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Erster Band.
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Florentiner Schiverlcl

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Florctband

gewöhnlich vorzugsweise Florentincrlack nennt,theil« auch in Pulverform Er wird gewöhnlich be-reitet, indem man den bei der Karminbereitung blei-benden Rückstand nochmals mit cinerPotaschenlaugekocht und den Farbestoff mit Alaunwasier nieder-schlägt, oder indem man Cochenille mit Alaun kochtund die Farbe mitPotaschc oder Natron niederschlägtGeringere rothe Farben dieser Art werden auch ausFernambukholz versertigt und ebensalls unter sehrverschiedenen Namen, wie: Fernambuklack,Carmoisinlack, Berlinerroth, Wiener-rot h jc. verkauft. Man benutzt diese auch zu rothemZahnpulver.

Florentiner Schwerte!, s. Violenwurzel.

Florenz, Hauptstadt des Großherzogthums Tos-cana, im Königreich Italien, mit 118,000 Einw.,in dem höchst sruchtbaren und reizenden Thalc desArno, welcher die in Kreissorm gebaute Stadt inzwei Theile theilt und über den 4 Brücken führen.Die Straßen sind, mit alleiniger Ausnahme desCorso und der Via larga, eng und finster; dagegenhat die Stadt viele schöne und große Plätze und emeMenge prächtiger Kirchen, Paläste, Denkmäler rc.,und diese, sowie ihre herrliche Lage haben ihr denBeinamen la Bella, die Schöne, verschafft. Sie be-sitzt eine Universität, Akademie der bildenden Künste,mehrere berühmte Bibliotheken, Kunstsammlungenund viele andere wissenschaftliche und Unterrichts-anstalten. Die Industrie nimmt zwar nicht mehrden ausgezeichneten Standpunkt ein, wie in frühererZeit, wo Florenz eine der ersten ManufakturstädteEuropas war, aber seine Lage mitten in Italien,der Knotenpunkt des mittelländischen Eisenbahnnetzes,seine sehr intelligente und rührige Bevölkerung lassenkaum einen Zweifel obwalten, daß es sich nicht nurals die Musterstadt Italiens, was schöne Künste undBildung anbetrifft, erhalten, sondern auch, aus seinenHandel und Fabriken gestützt, sich bald wieder hebenund ausdehnen werde. Es besitzt noch immer mehrerewichtige Industriezweige und Fabriken, unter denensich besonders die Seidenweberei und die Verfertigungvon Damast, Teppichen, Leinwand, Strohgeflccht,Regenschirme», künstlichen Blumen, Kutschen, Glas,Porzellan, Parfümerien und Essenzen, Marmor-,Alabaster- und Mosaikarbeiten, Steinschneidereie» rc.auszeichnen. Mit dem Sechandelsplatze Livorno stehtdie Stadt in lebhaftem Verkehr, und was die Ein-fuhr von auswärts anbetrifft, so besteht dieselbe imWesentlichen aus denselben Gegenständen, wie inLivorno. England importirt Baumwolle, halbbaum-wollene und wollene Artikel; Frankreich Seide undfeine Wollenwaaren; Preußen liefert Bänder, Tücher,Eisen- und Mcssingwaaren, auch etwas Leinwand.

Wechselpreise. Die hiesigen Coursnotirungensind folgende:

aus Amsterdam, Lire nuove siir 100 Fl. nieder!. Crt.

„ Ancona und Bologna, Lire nuove für 100 Lirenuove Wechselbeiauf.

„ Augsburg, Lire nuove für IM Fl. südd. W.

„ Genua, Lire nuove siir IM Lire nuove Wechselb.

„ Hamburg, Lire nuove siir IM Mark Banco.

„ Livorno, Lire nuove für IM Lire nuove Wechselb.

„ London, Lire nuove siir 1 Psund Sterl.

„ Madrid, Cadix, Lire nuove für IM Librascatalon.

„ Mailand, Lire nuove für i IM Lire nuove

„ Neapel „ „ „ s Wechselbelauf.

,. Paris, Lyon, Marseille, Lire nuove für IMFranken.

auf Rom, Lire nuove für 1 Scudo romano.

„ Venedig, Lire nuove für IM Fl. österr. W.,zahlbar i. S.

„ Wien, Trieft, Lire nuove für 100 Fl. österr. W-

Die Course der Geldsorten werden siir das Stückangegeben.

Banken und Ha ndclsanstalten. Es befindetsich hier eine Discoutobank, eine Börse, zwei Han-delskammern und mehrere industrielle Gesellschaften.

Rechnungsart, Münzen, Maße und Ge-wichte, s. Italien, Königreich.

Flores, Blumen, werden im Droguenhandeldie getrockneten Blüthen vieler Pflanzen genannt,welche in der Medizin gebraucht werde», und außer-dem bezeichnet man damit auch mehrere chemischePräparate. Wir verweisen hier aus die deutschen Be-nennungen derselben, unter denen sie in unseremWerke aufgeführt sind. — Flores Acaeiarum, f-Schlehend orn. — Fl. Althc®, s. Eibischwur-z el. — Fl.Anthemis arvensis, s. Feldkamille. —Fl. Antimonii, s. Spießgla n zb lumen. — Fl-Antirrhini, s. Enzian. — F'l. Anthos, f. Ros-tn ari n. — Fl. Arme®, s. Wolverlei. — Fl.Artemisi®, s. Beifuß. — Fl. Aurantii, s. PoINe -ranzenblüthen. — Fl. Balaustiorum, s. Gra-natblüthen. — Fl. Ilellidis, s. Gänseblumen.

— Fl. Üenzoes, s. Beuzoe. — Fl. Boraginis, s.Boretsch. — Fl.Buglossi, s. Ochsenzunge, ge-mein e. — Fl. Calcatripp®, s. Rittersporn. —-Fl. Calendul®, s. Ringelblume. — Fl. Cartliami,s. Saslor. — Fl. Caryophillorum, s. Nelken-blumen. — Fl Cassi», j. Zimmtblüthen. —F'l. Centaurii minoris, s. Tausendgüldenkraut.

— Fl. Cliamomill®, s. Kamille. — Fl. Clieirioder Chcrri, s. Lack. — Fl. Convallari® majalis,s. Maiblumen. — F’l.Cyani, s. Kornblume. —F'l. F’abarum, s. Saubohne. — Fl. Fartar®, s.H U f l a t t i g. — Fl. Gnapbalii arenarii, s. IIN IN 0 r-teile. — F’l. Ilypcrici perforati, s. Johannis-kraut. — F’l. lamii albi, s. Taubnessel. — Fl.Favendul®, s. Spike. — F'l. Filii, s. Lilie,weiße. — F’l. Filiorium convallium, s. Mai-bliimen. — Fl. Macis, s. MIIskateiiblumen.

— F’l.Malv®, s. Malve. — Fl.Meliloti, s. Stein-klee. — F’l. Millefolii, s. Schafgarbe. — F’l.Naph®, s.Pomeranzenblüthen. — Fl.P®oni®,s. Gichtrose. — F’l. Fapaveris rboeados odererratici, s. Mohn. — Fl. Persicorum, s. Pfirsich-baum. — Fl. Pnoumonantlies, s. Enzian.

Fl. Primul® vorig, s. Schlüsselblume. — Fl.llosarum, s. Rosenblätter. — F’l. ltosmarini,s. Rosmarin. — Fl. Sali Ammoniaci martialis,s. Eifensalmiakblumen. — F’l. 8alis Ammo-niaci simplieis, s. Salmiak. — F'l. Sambuci, f-Flieder. — Fl. Spartii, s. Ginster. — F’l. Spie®celtie®, s. Spikauard. — F'l. Stcochadis citrin®,s. Immortelle. — F’l. Sulphuris, s. Schwefel-blumen. — Fl. Tanaceti, s. Rainfarn. — Fl-Tili®, s. Linde. — Fl. Tunic®, s. Nelke. — Fl-Urtic® alb® oder mortu®, s. Taubnessel. — Fl.Verbasci, f. Königskerze. — F’l. Violarum, f-Veilchenblumen. — Fl.ViridisAeris, s.GrüN-span. — F'l. Zinci, s. Zinkoxyd, weißes.

Floret, s. Seide.

Floret oder Spiegeldamast ist der Nameeines glänzenden, sigurirlen Wollenzeugs, einer ArtD r o g u e t.

Florctband, s. Frisoletband.