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Erster Band.
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567
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Gragillmo

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Graimtastericn

n, ^ragnano, eilt rother Wein von angenehmem'Delchmack aus dem Neapolitanischen.

«rain, ein kleines Gewicht in England undvrai, hreich,beides.

«raines d’Aoua, f. Ahnabeeren.

«raines d’Avignon, f. Kreuzbeeren,«raines d’écarlate, s. Kermes.

«rains grossiers, f. Coutils,wramma (^= Gramm) die Gewichtseinheit im^àgreich Italien, s. d.

«ramme, die Einheit des Gewichts in Frank-' ruh, s p, '

, Gramo, <— Gramm), die Einheit des neuen!panischen Gewichts, s. Spanien.

«dan, s, Apothekergewicht.

«danada, westindische Insel, s. Grenada,«rana Gnidii, s. Kellerhals. — G. Kermes,— G. mosehata, f. Bisamkörner. —f s ara< ^* s i, s. Parad ieskô ruer. — G. Sapotilli,»."dotillbaum.— G. Tilli, s Granatilli.mta ein häufig vorkommender , hauptsächlich

orw, ,eftlianrer Thonerde und kieselsaurem Eisen-diefi bestehender Edelstein, meist von rother Farbe,M.s^,dder weniger durchsichtig, mit muscheligemCb m °ber Fettglanz, ritzt den Tnrmalin,

^?rhsoliih und Bergkrystall und wird zuweilen vomAre "sfieirt. Man unterscheidet besonders zweien dessàn: 1) Der edle oder orientalische?"at oder Alm andin ist meist blutroth vonlend y teilen ins Bräunliche oder Violette spie-,i-ji^ durchsichtig bis durchscheinend, mit einem spe-Osiine." Gewicht von 4 bis 4 , 2 «. Er findet sich inkrvuümî" (® c| >ton) und Pegu, auch in Ungarn, theil«icbait lt *’ theils in rundlichen Körnern oder krnmm-Stiick/," ^tassen, meist aber klein, selten in größerenDer cem Welche daher auch theuer bezahlt werden.Folie l 01 l , ! l) ) t 'st weinroth von Farbe und zeigt ohneist toeil* r 11 Farbenspiel; der siriauische aus Peguauch ^?^>blau oder pnrpurviolett und wird zuweilenden d,i 1111 i e i genannt. Die kleinen Körner wer-

reine» ^?dhrt "»d zu Perlenschnüren, die größerenbeni,k?"î durchsichtigen zu Ring- und Nadel steinenr°p^, , 2) D» böhmische Granat oderPy-rotb "Isdth , dunkel weinroth oder dunkelponeeau-M kN"îbr. spez. Gew. 3,.-.«-3, 72 , findet sich meistint n,,§ eU r rundlichen Körnern, am häufigstengebira geschwemmten Lande am Fuße des Mittel-böbmul '".Böhmen, besonders bei Podseditz imUija, ,ich°leipaer Kreise, ferner im Serpentin beiist biiîL 1 ? Achsen, i u Grönland, Brasilien rc. Ervl'chtiger als der orientalische und besondersschau/ , , e ? ausgezeichneten Feuers noch mehr ge-iiche u h'eser. Wenn sich die Farbe in« Bräun-st 0 ^' t ' "ennt man ihn Biergranat, näherttnelr bcm feurigen Roth, Wein'granat, ist sieFarb?°/^nge als roth, Vermeille, und wenn diefournit r he.ê rothen Korunds an Schönheit naheBöbni ' L tdi.rd er auch K a r f u n k e l genannt. InAnn,/?" bezeichnet man die Größe derselben nach derIllter a /^Z/öhe auf ein Loth gehen, z. B. 32er, 40er,ichuii b'o40t>er, und die noch kleineren werden Aus-Die größeren benutzt man alsi°N D b ' e,1Ie u "k irhleift sie nach Art der Diaman-kig»',, der auch an vaboobon, die kleineren werden indurrbi «.^danatschleifereien geschlissen, saeettirt undD,zr-rft ""h dann zu Halsschnüren verwendet.Gm„ , S eifen geschieht mit einem aus unreinenPulu? î"' Bruchstücken und Abfällen bereitetener, welches Granatbort oder rother

Schmirgel genannt wird. Uebrigens werden dieböhmischen Granaten häufig aus Glasfluß nachge-ahmt, die sich von den ächten nur durch geringereHärte unterscheiden. — Außer den erwähnten beidenArten finden sich noch an mehreren Orten, nament-lich in Steiermark, Tirol, der SckM'eiz, Norwegen -c.geringere Granaten von rother, brauner und grünerFarbe, meist in großen Stiicken, die aber nur seltenzu Schmucksteinen verwendet werden und meist nurals Schleifmaterial und als gutes Flußmittel zumSchmelzen des Eisens dienen.

Granatapfel oder Granatsrlichte, FruetusGranatorum, die Früchte des aus dem nördlichenAfrika und dem südlichen Asien stammenden, aberauch im südlichen Europa häufig angebauten Gra-natb anm es, Punica granatum , der auch, beson-ders mit gefüllten, dunkelrothen Blüten, in Deutsch-land häufig in Gewächshäusern gezogen wird. Ererreicht eine Höhe von 15—20 Fuß, wächst aber zu-weilen auch strauchartig und hin und wieder mitDornen besetzt. Die apfelsvrmigen, oben und untenetwas eingedrückten Früchte haben 3—4 Zoll undnoch mehr im Durchmesser, sind hoch- oder blutroth,bei einigen Arten grünroth, gelbroth und selbst weiß-grün von Farbe und springen im reisen Zustande zu-weilen von selbst auf. Im Innern haben fiel)—10Fächer mit gelben Scheidewänden und sind ganz mitlänglichen und unregelmäßig eckigen, pnrpurblauenSamenkernen und einem rothen Fleische und Safte,von angenehm süß-säuerlichem Geschmack gefüllt. Inder Türkei wird der Säst, welcher daselbst Jl a r d e 11 1heißt, ausgepreßt und in Krügen oder Tonnen ver-kauft, da er einen Hauptbestandtheil des im ganzenOrient beliebten und die Stelle des Weines vertre-tenden kühlenden Getränkes, Scherbet oder Sor-bet, ausmacht. Nach Deutschland kommen dieFrüchte besonders aus der Gegend von Toulon undaus der Lombardei. Die Samen, Semen Grana-torum, und die Wurzelrinde werden als Wurm-mittel gebraucht und die Blüten zu Zahnpulvern,auch in der Färberei verwendet. Die Wurzelriudedarf nicht alt sein, da die alte ihre Kraft verliert.Aus den Wurzeln wird das Granatin gewonnen,eine süße, dem Mannit ähnliche Substanz. Auch ausden Schalen der unreifen Früchte hat man einenBitterstoff bereitet, der bittere, farblose Krystall-nadeln bildet und den man gleichfalls Granatingenannt hat. (S. a. die solgeuden Art.).

Granatapfelschalen, Gortioos Granato-rum oder Ll a 1 i c o r i i, feie getrockneten Schalen derGranatäpfel, welche theils in Hälften oder Viertelnder ganzen Schale, theils in Bruchstücken von ver-schiedener Größe in den Handel kommen. Sie sindhart, lederartig, gelb, röthlich oder hellbraun vonFarbe, an der äußeren Seite glänzend und etwasgenarbt, an der inneren matt und uneben, habeneinen sehr zusammenziehenden Geschmack, da sie vielGerbstoff enthalten, und gepulvert einen der China-rinde ähnlichen Geruch. Alan benutzt sie zuweilenin der Medizin als adstringirendes Büttel und alsSurrogat der China, hauptsächlich aber zum Ger-ben , Schwarzfärben, zur Dintenbereitung re. Diebesten kommen aus Persien, außerdem aus der Lom-bardei , der Provence und die geringsten von denkanarischen Inseln. Man bezieht sie von Trieft,Livorno, Genua und zuweilen auch von Amsterdam,i Granatasterie» nennt man eine Art edle Gra-naten , die sich zuweilen in der Schweiz finden und! geschliffen das Farbenspiel eines Kreuzes zeigen.