Drahtsaiten
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Drcchstcrwaaren
berg, Regensburg), Württemberg (Stuttgart), Ba-den, in der preußischen Rheinprovi»;, in Berlin,Wien je. verfertigt
Drahtsaiten , s. Saiten.
Drahtseile werden aus Eisendraht, mit u. ohneHanfeinlage und überhaupt in verschiedener Art derVerbindung verfertigt, und besonders in Bergwerken,zu Drahtbrücken, auf Eisenbahnen, wenn der Wagen-zug durch eine feststehende Dampfmaschine eine Höhehinaufgezogen werden muß, «• zu ähnlichen Zweckenverwendet. Gewöhnlich find mehrere Eisendrähteum ein Hanfseil gewunden und dann bilden wiederMehrere solche schwache Drahtseile, ebenfalls wiederMit einem Hanfseil tHansseele genannt) in derMitte, das eigentliche Drahtseil. Das letztere kannauf diese Art z. B. aus (i x (i = 3ü Drähten und1 Hanfseelen bestehen. Zur Verhütung des Röstenswird das fertige Seil gewöhnlich mit einem Firnißüberstrichen. Sie werden meist in den Werkstättender Bergverwaltungcn u. Eisenbabncn rc. versertigt.
Drahtstifte sind eine Art Rägcl von Messing-oder Eisendraht mit kleinen flachen Köpfen und an-geseilten Spitzen, die in verschiedener Länge undStärke in Ailcna, Jscrlohn, Solingen, Schmal-kalden, auf dem Harz, im sächsischen Erzgebirge, inMähren, Nürnberg, Wien rc., jetzt fast nur nochdurch Maschinen versertigt werden.
Drain, s. Derham.
. Drap und Draperie nennt man in Frankreichun Allgemeinen die wollenen Tuche und tnchartigenStoffe, sowie auch verschiedene dünnere Wollenzeugc,wie Serge, Kamlot, Damis, Merino, Thibet rc.;die letzteren werden auch petite Draperie und dieersteren gründe Draperie genannt, und von dieserunterscheidet man wieder Draperie live, wozu diefeinsten Tuche von Sedan, LouvierS, Elboeuf rc.,und Draperie eonimuiie , wozu die miltlen und ge-ringeren Tuche und ähnlichen Zeuge gerechnet wer-den. Die einzelnen Gattungen der Tuche unter-scheidet man gewöhnlich durch Angabe des Fabri-karionsortes; manche werden jedoch auch auf andere«rt bezeichnet und ebenso wird der Name Drap auchMehreren anderen Zeugen beigelegt, welche wirsämmtlich in den nachstehenden Artikeln ausführen.
Drap Cachemire, eine Art Kaschcmir, entwederaus feinem wollenen Garne, oder mit Baumwolle
gemischt.
Drap ohat werden in Frankreich rohe Tuche ge-kannt, deren Kette aus weißer, der Einschlag ausNatürlich grauer, brauner oder schwarzer Wolle be-geht, so daß sie nicht anders als schwarz gefärbt wer-den können.
Drap d'arxant, s. Brokat.
Drap dabaya oder üe boyc, ein schwarzer,d'cht gewebter und gewalkter, langhaariger Wvllen-stvff, der wenig geschoren und nur schwach gepreßtist und besonders zu Trauerkleidcrn verwendet wird.
Drap de Berry, eine Art geköpertes und dichtgewebtes Halbtuch oder Doppelkasimir von verschie-bst» Farbe u. Feinheit, das besonders zu Frauen-lleidern verbraucht wird.
Drap de coton heißt eine Art leichter, glatterVaumwollenzeuge, die besonders in Trotzes undArcis snr Anbe in Frankreich verfertigt werden.
Drap da Damss, D a m e n t u ch, s. T u ch.
.. Drap da Gobelins nennt man in Frankreich~ Ie superfeinen scharlachrotsten Tuche, welche früheraus per feinsten spanischen Wolle besonders in derpariser Gobelinsfabrik, aber auch in Sedan, Lou-
Fort's Univ.-Lexikon.
vier«, Abbeville rc. verfertigt wurden. Sie waren1'/« Stab breit und gingen besonders nach England,Spanien, Italien rc.
Drap da §ros bnraan sind ordinaire graueoder weiße Tuche, die zur Kleidung der Landleutedienen.
Drap da Jnliemes nennt man im Allgemeinendie in der Pariser Gobelinsfabrik verfertigten Tucheund anderen wollenen Stoffe.
Drax> da montagne, ordinaire Tuche, die be-sonders in und um Lunoux im Departement Audeverfertigt werden.
Drap das hommes werden in Frankreich undden Niederlanden schwarze Halbtuche zu Trauer-kleidern für Männer genannt, welche den Draps dedames ähnlich, aber meist weniger fein sind.
Drap da Soie werden in Frankreich alle schwe-ren , meist geköperten Seidenstoffe genannt, die zuWesten und früher auch zu Beinkleidern, seltener zuFrauenkleidern, verwendet werden, Man versertigtsie in verschiedenen Gattungen und auch unter man-cherlei stiamen, wie: Löte satinée, Royale , Sergede Rome, Croisé etc.
Drap d’été oder Sommertuch hieß eine ArtHalbtuch aus feinem Kammgarn, das früher beson-ders in Gera verfertigt wurde.
Drap d’or, s. Brokat.
Drapicrwolle wird in den Niederlanden die ein-schürige Schafwolle zu Tuchen und ähnlichen Zeugengenannt.
Drapiezseife wird aus Fischthran und Potaschebereitet und dient dazu, die Bälge der ausgestopstenThiere gegen Motten zu schützen. Zu diesem Zwecklöst man sie in Camphergcist auf, zu dem mau auchzuweilen noch etwas Moschus setzt. Auch Pelzwaarenwerden damit während des Sommers verwahrt.
Drap monstre, eugl. Hammercloth, wer-den in Frankreich sehr starke und dicht gewebte undgewalkte tuchartige Stoffe genannt, die'man anstattdes Leders zum Ueberzichen der Hänimerchen anFortepianos benutzt, Man verfertigt sie auch inDeutschland, namentlich in Aachen.
Drappo, Mehrzahl Drappi, ist die italienischeBenennung für Wvllentuch, doch bezeichnet man da-mit zuweilen auch Zeuge aus anderen Stoffen, z. B.Drappi di seta, im Allgemeinen schwere seideneZeuge ,Drappispolinati, broschirteund beson-ders mit Gold und Silber durchwirkte Seidenstoffeund andere.
Draps oroisés werden verschiedene ordinairegeköperte, dichte, tuchartige Wollenzeugc genannt.Die feineren nennt man auch Draps double croisés.
Draps petits oder petite Draperie, s.Drap.
Draufgeld, s. Angeld.
Drawback heißt in England der Rückzoll auf aus-geführte Waaren.
Draw-Boys heißt eine Art geköperte und ge-musterte englische Wollenzeuge nach Art derLastings.
Drechslerwaaren sind die außerordentlich man-nichfaltigen Artikel von Holz, Horn, Knochen, Elsen-bein, Perlmutter, Bernstein rc., die meist auf derDrechselbank versertigt, aber auch ganz oder zumTheil geschnitzt werden. Sie werden in großerMenge und Mannichfaltigkeit besonders in Nürn-berg, Fürth, Gcißlingc» bei Ulm, Augsburg,Berchtesgaden, Gröden in Tirols in mehreren Dör-fern des sächsischen Erzgebirges (Seifen, Ncuhauscn,
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