Halddrilliche
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Halstücher
münzen werden regelmäßig, Wechselcourse aber nichtnotirt.
Das Handels- und Wechselrecht ist fast ganzmit dem französischen übereinstimmend.
Maße und Gewichte sind die alten französischen,als Flüssigkeitsmaß bedient man sich jedochmeist des alten englischen Weingallons. 1 Tieryonhat 60 Gallons und 1 Gallon ist — 2 Pots L 2Püttes ä 2 Chopines.
Halbdrilliche oder Halbcoutils werden dieGradels (s. d.) zuweilen genannt.
Halbe, ein Hohlmaß zu Getreide und Flüssig-keiten in Ungarn.
Halbfabrikate, s. Waaren.
Halvfaßstäbe,s. Holz.
Halbfranzscharlach nennt man rothe Tuche undHalbtuche, zu deren Farbe die Halste Kermes unddie Halste Krapp genommen ist.
Halbgeschlagenes Gold, s. Blattgold.
Halbgvld, s. S emilor.
Halbholz nennt man Baumstämme, zu denender Baum der Lange nach in zwei Theile geschnittenworden ist.
Halbkalmuk, s- Coating.
Halbkattun oder H albzitz nannte man früherdie mittelseinen Kattune.
Halblaken, s. Tuch.
Halbmctalle, s. Metalle.
Halbopal, s.Opal.
Halbperses nennt man eine Art feine bunteKattune, die besonders von Holland aus nach Su-rinam gehen.
Halbscharlach nennt man rothe Tuche, die miteinem Gemisch von Cochenille und Krapp gesärbt stnd.
Halbseidene Zeuge sind solche Gewebe, die zumTheil aus seidenen, zum Theil aus wollenen, leinenenoder baumwollenen Fäden bestehen. Die Seidekann sowohl die Kette, als den Einschlag bilden undim ersten Fall kann die Kette entweder ganz oder zurHälfte aus Seide bestehen. Die Zahl dieser Stoffehat sich besonders in der neueren Zeit außerordentlichvervielfältigt, und man verfertigt sowohl leichte, mitBaumwolle oder Leinen gemischt, zu Frauenkleidern,als auch und in noch größerer Mannichfaltigkeitstärkere, besonders Westen- und Mäntelstoffe, wobeidie verschiedensten Mischungen angewendet werden;ferner schwere Stoffe zu Möbelüberzügen und Tisch-decken, bei denen die Seide vorherrschend und ent-weder mit Leinen oder mit Wolle gemischt ist. Dieletzteren werden jetzt besonders in Chemnitz und inWien in den mannichfaltigsten und schönsten Musternund Schattirungeu fabrizirt. Wir verweisenübrigens auf die wichtigsten Gattungen dieser Zeuge,die wir unter besonderen Artikeln anführen.
Halbtuch, s. T u ch.
Halebi, ein Längenmaß in der Türkei.
Haljbin, Längenmaß in der Wallachei.
Halina oder Hallina heißt eine Art grober,langhaariger, gewürfelter Decken oder Kotzen, dieman in Ungarn und Siebenbürgen aus ungarischerZackelwolle verfertigt.
Hallämter heißen in Baieru, Württemberg rc.die Hauptzoll- und Steuerämter, bei denen sich eineöffentliche Niederlage unter Steuerverschluß (Halle)befindet. ^
Halle , Universitätsstadt an der Saale, in derpreußischen Provinz Sachsen, hat 43,000 Einw. und
ist Knotenpunkt der Magdeburg-Leipziger, der thü-ringenschen und der Berlin-Anhalter Eisenbahn. Esbefindet sich hier eine Handelskammer und ein Han-delsgericht, eine Commandite der preußischen Bank,zwei Gesellschaften für Zuckerstederei .und Raffinerie,eine berühmte Saline, Maschinenbau, Gießereien,Fabriken und Manufakturen von Cichorien, Stärke,Papier, Handschuhen, Strümpfen, Weinessig'Nudeln, Kutschwagen, chemischen Produkten; Four-nierschneidereien rc. Die Flußfchiffsahrt, der Handetund die Speditionsgeschäfte sind lebhaft, auch ist derGemüsebau in der Umgegend sehr beträchtlich.
Rechnung, Münzen, Maße und Gewichts. Preußen. , .
Hallencourts nennt man in Frankreich die lNdem gleichnamigen Städtchen in der Nähe von Abbe-ville versertigten Tisch- und Handtücherzeuge, sow^auch eine Art ordinaire hänfene Zwilliche zu SB®*trotzen, Mehlsäcken und dergl.
Haklers Sauer oder saures Elixir, Eli* 1 .'ram aeidum IIalleri oder AcidumHallel 1 »eilt Medikament, das in den Apotheken vorräthighalten wird und aus gleichen Theilen höchst rectifiacirtem Weingeist und chemisch reiner Schwefelsäures besteht.
1 Halles crues oder Halles de Hinan heißenin Frankreich starke rohe Flachsleinen, welche in derGegend von Dinan im Départ, der Nordküsten ver-fertigt werden, ebenso hat man Hallos deFo“'gères aus der gleichnamigen Stadt im DeparrJlle und Vilaine.
Hallinentuch ist ein grobes, weißes, wolleness Tuch, das besonders in Mähren verfertigt und zN! Mänteln für Landleute verarbeitet wird.
^ Halluin heißt eine grobe wollene Serge zu Kle>-dungsstücken für Landleute, welche in der Gegendvon Lille in Frankreich verfertigt wird.
Halogen, s. Chlor.
Halskraut, s. Lorbeerblätter, alexan-drinische.
Halstücher nennt man viereckige Tücher aus versschiedenen Stoffen zum Umbinden für Männer usidFrauen und zwischen */* und y 8 Leipz. EllenQuadrat; größere begreift man unter der înennung Umschlagetücher oder Shawls-Man hat sie von Seide, Baumwolle, Schafwolle,Leinen und auch gemischt, einfarbig, gestreift, ge-würfelt, geblümt, gedruckt, broschirt und auf die ver-schiedenste Art sa>;onnirt. Mehrere Arten derselbe»werden auch als KopftücherundTaschentüche
benutzt, und wir verweisen deshalb besonders auf de»letzteren Artikel. Seidene Halstücher für Mänuevon iy 4 — IVa Elle ins Gevierte hat man entwevevon glattem schwarzem Stoff von verschiedeneQualität, oder auf mannichfaltige Art bunt gestreü''gezittert oder klein gemustert, die sowohl in de»italienischen, französischen und schweizerischen Fdyriken, als auch in Deutschland in Elberfeld nnKrefeld, Berlin, Wien rc. verfertigt werden. 8»diesen Orten kommen auch kleine bunte Halstüchyfür Frauen, sogenannte Knüpftücher, gewöhn»^mit angewirkten Fransen und zuweilen auch dre>eckig. Halbseidene Halstücher werden besonders 'Zürich und Basel in der Schweiz, sowie in Elberfew,Barmen, Berlin, Chemnitz,Hofrc. verfertigt. Baut»,wollene Mussetin-und Zacconettllcher, sowohl wenals bunt gewebt und gedruckt, kommen aus 's 'Gallen in der Schweiz, sowie aus dem sächsnw -Voigtlande und aus Chemnitz, welches besonve