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Erster Band.
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Florrtrndes

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Flussspathfäurc

. Floreteades nennt man in Spanien die P a p e -lrne, s. t.

Floretleinwand, s. Florleinwand.Floretonnes heißt eine Art feine span. Schafwolle.Florets, s. Waffen.

. Florets oder Florettas nannte man frühereine Gattung flamländischer und brabanter Leinen,welche besonders nach Spanien gingen. Floretsbeißt auch ein fatinirter wollener Zeug, mit buntenBlumen zur Kleidung der Landleute, der aus Englandstammt, und im HannLverfchen bezeichnet man damiteuwn dem Booklinon ähnlichen Baumwollenzeug.Floretscide, s. Seide.

Floridzin, s. Pflorrizin.

§ lorin, s. Gulden.

^lorind'or, s. Goldgulden.

Florleinwand oder Floretleinwand, einWnier, sehr locker gewebter Zeug von Leinen- oderBaumwollengarn, der besonders im nördlichen Frank-reich, sowie in einigen Gegenden der Schweiz undheh südlichen Deutschlands verfertigt wird. Hierwird sie auch schwäbische Leinwand genanntund besonders nach Italien abgesetzt.

Flvrseide nennt man eine Art 3- oder 4fach ge-zwirnter Organsinseide, die zu schweren Zeugen ver-arbeitet wird.

Florstein, s. Obsidian.

Floßholz oder Floßholz, s. Holz.

Flots nennt man in Frankreich eine Art süßeMandeln, die in der Gegend von Aix im Depart.«er Rhonemündungen wachsen und meist besser alsdie übrigen Provenccmaudeln sind.

Fluctuiren sagt man zuweilen von Waaren- undanderen Preisen für schwanken; daher Fluctu-ation, Schwankung oder Schwanken.

Flüchtige Ocle, s. O ele.

Fluchtiges Salmiaksalz, s. Riechsalz, eng-lisches.

Flüchtige Zeuge, flüchtig stehende oder^flüchtig geschossene Zeuge, nennt man solche,!welche dünner und lockerer gewebt sind, als es Zeugederselben Gattung in der Regel sein sollen und tuedeshalb eine stärkere Appretur erhalten haben. jWliigel, s. Instrumente, musikalische. il-r .Ute, Flütschiff, Pinke, ein schwerfälliges,!! br langsam segelndes Lastschiff, das in jetziger Zeit!»ur „och wenig benutzt wird.

Flunder, s. Scholle.

Fluorammonium, slußsaures Ammoniak,::hydrofiuoricum, entsteht, wenn Salmiak lUt Fluornatrium erhitzt wird, wobei es als weißes 1•Puitter sublimirt. Es ist neutral und greift das Glasl arl an Die davon gemachte wässerige Lösung gibt,

, ^'u man sie abdampft, weiße an der Lust leichtiersiießende Körner, die das saure FluorammoniumLad ' ^leses, wie die Verbindungen des Natrium, .hpv und Kalium mit dem Fluor, werden in^.Photographie gebraucht.

Fluorwasserstoffsäure, s. Flußspathsäure.Bus, s. Fels.

g.Fluß oder Flußmittel nennt man solcheSub-welche das Schmelzen strengflüssiger Metalleu Reducirung (Verwandlung in Metall) vona.„^Uvxydeu befördern. Man hat namentlich sol-8,, '• Weißer Fluß, den man durch das Ab-^ »Neu eines Gemisches von gleichen Theilen Sal-

rzeu Fluß oder

vvu yieia

so und Weinstein erhält; schwaWisch!^" usfluß, durch das

Abbrennen einerung von 1 Theil Salpeter und 2 Theilen Wein-

steinsalz gewonnen;roherFluß heißt die noch un-verbranute Mischung von Salpeter und Weinstein;Beaumes schneller Fluß besteht aus3 TheilenSalpeter, ITHeil Schwefel und lTheil feine Tägespäne(mit dieser Mischung kann man eine kleine Silber-münze, die man dazwischen legt, in einer Nußschaleaugenblicklich schmelzen, wenn man sie anzündet). —Fluß nennt man auch eine farbige Glasmasse odereinen Glasfluß, der einenEdelstein nachahmen soll, z.B.Rubinfluß, Amethhstfluß rc., sowie auch einen solchen,Edelsteinen in der Farbe ähnlichen F l u ß s p a t h (s. d.).Ferner versteht inan darunter ein beim Sieden derSeife abstillendes Nebenprodukt, das größtentheilsaus Chlorkalium besteht und das noch zur Verfer-tigung der schwarzen Seife und bei der Alaunsiedereibenutzt wird.

Flußhafen, s. Hafen.

Flußharz, s. Animegummi.

Flußpserdzähne, s. Nilpferdzähne.

Flußsäure, s. Flußspathsäure.

Flußspath oder flußsaurer Kalk, llaloariakluorata, ein aus Kalk und einer eigenen Säure,der Flußsäure »derFlußspathsäure (s.d.solg.Art.) bestehendes Mineral, das meist in Würfeln,zuweilen in Oktaödern krystallisirt, auch dicht underdig vorkommt, weicher als Bergkrystall, aber härterals Kalkspath, durchsichtig bis durchscheinend, imreinen Zustande farblos, öfter aber lebhaft blau, gelb,grün, roth, violett rc. von Farbe, zuweilen auch ge-streift ist, Glasglanz und muscheligen oder unebenenBruch hat. Er findet sich häufig auf Gängen inSachsen, Böhmen, am Harz, in Baden, Ungarn,Norwegen, England, Frankreich rc. Man benutztihn vorzüglich als Zuschlag beim Ausschmelzen streng-flüssiger Erze, besonders Silber-, Kupfer- und Eisen-erze, und namentlich zum Probiren der Eisensteine,und von dieser Benutzung hat er bey Namen er-halten. Auch wird er als Zusatz zur Besörderungder Schmelzbarkeit bei der Porzellan- und Glassabri-kation und zur Verfertigung der Flußspathsäureangewendet, und besonders in England verfertigtman daraus Vasen, Becher, Leuchter, Tassen, Teller,Knöpse rc.; die schönsten Stücke werden zuweilenals falscher Amethyst, Smaragd, Rubin, Topas rc.gefaßt, die man dann Amethystfluß, Smaragdflußu. s. w. nennt. Der blaue Flutzspath, lilnv Johngenannt, ist in England besonders schön und geschätzt.

Flußspathsäure, Flußsäure, Hydrofluor-oder Fluorwasserstosssäure, ^viüumhy-ürokluorioum, ist eine Verbindung von Fluor,einer eigenen, am häufigsten im Flußspath, seltenerim Glimmer, Topas, Hornblende, in den Knochenund dem Zahnschmelz der Thiere und einigen an-deren Körpern enthaltenen Säure mit Wasserstoff,und wird gewonnen, wenn man gepulverten Fluß-spats; mit concentrirter Schweselsäure übergießt. Esist eine sehr flüchtige, farblose, stechend riechende,höchst scharf schmeckende und alle organischen Körperzerstörende Flüssigkeit, die fast alle Metalle, außerGold, Silber, Platin und Blei angreift, und derenman sich, theils in Dampfform, theils als wässerigeSäure, besonders zum Aetzen des Glases bedient.Wenn man den Dampf anwendet, wird die geätzteStelle matt und nur durchscheinend, von der flüs-sigen Säure aber wird sie glatt und behält ihre Durch-sichtigkeit. Man muß höchst vorsichtig damit umgehen,denn sie wirkt sehr nachthcilig aus die Lunge und einkleiner, kaum sichtbarer Tropfen, der auf die Hautkommt, verursacht ein schmerzhaftes, schwer zu hei-