, deren große Deckblätterihnen das Ansehen von Hopfenzapsen geben; wächstbesonders auf der Insel Kandia. In den Apothe-ken braucht man die blühenden Spitzen: Spioneoder Snmmitates Or. er., die einen starken ge-würzhaften Geruch und brennenden aromatischenGeschmack haben, zu Kräuterkissen und zur Gewinn-ung des rothbrannen ätherischen Oeles: spani-sches Hopfenöl, Olenm Or. er., welches ge-würzhaft scharf und brennend schmeckt und gegenZahnschmerzen und Lähmungen der Zunge dient.Der spanische Hopfen kommt in kleinen Bündeln inden Handel, die viel Unreinigkeiten enthalten. Nurdie Blätter und Blumen sind brauchbar. Ersterehaben die Größe eines Daumennagels, sind rundund mit einem wollichten, weißen Gewebe dick be-setzt. Unter kretischem Diptam versteht man auchdie Blätter von Origanum Dictamnus, das ebenfallsauf Kandia einheimisch ist und in Deutschland zu-weilen als Zierpflanze gezogen wird. Sie wurdensonst unter dem Namen Lorda victamni oretioi,sowie auch das ätherische, sehr zewürzhafte, bluthrothe,durch Destillation gewonnene Del derselben: Olouni2iot. vret., in den Apotheken gebraucht.

Diptamwurzel oder Asch Wurzel, RaäixOiotamni albi oder R. Diptami, die Wurzeldes im mittlern und südlichen Deutschland, in Frank-reich, Italien, Rußland rc. in gebirgigen Gegendenwachsenden weißen Diptams. Sie hat eineschwammige, weiße Rinde, ist geruchlos und von et-was bitterem Geschmack; im frischen Zustande hatsie jedoch einen starken Geruch und Geschmack. Inden Apotheken wird gewöhnlich nur die Rinde derWurzel geführt, welche aus fingerslangen, röhren-förmig gewundenen Stücken besteht, die um so kräf-tiger sind, je geringer ihre Dicke ist. Man beziehtsie aus Thüringen, von Frankfurt a. M., Tübin-gen rc.

Direkt, unmittelbar, ohne Umweg.

Direkter Handel, s. H an d el.

Dirndelholz, s. K 0 r n e 1 k i r s ch e.

Disagio, f. Damno.

Disciplinargewalt. In jeden Lebenskreisen