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Donau
Docks
. Docks sind große ausgemauerte Bassins, welchem der Nähe des Meeres, eines Hafens oder großenFlusses angelegt und mit diesen durch Schleusen ver-bunden sind, so daß man mit der Ebbe das Wasseraus ihnen abfließen lassen, sie dann gegen die Fluthabsperren und das Wasser nach Belieben wieder ein-Jlfm kann. Sie haben besonders den Zweck, daßschiffe darin zum größten Theil trocken gelegt und tausgebessert werden können; auch werden die Schiffe 'darin aus- und eingeladen und sie sind zu dem Endegewöhnlich mit großen Waarenmagazinen und dann 'wit einer Mauer umgeben. Besonders in. den größe-ren englischen Häfen und namentlich in London und ;Liverpool, gibt es viele und großartige Anlagen dieser ;Art; außerdem sind vorzüglich die auch für Kriegs-!schiffe bestimmten Docks in Antwerpen berühmt. InMehreren Häfen Frankreichs, Englands, sowie in!Karlskrona in Schweden, sind die Docks auch zum 'Marien der Schiffe (Schissbaudocks) eingerichtet.Schwimmende Docks, die man in neuerer Zeit >an mehreren Orten in Frankreich, Holland, Amerika !und in Triest angelegt hat, sind große hölzerne Flößesuit Seitenwänden und Thoren, die, wenn ein Schifftu denselben aufgenommen werden soll, durch Ballastauf den Meeresgrund versenkt und wenn das Schiffdurch das Thor eingesührt ist, vermittelst Dampf-maschinen ausgepumpt werden, so daß sie sich mitdem Schiffe emporheben.
Döglinasthran, s. Thran.
Dösch, s. Dorsch.
Doescins, DoeskinsoderDoskins sind feine,lricsartig gewebte wollene Stoffe zu Mannskleidern,bie sowohl in England, als auch in den deutschenWollensabriken verfertigt werden. Die deutschen sindseiner als die englischen.
Doesootjes, s. Dousoutis.
Dvgganey, Dugany, die einfachePice, Kupfer-und Rechnungsmünze in Bombay, 100 — 1 Rupie.
, Dogger, D o g g e rb o o t, ein holländisches, haupt-sächlich zum Fischfang bestimmtes Fahrzeug, mitzwei Masten.
Doggert, s. Birkentheer.
Doawood heißt das hellbraune, sehr feste Holzber in Nordamerika wachsenden 6ornns florida. Dieröthlichgrllne, frisch gewürzhast riechende, trocken ge-ruchlose, bitter und zusammenziehend schmeckendeWurzelrinde wird in Amerika als Fiebermittel be-Uutzt und enthält einen eigenen Stoff, Cornin ge-nannt. ■/,
Doit, s. Duy t.ifl
. Dokument, ein Beleg, eine Urkunde, überhauptjede schriftliche Ausfertigung, die als Beweismitteldienen kann.
Dolche, s. Waffen.
Dolchstöcke, s. Stöcke.
. Dolerit, s. Flötzgrünstein.
Doli, Gewicht in Rußland.
, Dollar , Silbermünze in Nordamerika, s. Ver-einigte Staaten von Nordamerika.
Dollonds, s. Fernröhre.
Dolmetscher sind Personen, deren Functionendarin besteht, etwas Geschriebenes oder Gesprochenesaus einer fremden Sprache in die Landessprache oderUmgekehrt zu übersetzen. In den Handelsstädten undbesonders an den Seeplätzen sind es gewöhnlich be-sonders dazu angestellte und beeidete Personen, undUur diese können Schriften rechtsgültig übersetzen undMündliche Verhandlungen vor Gericht übertragen;zuweilen sind die beeidigten Schiffsniakler auch als
Dolmetscher verpflichtet. Die Handelsconsuln auffremden Plätzen haben gewöhnlich ihre eigenen Dol-metscher. In der Türkei heißt der Dolmetscher derPsorte, der stets ein griechischer Christ ist, Dragv-man oder Drogman, und ebenso werden dortauch die Dolmetscher der fremden Gesandten genannt.
Dolomit, eine Art Bitterkalk, welcher meist inderben Massen von weißer, grünlicher, gelblicher,hellgrauer, seltener gelblichbrauner und schwarzgrauerFarbe vorkommt, die aus krystallinisch körnigenTheilen zusammengesetzt, durchscheinend bis undurch-sichtig, perlmutterglänzend, schimmernd oder mattund ziemlich spröde sind. Der dichte oder körnigeDolomit, der fast immer mit feinen Glimmerschüpp-chen gemengt ist, hat Aehnlichkeit mit dem carra-rischen Marmor. Er findet sich in großer Menge imUrgebirge der Alpen, in der Schweiz, Tirol, Baiern,Kärnthen, Italien rc., in Württemberg, Baden,Thüringen, in der Eifel, in Ungarn, England rc.,
> und wird zu Statuen und Bildhauerarbeiten, zu! Bau- und Chausseesteinen und zur Bereitung vonj hydraulischem Mörtel benutzt. Aus den reinen Sor-ten gewinnt man auch Bittersalz und kohlensaureMagnesia. Sein specif. Gewicht ist 2,^.
; Domaschna, s. Juchten.
Domestiks nennt man in Nordamerika alle dicht-gewebten, glatten, baumwollenen Waaren, welche da-selbst in großer Menge verfertigt werden und einenwichtigen Ausfuhrartikel, besonders nach Südamerika,Afrika und China bilden. Man hat gebleichte undungebleichte; die ersteren werden, wenn sie lang ge-legt sind, besonders in Asien gewöhnlich Long-cloths genannt, in Mexico und Südamerika auchElcfantes. Der Hauptfabrikationsort für dieseWaare ist die Stadt und Umgegend von Lowell inMassachusetts und die meisten werden von Bostonund New-Uork ausgeführt.
Dom-Germain, ein guter, rother Wein von an-genehmem Geschmack aus der Gegend von Toul imfranz. Departement Meurthe.
Domicil, domicilirte Wechsel, Domici-liant, Domiciliât, s. Wechsel.
Domingo, s. Haïti.
Dominica, Dominico oder Dominique,eine der kleinen Antillen, zwischen Martinique undGuadeloupe gelegen, den Engländern gehörig, 14ßHMeilen mit 26,000 Einw. DieJusel ist vulkanischund sehr gebirgig, aber gut bewässert und fruchtbar;die Hauptprodukte sind Kaffee und Zucker, auch wirdSchwefel gefunden. Die Einfuhr betrug im Jahre1859: 66,506 Psd. Sterb; die Ausfuhr 96,861Pfd. Sterl. Gesammter Tonnengehalt der einge-laufenen und abgegangenen Schiffe' 17,925 Tons. —Hauptstadt ist Roseau au der Südwestküste, mitHafen, Magazinen und 5000 Einw., außerdemPortsmouth, nördlich an der Westküste.
Rechnung, Münz en, Maße und Gewichte,s. Wcstindien.
Dominoterie nennt man in Frankreich den Han-del mit buntem und besonders türkisch marmorirtemPapier.
Dommes, ein rother Wein aus Guienne von sehrdunkler Farbe, viel Körper, Geist und gutem Ge-schmack, der zu den Bordeauxweinen gerechnet wird.Er muß 4 Jahre auf dem Fasse liegen und wird ge-wöhnlich mit den weniger theuren Clairetweinenvermischt.
Donarwurzel, s. G a r g a n w u r zel.
Donau. Dieselbe entsteht östlich und in der Nähe