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Erster Band.
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Donau

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DopprMcinleinen

von Donaueschingen im Großherzogthum Baden,durch die Bereinigung der voin Schwarzwalde kom-menden Flüsse Brege und Brigach, tritt bald ausBaden nach Württemberg über, wird bei Ulm schiff-bar, durchströmt dann Baiern, Oesterreich und miteinem weiten Bogen Ungarn, das sie später in öst-licher Richtung von der Türkei scheidet, deren Gebietsie bei Belgrad zuerst berührt, und ergießt sich endlich,nach einem Lause von 406 Meilen, durch vier Mün-dungen (Kilia, Stambul, Sulina und St. Georg)ins schwarze Meer, indem sie bis Wien den Cha-rakter eines Gebirgsstroms mit reißendem Laus be-wahrt. In Hinsicht ihrer Breite, Tiese und ihreslangen Lanses kann sie sllr den ersten deutschen Flußund als einer der vorzüglichsten Ströme Europasangesehen werden. Bon etwa 120 Flüssen, die dieDonau in sich aufnimmt und wovon 90 schiffbar,sind zunächst die Jller, Wernitz und Altmühl, derRegen, die Nab, der Lech, Lan und In», die March,Jsar, Eins, Dran lDrave), Sau oder Save, Murr,Theiß, Alnta und Morawa, der Sereth, Pruth undTemes auzusühreu. Für Deutschlands Handel ist sieindesscu weder in ihrem Gange noch bei ihrem Aus-flusse so wichtig, als die in jeder Hinsicht kleinereElbe (s. d.l, welche eine ungleich größere und mäch-tigere Zwischeuhändlerin als jene sllr Deutschland ist.Hamburg allein wiegt in seinem Handelsverkehr allean den Usern der Donau liegenden Städte, als: Ulm,Regensburg, Passau, Linz, Wien, Preßburg, Pesthund Ofen, Scmlin, Belgrad, Widdin, Silistria rc.auf. — Zu einer der Hauptstraßen für unsern Han-del mit den Osten von der Natur bestimmt, hat siediesem leider allzulange nur unvollkommen gedient,da außer den natürlichen Schifffahrtshindernissen(starkes Gesäll, morastige User, Untiefen, Sandbänkeund Klippen),, zu deren Wegräumung in geziemenderAusdehnung erst in neuerer Zeit von einer in Thä-tigkeit befindlichen europäischen DonaucommissionSchritte gethan worden sind, die verschiedenen Be-sitzer ver Userstaaten , besonders Rußland, das aberim letzten Pariser Frieden von den Mündungen ganzausgeschlossen worden ist, zu keiner freien Ent-wickelung gelangen ließen. Eine Commission derDonauuserstaaten ist jetzt auch beschäftigt, um ihrer-seits dem Verkehr jedmögliche Erleichterung ange-deihen zu lassen. DieserBerkehr ist durch dieDonau-Dampsschifffahrts-Gesellschaft, welche seit 1856 dieStrecke von Regensburg bis zum Meere befählt undeine bedeutende Anzahl Schiffe verwendet, lebhaft an-geregt worden. Die große» Einnahmen dieser Ge-sellschaft sind ein Maßstab für die Beurtheilung desHandels aus der Donau, in deren Häfen große Ge-treidemassen verschifft werde». Jetzt ist diese Straßefür Deutschlands Handel von hoher Bedeutung, nach-dem die Schifffahrt aus der Donau, von da wo sieschiffbar wird, bis zum Meere, frei erklärt und auchder Berkehr aus dem schwarzen Meere freigegebenwurde. Die Donauschifssahrts-Acte bestimmt unterAnderem folgendes: alle früheren Privilegien vonGesellschaften oder Personen, alle bisher bestandenenZwangsrechte, als Stapel-, Niederschlags-, Um-schlags- und Verkaufsrechte, sind für immer aufge-hoben. Der Betrieb der Schiffsahrt aus dem Meerenach jedem Landungsplätze der Donau und von jedemsolchen Landungsplätze in dab Meer steht den Schiffenaller Nationen aus dem Fuße einer vollständigenGleichheit frei. Der Betrieb der eigentlichen Fluß-schifffahrt , welche zwischen den Landungsplätzen derDonau ohne Berührung des Meeres stattfindet, ist

den Schiffen der Userländer vorbehalten. Alle solcheSchiffe (also türkische, walachische, serbische, öster-reichische, bairische und württembergische) sind zmnBetrieb der Schiffsahrt aus der Donau aus dem Fußeiner vollständigen Gleichheit berechtigt, können alsoWaaren und Personen von und nach allen Landungs-plätzen besördern, im fremden Staate Agenten an-stellen, Bureaux errichten rc. Alle Vortheile, welchein einem Uferlande den Schiffen einer Nation ge-stattet werden, sind auch allen andere» Schiffen ein-zuräumen. Es soll aus der Donau keine Gebühr,welche sich einzig und allein aus die Thatsache derBeschiffung des Flusses gründet, noch irgend eineAbgabe von den Waaren erhoben werden, die sich anBord des Schiffes befinden. Demzufolge sind allebisherigen Gebühren dieser Art aufgehoben worden.

Donchery heißt eine Gattung dichtgewebter, dauer-hafter wollener Serge, die in der gleichnamigen Stadtim franz. Départ, der Ardeuuen verfertigt und zuKlostergewändern und dergl. verwendet wird.

Donndorser Diamanten sind helle geschliffeneBergkrhstalle, die bei Donndors an der Unstrut inder preußischen Provinz Sachsen gefunden werden.

Donzacs heißen weiße und rothe Weine aus derGegend von St. Sever im sranz. Départ. Heiden.Die rothen haben, wenn sie alt sind, Körper, Geistund ziemlich angenehmen Geschmack; die weißen sindleicht und gewürzig.

Donzère, ein rother Dauphinöwein dritter Klasse,von dunkler Farbe, Körper und Geist, aus der Ge-gend von Montêlimart im Départ. Drôme.

Donzerre heißt in Frankreich eine gute Sorte desunächten Snmachs, aus den Blättern der Gerber-myrthe bestehend.

Doppelbasin, s. Kanevas.

Doppelbkaue Kattune nennt man solche Kat-tune, die zuerst schwarz bedruckt und dann blaugefärbt sind, so daß das Muster dunfler blau erscheint,als der Grund.

Doppelflinten, s. Waffen.

Doppelgold, s. Blattgold.

Doppelleinwand nennt man zuweilen dichte,weißgarnige Creasleinen aus Schlesien und derOberlausitz, sowie auch eine Art Leinendamast, deraus jeder Seite eine andre Farbe zeigt.Doppelmops, s. Taback.

Doppelperse nennt man in Oesterreich eine ArtKattune mit buntgemaltein Muster auf dunklemGrunde.

Doppelsalz, s. Salz.

Doppelsammet heißt ein Sammet, der auf beidenSeiten Flor von verschiedenen Farben hat, oder derauf der einen Seite aufgeschnitten und auf der anderngerippt ist.

Doppelschlag nennt man in den preußischenFabriken dicht gewebte, in der Wolle gefärbte Tuche,bei deren Verfertigung jeder eingeschossene Fadenmehreremale mit der Lade stark angeschlagen wird.Ferner versteht man darunter ein spitzenartiges undsteif appretirtes Gewebe, das aus Strumpfstühlengewirkt wird.

Doppelsteinleinen sind gewürfelte Leinen, blau,roth oder violett init weiß, bei denen die Farbendurch baumwollenes Garn erzeugt sind. Sie werdenbesonders in der preußischen Rheinprovinz verfertigt,5 / 4 —'*/ 4 Elle breit, buchsörmig Platt gelegt und sta»gepreßt, und gehen meist nach den Seehäfen und

nach Amerika. Man nennt sie auch E l b e r s e l d e r

Bouten Nr. 2.

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